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Haltungsbedingungen für Kampffische
Kampffische stammen aus Südostasien. Ursprünglich waren Kampffische einfarbig. Mittlerweile gibt es Kampffische in vielen Farbvariationen, die durch Zucht entstanden sind. Ob Kampffische ursprünglich dunkelgrau/braun waren oder ob die ursprünglichen Farben rot, blau, grün, orange und weiß waren, ist nicht klar. Mit weiß sind in diesem Fall keine Albinos gemeint.
Kampffische werden bei glasklarem Wasser unruhig. Kampffische, die von Geburt an ständig zusammenleben, können zusammen in einem Aquarium gepflegt werden. Wenn die Tiere von der Gruppe isoliert werden und einzeln gepflegt werden, werden sie Einzelgänger. Als Einzelgänger werden sie kampflustig und greifen jeden anderen Kampffisch an. Sobald sie auch nur die Silhouette eines Artgenossen wahrnehmen, breiten sie ihre Kiemen aus und gehen taxierend in Kampfstellung auf den Gegner zu.
Ansonsten sind sie sehr träge und bevorzugen ein ruhiges Leben. Kampffische bevorzugen kleinere und ruhige Aquarien mit nicht allzu hohem Wasserstand. Das folgt schon aus der langsamen Fressweise. Sie peilen das Futter erst genau an und schnappen dann zu.
Dennoch sollten sie nicht in zu kleinen Behältern gepflegt werden. Sie kommen zwar zur Not mit wenig Platz aus, dennoch ist die Haltung z. B. in Einmachgläsern nicht artgerecht. Auch ein einzelnes Kampffischmännchen sollte ein Becken von mindestens 24 Litern zur Verfügung haben.
Für ein Paar geeignet sind sogenannte Asienbecken ab 60 Liter Wasserinhalt. In 112 Litern kann ein Männchen mit 4 Weibchen gehalten werden.
Das Aquarium muss sehr dicht bepflanzt sein, z. B. mit Hornkraut, Wasserpest usw. Die Wasseroberfläche sollte zu etwa 1/3 mit Schwimmpflanzen bedeckt sein. Auch unter einem Teil der Beleuchtung sollten Schwimmpflanzen sein. Kampffische müssen aber freien Zugang zur Wasseroberfläche haben.
Zur Dekoration eignen sich einige Bambusstäbe, evtl. eine Wurzel, eine 1/2 Kokosnuss.
Die Filterströmung sollte schwach sein, so dass die Oberfläche nur wenig bewegt wird. Das Becken muss abgedeckt sein, weil Kampffische aus dem Wasser springen können und die Luft über dem Wasser nicht zu kalt sein darf. Sie erkälten sich sonst regelrecht.
Kampffische mögen es warm. Empfohlen werden Temperaturen zwischen 24 und 27 °C. 24 bis 25° sollte die untere Temperaturgrenze bei Einzelhaltung sein. Kampffische werden in der Regel erst richtig aktiv bei Temperaturen zwischen 28 und 30°. Dennoch sollte die Temperatur nicht zu hoch sein. Hohe Temperaturen verkürzen die Lebensdauer stark.
Bei niedrigen Temperaturen sind Kampffische unter Umständen sehr träge. Auch neu gekaufte Kampffische können einige Tage träge sein, bis sie sich eingewöhnt haben. Hält man einem Männchen einen kleinen Spiegel vor, erkennt man, warum die Kampffische ihren Namen haben.
Der Wasserstand sollte ca. 25 Zentimeter betragen. Kampffische nehmen über das Labyrinth Sauerstoff aus der Luft auf. In ihren Heimatgewässern kommen sie auch nur in sehr niedrigen Wasserzonen und an feuchten Bodenstellen vor. Das Labyrinth ist ein zusätzliches Atemorgan, das das Leben in sehr sauerstoffarmem Wasser ermöglicht. Ein Wasserstand von 25 Zentimetern Höhe ist auch die maximale Obergrenze bei erwünschter und erfolgreicher Zucht. In einem 40 Zentimeter hohen Aquarium mit ca. 8 Zentimeter Bodengrund und ca. 5 Zentimetern Wasserabstand zum oberen Beckenrand beträgt die Wasserhöhe z. B. nur 27 Zentimeter.
Es sollte mindestens 50 % Lebendfutter gegeben werden.
Zutrauliche Kampffische fressen sogar aus der Hand und knabbern an den Fingern.
Wer Kampffische hält, sollte immer ein Aquarium zur Verfügung haben, in dem ein unterdrücktes Tier untergebracht werden kann.
Betta splendens haben unter dem Kopf zwei verschiedene, so genannte paarige Flossen. Das sind die Brustflossen links und rechts des Kopfes und Bauchflossen unter dem Kopf.
Es gibt bei Betta splendens mehrere Ursachen, bei denen ein Tier die Bauchflossen bis in den Ansatz hinein verliert. Solche Tiere sind auf jeden Fall beim Ablaichen behindert. Zum Verlust der Flossen können z. B. Bauchwassersucht, Tuberkulose oder ähnliche bakterielle Infektionen führen.
Kampffische drohen einander, indem sie die Flossen ausbreiten und die Kiemendeckel aufstellen bzw. abspreizen. Diese Drohgebärden können Männchen und Weibchen zeigen.
Über die Verträglichkeit von Kampffischen gibt es viele unterschiedliche Darstellungen. Das geht von angeblich absolut friedlichen Tieren bis zu regelrechten Schauergeschichten.
Ursachen sind:
Uninformiertheit
Unkritisches Abschreiben von anderen, ohne eigene wirkliche Erfahrungen
Haltung in zu kleinen Becken
Haltung in zu schwach bepflanzten Becken, in denen vor allem flutende Pflanzen fehlen.
Kampffischmännchen werden üblicherweise von den Züchtern sofort getrennt, wenn sie die ersten Rangordnungskämpfe beginnen, und in Einzelhaltung in Minibecken großgezogen.
Die Aggressivität kann sich von Kampffisch zu Kampffisch stark unterscheiden. Es gibt Berichte, dass sich Geschwister, die nie getrennt wurden, untereinander vertragen. Ebenso gibt es Berichte, dass bestimmte Zuchtstämme friedlich untereinander sind. Nach einer Vermutung sind auch Männchen friedlich, die in Rangkämpfen immer unterlegen waren. Die Art der Aufzucht beeinflusst die Aggressivität auch.
Die Männchen werden bei der Zucht oft früh getrennt, damit sich die Flossen für Ausstellungen fehlerfrei entwickeln können. Bei der Hochzucht können wegen Platzmangel und Kosten oft nur kleine Becken zur Zucht verwendet werden. In diesen Becken würden sich zusammen gehaltene Kampffische tatsächlich sehr schnell umbringen, weil das unterlegene Männchen das Revier des überlegenen Männchens nicht sofort verlassen kann. So aufgezogene Männchen haben keine Möglichkeit, eine normale Sozialisierungsphase zu durchlaufen. Sie lernen nicht, Kämpfen rechtzeitig aus dem Weg zu gehen. Weil sie das nicht lernen, sind sie deutlich aggressiver, als Kampffische, die diese Lernerfahrung machen konnten.
Kampffische haben ein reiches Repertoire an Kommunikationsmöglichkeiten, um sich in eine fest gefügte Rangordnung einzugliedern. Die Möglichkeiten reichen von abgestuften Farbsignalen bis zum Präsentieren des Bauchs, um sich als unterlegen auszuweisen. Dieser Aufwand wäre von der Evolution vermutlich nicht getrieben worden, wenn die Tiere nicht in der Lage wären, diese Signale zu nutzen, um durch eine feste, akzeptierte Rangordnung die Aggressionen auf ein nicht schädliches Maß in der Nachbarschaftsgruppe zu senken.
Kampffische bilden ein Brutrevier, wie auch viele Buntbarsche. Das Kampffischrevier besteht aus einer inneren und einer äußeren Zone. Die innere Zone wird in der Regel vom Männchen besetzt und verteidigt die äußere Zone vom Weibchen. Beide Partner beteiligen sich also an der Verteidigung des Reviers. Die Größe des Reviers kann stark variieren. Die Reviergröße hängt vom Temperament der Tiere und zu einem großen Teil von der Sichtweite im Wasser ab, d. h. davon, wie stark das Wasser verkrautet ist. Kampffische lieben stark verkrautete Lebensräume. Je mehr das Wasser verkrautet ist, desto kleiner ist das Revier. Die innere Zone kann bis zu 40 Zentimeter um das Schaumnest herum betragen.
In einem 250 Liter Aquarium mit der Grundfläche 100 x 50 Zentimeter kann z. B. ein Paar zusammen mit den Jungen aus verschiedenen, nacheinander durchgeführten Bruten leben. Die Jungfische können Größen von 1,5 Zentimetern bis fast Erwachsenengröße haben.
Betta splendens sollen ihre Brüder erkennen, so dass es unter Geschwistern nicht zu Schadenskämpfen kommt, sondern nur zu Drohungen. Unter den Jungfischen gibt es keinerlei Stress, auch wenn die älteren Jungfische ausgefärbt sind. Es bildet sich eine feste Rangordnung, die beachtet wird. Wenn ein rangniedriges Tier unvorsichtig wird, dreht das überlegene Tier den Kopf in die Richtung und spreizt evtl. die Kiemen. Mehr geschieht in der Regel nicht.
Der Vater unterscheidet eindeutig und klar zwischen seinem Weibchen, das wie üblich aus der inneren Zone vertrieben wird und seinen Jungen, denen er keine Aufmerksamkeit schenkt.
So lange der Vater im Aquarium ist, zeigen die Jungtiere oft keinen richtigen Flossenaufbau. Es kommt aber kaum zu Aggressionen. Selbst voll entwickelte, 9 Monate alte Jungtiere mit voll ausgebildeter Farbe und Flossen schwimmen manchmal friedlich zusammen mit dem Vater. Es gibt aber keine Garantie, ob und wie lange das Zusammenhalten mehrerer Männchen in einem Aquarium möglich ist. Wenn der Halter nicht zur Stelle ist, wenn die Tiere anfangen sich zu bekämpfen, endet das vermutlich mit dem Tod eines Tieres.
Deshalb sollte so ein Becken mit mehreren Männchen immer genau beobachtet werden. Wenn doch ein junges Männchen den Vater ablösen will oder es doch zum Streit unter den Jungen kommt, muss es schnell möglich sein, die Streitenden zu trennen.
Kampffischweibchen können ähnlich aggressiv sein wie die Männchen.
Was die schwarzen Streifen bedeuten
Männchen und Weibchen zeigen horizontale, schwarze Streifen, wenn sie unter Stress stehen. Stressstreifen laufen also vom Kopf zum Schwanz. Wenn das Weibchen eine vertikale Streifung zeigt, also vom Rücken zum Bauch, signalisiert es, dass es noch nicht laichbereit ist.
Stark unterschiedlich gefärbte Kampffische interessieren sich nicht füreinander.
Erfahrungen deuten darauf hin, dass bei deutlich unterschiedlich gefärbten Bettas das Interesse füreinander abnimmt. Das gilt sowohl für das Verhältnis von Männchen zu Weibchen, als auch für Männchen untereinander.
Bilden Kampffische Paare oder einen Harem?
Häufig wird empfohlen ein Männchen mit mehreren Weibchen zusammen zu halten. Als Argument wird in der Regel angegeben, dass sich so die Aggressionen des Männchens auf mehrere Weibchen verteilen.
Wenn die Aggressionen des Männchens gegenüber dem Weibchen zur Belastung für das Weibchen werden, stimmen in der Regel die Haltungsbedingungen nicht. Die Haltungsbedingungen müssen dann den Fischen angepasst werden. Häufige Probleme bei Kampffischen sind zu kleine Becken und eine zu wenig verkrautete Bepflanzung des Beckens, vor allem im Oberflächenbereich.
Aus dem Paarungsverhalten der Kampffische lässt sich eine Empfehlung zur Haremshaltung nicht ableiten.
Betta splendens bilden als Paar ein zweigeteiltes Revier. Den Innenbereich, direkt um das Nest, verteidigt das Männchen, Den äußeren Bereich verteidigt das brütende Weibchen. Männchen und Weibchen arbeiten also als Paar bei der Brut zusammen. Wenn das Männchen ausfällt, übernimmt das Weibchen teilweise die Brutpflege am Nest, mitsamt dem Nestbau mit Hilfe von Blasen.
Das Männchen unterscheidet sehr genau zwischen dem Weibchen, mit dem es brüten will bzw. brütet und anderen Weibchen. Nur das zur Paarung ausgewählte Weibchen ist Ziel längerer Treibaktionen durch das Männchen. Die anderen Weibchen werden nur aus dem Revier vertrieben. Auch das ausgewählte Weibchen vertreibt andere Weibchen heftig aus dem Revier.
Kampffische bilden also eigentlich keinen Harem. Wenn mehr Weibchen als Männchen gehalten werden, können die zusätzlichen Weibchen deshalb schnell zum 3. Rad am Wagen werden.
Besonders in kleinen Becken können ein oder zwei zusätzliche Weibchen dann leicht vom Männchen und dem dominierenden Weibchen gejagt werden.
Kampffische sollten deshalb als Paarfamilie gehalten werden. D. h. es wird jeweils ein Männchen mit jeweils einem Weibchen zusammen gehalten werden.
Weil in mittelgroßen Aquarien nicht zwei Männchen zusammen gehalten werden können, ist bei entsprechenden Haltungsbedingungen in solchen Becken eine Haltung von einem Männchen mit mehreren Weibchen möglich, wenn kein Weibchen unterdrückt wird.
Kampffische in einem 60 Zentimeter Aquarium halten
In einem 60 Zentimeter Becken kann ein Männchen zusammen mit zwei Weibchen gehalten werden. Kampffische bilden keine festen Paare. Das Männchen laicht manchmal mit dem einem, manchmal mit dem anderen Weibchen ab. Das Interesse des Männchens wird auf beide Weibchen verteilt und es wird nicht immer nur ein Weibchen gejagt. Mehr Weibchen sind nicht anzuraten. Die Weibchen sind untereinander auch nicht gerade verträglich. Sie machen sich untereinander auch Stress, d. h. sie jagen und streiten sich heftig. Es gibt sogar Berichte, dass 2 Weibchen in einem schwach bepflanzten 60 Zentimeter Aquarium das Männchen totgejagt haben.
Das Männchen kann den Weibchen gegenüber ruppig werden. Das Aquarium muss deshalb dicht bepflanzt werden, z. B. mit Javamoos, dicht zusammenstehendem Wasserfreund usw. In den Pflanzen können sich die Weibchen verstecken, wenn das Männchen sie angeht. Bewährt haben sich auch Wurzeln mit kleinen Unterständen. Auch da suchen die Weibchen Schutz. Steinhöhlen werden auch zum Schutz aufgesucht.
Als Hilfe für den Nestbau sollten Schwimmpflanzen im Aquarium sein, z. B. Wasserlinsen, Muschelblumen usw.
In einem solchen Becken können z. B. noch sechs Amanogarnelen und zwei Apfelschnecken gehalten werden. Die Garnelen trauen sich trotz der Kampffische aus ihren Verstecken.
Kampffische mit anderen Fischarten zusammen halten
Vergrößerung
Betta splendens Weibchen im Gesellschaftsaquarium
Wenn Kampffische mit anderen Fischarten vergesellschaftet werden sollen, sollten diese Arten keine auffälligen großen oder langen Flossen haben. Schon die Schwanzflossen von Guppies reichen aus, damit das Kampffischmännchen im Guppy einen Rivalen sieht und den Guppy angreift.
Fische zur Vergesellschaftung sollten auch nicht an Flossen zupfen, wie die meisten Barben, z. B. Sumatrabarben.
Bärblinge stammen zwar ebenfalls aus Asien. Sie sind in der Regel aber zu lebhaft für eine Vergesellschaftung mit Kampffischen.
Ungeeignet zur Vergesellschaftung sind auch Fische, die leicht andere Fische tyrannisieren, z. B. Feuerschwänze. Es gibt einen Bericht, nach dem ein Kampffischmännchen einen Zwergfadenfisch trotz dichter Bepflanzung getötet hat.
Gut geeignet zur Vergesellschaftung sind Bodenbewohner, z. B. kleine Panzerwelse. Auch mit Platies können Kampffische zusammen gehalten werden.
Zusammen mit geeigneten Fischen sind Kampffische außerhalb der Laichzeit in der Regel friedlich.
Kann man mehrere Männchen in einem Aquarium halten?
Geschwister, die seit der Geburt zusammen in einem Aquarium leben, gehen miteinander normalerweise recht friedlich um, so dass in solchen Fällen auch mehrere Männchen zusammen gehalten werden können.
Je höher das Alter ist, in dem die Männchen zusammengesetzt werden, desto aggressiver sind die Männchen gegeneinander.
Bei Betta splendens benötigt jedes Männchen ein Revier von mindestens 60 Zentimetern.\\
Nach Literaturangaben können in Aquarien ab 180 Liter Inhalt 2 Männchen gehalten werden. Erfahrungen zeigen aber, dass das zu klein sein kann.
Wenn zwei oder mehr Männchen zusammengesetzt werden, sollten auf jeden Fall eingefahrene Ausweichbecken zur Verfügung stehen, so dass die Männchen bei ernsthaften Streitigkeiten sofort getrennt werden können.
Schon bei der Haltung eines Männchens mit mehreren Weibchen kann es zu Problemen kommen. Die kurzflossigen Weibchen sind wesentlich beweglicher als die Männchen. Bei Rangeleien im Becken unterliegt deshalb meistens das Männchen. Die Schleierflossen werden dabei stark zerzaust.
Kampffische alleine halten
Es ist zwar möglich, ein Kampffischmännchen ohne Weibchen zusammen mit anderen Fischen zu halten, in der Regel wird dem Männchen aber schnell langweilig.
Wenn nur ein kleines Becken zur Verfügung steht, kann ein Männchen ohne Weibchen eingesetzt werden. Wenn das Männchen das Becken beherrscht, kann es ruhig mit den anderen Fischen alleine bleiben. Männchen spielen in kleinen Becken gerne mit anderen Fischen, indem sie z. B. kleine Glühsalmlerschwärme auseinander jagen. So lange andere Fische nur gelegentlich verfolgt aber ncht attackiert werden, kann das geduldet werden.
Wenn das Männchen still und einsam vor sich hindümpelt und die Flossen nie aufstellt, benötigt das Männchen ein Weibchen. Wenn das Becken ausreichend groß und gut bewachsen ist, kann ein Weibchen eingesetzt werden. Sonst wird ein größeres Aquarium benötigt.
Kampffischmännchen in kleinen Behältern
Kampffischmännchen in kleinen Behältern die in Sichtweite untereinander stehen, z. B. Einmachgläsern, stehen ständig unter Stress.
Für ein Männchen sind mindestens 24 Liter Wasser angebracht. Zwischen den Becken sollte ein Sichtschutz vorhanden sein. 60 Liter Becken, die oft im Angebot sind, kosten nicht viel mehr. Sie bieten den Tieren mehr Schwimmraum und sehen schöner aus.
Mögliche Ursachen für stark angeschwollene Bäuche bei Kampffischen
Wenn der Bauch nur kurzzeitig angeschwollen ist, hat sich das betroffene Tier möglicherweise überfressen.
Wenn ein Weibchen mehrere Tage lang einen stark angeschwollenen Bauch hat und sich trotzdem normal und gesund verhält, hat das Weibchen vermutlich viel Laich angesetzt und ist laichbereit. Manchmal können die Konturen der Eier am Bauch bei der Laichpapille erkannt werden.
Ein dicker Bauch ist bei Bettas häufig ein Vorzeichen für den nahen Tod. Das Tier hat dann scheinbar Bauchwassersucht. Im Gegensatz zur echten Bauchwassersucht werden andere Fische nicht angesteckt. Besonders auf Rote Mückenlarven scheinen Bettas häufiger so zu reagieren.
Betta splendens "Crowntail"
Crowntail bezieht sich auf die Struktur der unpaaren Flossen. Die Flossenstrahlen z. B. der Schwanzflosse stehen dann wie Dornen aus der Flosse heraus. Männchen sehen dann zottelig aus.
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lisa1202 84.152.213.xx09.01.2007 15:39 Uhr [X] Kann ich einen Kampffisch-Männchen auch ganz alleine halten, ohne andere Fische? Ich hab gehört, dass sie einzelgänger sind.
NH 84.176.54.xx10.01.2007 17:01 Uhr [X] Hallo, das geht. Aber bitte nicht so ein Minibecken wie in manchen Läden. Ob es ihm und dem Betrachter wirklich Spass macht ohne Balzanreiz usw. bezweifle ich. Er dürfte die ganze Zeit recht lustlos mit angezogenen Flossen umherschwimmen.
dpaul226 84.58.57.xx24.02.2007 09:20 Uhr [X] jede zoohandlung sagt dass ich zu meinen 6 kampfich mänchen keine neons und guppys dazu tun dürfte habe aber bis heute keine probleme aber in ein seperates becken habe ich 2 kampfisch weibchen zusammen mit ein schwarm neons und guppys aber das weibchen ist träge und lustlos ich könnte sie ohne probleme mit den händen fangen was ist mit der los kann mir vieleicht einer helfen
Aiko 84.183.87.xx25.02.2007 12:12 Uhr [X] Du hast 6 Kampffisch Männchen zusammen? Bekämpfen die sich nicht? Weißt das Weibchen noch andere Symptome auf? Vielleicht ist es krank. Gruß Aiko
Zadar 77.176.194.xx18.03.2007 13:07 Uhr [X] *seufz* Hallo zusammen, ich streune schon länger durchs Internet und suche nach Infos über meine Bettas mit dem Ergebnis das jeder mir was anderes sagt Also hole ich hier mal Meinungen ein
ich fasse mal kurz zusammen vor geraumer Zeit hab ich mir ein Aquarium zugelegt, das ganze eingefahren und besetzt. Als ich mein Betta Männchen gesehen habe war ich sofort in den kleinen verliebt und MUSSTE ihn haben...gut er und 5 Panzerwelse sind nun in mein 60x30x30 Becken eingezogen. Wie ich im Inet gelesen habe vertragen sich pro Männchen zwei bis drei Weibchen...der Laden in dem ich meinen Betta gekauft habe hatte zwar keine aber zwei Tage später habe ich dann drei Weibchen dazu gekriegt Die Weibchen untereinander verstehen sich blendend, schwimmen oft in gruppen zusammen und verhalten sich ruhig, das Männchen aber verfolgt die Mädels zwischen drin immer wieder durchs Becken, stellt die Kiemenklappen auf um zu imponieren und scheucht sie ne Zeit lang bis sie sich irgendwo verstecken und er sie aus den Augen verliert... gut...die Verkäufer in den Läden sagten das das normal ist und sich die Männchen mit wie gesagt 2 bis 3 Weibchen vertragen Sicherheitshalber auf verschiedenen Foren nachgefragt wird mir davon abgeraten eine solche Kombi zu setzen...
Was ist das Verhalten meines Männchens nun? Revierverteidigung die zum Tod führt oder "gängiges" Imponieren das vollkommen normal ist und meine Mädels sogar mehr oder weniger "kalt" lässt oder wo bin ich nun dran? wie gesagt jeder rät mir was anderes -.- "nimm den Fisch raus das sind pure einzelgänger" "Lass sie aneinander gewöhnen" "Nimm eines der Weibchen raus" "Das ist vollkommen normal das ist ok" hätte man mir im Laden nicht gesagt das das klar geht hätte ich sie ja gar nicht erst eingesetzt...will ja eigentlich nur das Beste für meine Fische aber den Platz für ein Einzelbecken für das Männchen habe ich nun auch nicht
Danke schon mal für eure Hilfe
Hans 84.183.100.xx18.03.2007 17:47 Uhr [X] Dieses Verhalten ist ganz normal. Es ist nur imponieren.Wenn du genug Weibchen drin hast (2-3) wird nichts passieren. Schau mal ob das Männchen ein Schaumnest baut! Dann ist alles OK. Gruß Aiko
Zadar 77.176.219.xx25.03.2007 19:21 Uhr [X] Danke für den Rat Jetzt habe ich noch eine Frage... Kampffische bevorzugen wenig bis gar keine Strömung..je weniger desto besser wie ich erfahren habe also habe ich die Ausströmung meines Filters direkt gegen die Wand gerichtet an der er hängt so das das wasser an sich sehr ruhig steht... nun bildet sich aber diese Kahmhaut da die Wasseroberfläche still steht...wirklich stark ist die Strömung meines filters ja eigetnlich nicht, das wasser ist halt ein wenig in Bewegung, vertragen meine Betas das oder gibts irgendne lösung die kahmhaut zu verhindern und den betas trotzdem bewegungsloses Wasser zu bieten?
Informationen aus der Wikipedia (Mit externen Links)
Die Kampffische (Betta) stellen eine Gattung kleinbleibender Süßwasserfische innerhalb der Labyrinthfische (Anabantoidei), deren größte Art, Betta unimaculata eine Gesamtlänge von 160 mm nicht überschreitet.
Wie alle Labyrinthfische verfügen die Arten der Gattung Betta über ein Labyrinthorgan zur Aufnahme von atmosphärischem Sauerstoff, welches ihnen ermöglicht auch enorm sauerstoffarme Süßgewässer zu besiedeln (z. B. in Reisanbaugebieten in Südostasien). Alle Arten ernähren sich vorwiegend von kleinen Wasserinsekten und Weichtieren und betreiben Brutpflege.
Einige Kampffische - insbesondere die Männchen - zeichnen sich durch eine ausgesprochene Farbenpracht aus und erfreuen sich deshalb großer Beliebtheit als Aquarienfische, zumal diese Arten meist nur geringe Ansprüche an die Haltungsbedingungen stellen und deshalb auch einem Anfänger in der Aquaristik empfohlen werden können.
Um den Überblick über die große Gattung zu erleichtern, gruppiert man einander ähnliche Arten in Formenkreisen.
Ihren Trivialnamen verdanken die Kampffische der thailändischen Tradition, Männchen einiger Arten (Betta splendens, Betta imbellis, Betta smaragdina und Hybride daraus) für Fischkämpfe einzusetzen, die sich bis heute großer Beliebtheit erfreuen. Insbesondere der von Natur aus mit einem hohen Aggressionspotential ausgestattete siamesische Kampffisch (Betta splendens) wurde für die Pflege dieser Tradition domestiziert. ?Nebenprodukt? dieser Domestikation ist der Schleierkampffisch, der sich durch die gezielte Weiterzucht weltweit als Aquarienfisch etabliert hat und mittlerweile eine Vielzahl verschiedener Zuchtformen in seiner Art aufweist; Experten unterscheiden die verschiedenen Rassen besonders nach Form und Größe der Schwanzflosse.
Der wissenschaftliche Gattungsname Betta leitet sich vom javanesischen Begriff ?wader bettah? oder ikan bettah ab und wurde 1878 von Bleeker für die Beschreibung von Betta picta verwendet[1]. In Thai werden sie auch als Trey Krem oder Pla-kad bezeichnet.
In der Natur erreichen insbesondere die kleineren Kampffisch-Arten kein hohes Alter, da sie natürlichen Bedrohungen wie Fressfeinden, Parasitenbefall und Krankheiten unterliegen.
[Bearbeiten]Verbreitungsgebiet
Die Gattung ist über große Teile Südostasiens verbreitet und besiedelt sowohl stehende als auch fließende Süßwasserbiotope unterschiedlichster Wasserbeschaffenheit.
Die Systematik der Anabantoidei im Allgemeinen und damit der Gattung Betta war in den letzten Jahren diversen Veränderungen unterworfen. Die letzte substantielle Arbeit zur Systematik lieferten 2006 Rüber et al. mit folgendem abschließenden Ergebnis, welches von namhaften Organisationen wie der IGL (Internationale Gemeinschaft für Labyrinthfische) anerkannt und angewandt wird:
Die Familie der Belontiidae (Bettas), die immer noch gerne genannt wird ist damit revidiert.
[Bearbeiten]Fortpflanzungsstrategien
Betta fusca bei der Paarung
Bei den Kampffischen unterscheidet man zwei grundsätzliche Fortpflanzungsstrategien: zum einen die Maulbrutpflege, zum anderen die Brutpflege im Schaumnest. In beiden Fällen kümmert sich primär das Männchen um die Brutpflege, während die Weibchen nur sekundär an der Aufzucht der Jungen beteiligt sind und sich in einigen Fällen um die Verteidigung des Reviers und des brütenden Männchens kümmern. Manche Arten bekämpfen und vertreiben auch das Weibchen nach der Eiablage und Befruchtung; besonders bei der Brutpflege mit einem Schaumnest. Erfahrene Aquarianer setzen in diesem Fall das Weibchen in ein anderes Becken, zum einen um dieses zu schützen, zum anderen um zu verhindern, dass das aufziehende Männchen sein Schaumnest durch zuviele stressende Störungen schließlich selbst zerstört.
[Bearbeiten]Brutpflege im Schaumnest
Die Strategie der Brutpflege im Schaumnest gilt in der Gattung der Kampffische als die ursprünglichere Fortpflanzungsstrategie.[3] Man findet diese Form der Jungenaufzucht vor allem bei Arten aus stehenden Gewässern. Das bezeichnende Schaumnest ist ein Gebilde aus Luftblasen, die vom Männchen an der Wasseroberfläche aufgenommen, im Maul mit einem speziellen Sekret ummantelt und dann an einer geeigneten Stelle (meist unter Pflanzen an der Wasseroberfläche, seltener in Höhlen) zu einem losen Nest zusammengefügt werden. Je nach Spezies und individuellem Charakter des Männchens kann die Größe des Nests von einigen wenigen Luftblasen bis hin zu verhältnismäßig großen Gebilden von mehreren Zentimetern Durchmesser und Höhe reichen. Der Laichvorgang geht in der Regel direkt unter dem fertiggestellten Nest vonstatten, in welches das Männchen die befruchteten Eier nach jeder einzelnen Paarung verbringt und es so lange bewacht, bis die Jungen geschlüpft sind und frei schwimmen (in den meisten Fällen 3 - 5 Tage). Schaumnestbauende Betta-Arten sind zumeist klein (3 - 6 cm Kopf-Rumpf-Länge, eine Ausnahme hierbei bildet der B.bellica-Formenkreis) und farblich verhältnismäßig intensiv und lebhaft gefärbt, viele Arten bilden zudem irisierende Glanzschuppen aus. Insbesondere zur Laichzeit gebärden sich einige dieser Arten ausgesprochen aggressiv gegenüber Artgenossen.
Typische Vertreter der schaumnestbauenden Arten sind:
Die Maulbrutpflege gilt im Allgemeinen als Anpassung an ein Leben in Gewässern mit Oberflächenströmung, in denen ein Schaumnest keinen Halt finden würde. Das Männchen nimmt dabei die befruchteten Eier nach der Paarung in sein Maul (häufig lässt sich dabei eine Verhaltensweise namens ?Eier vorspucken? beobachten, bei der das Weibchen die Eier nach der Paarung aufsammelt und sie dem Männchen vor das Maul spuckt) und beschützt sie dadurch bis zum Ausschlüpfen und Freischwimmen der Jungen. Die Maulbrutpflege dauert im Normalfall deutlich länger als die Brutpflege im Schaumnest (je nach Art etwa 10 - 20 Tage). Die Maulbrüter stellen in der Gattung Betta die deutlich größere Gruppe.
Als Übergangsformen zwischen schaumnestbauenden und maulbrütenden Betta gelten in erster Linie die Arten aus dem B. foerschi-Formenkreis. Man nahm ursprünglich an, es würde sich bei B. foerschi um einen schaumnestbauenden Kampffisch handeln, da Körper- und Kopfform darauf schließen lassen - bei näherer Beobachtung stellte sich aber heraus, dass die Art zu den Maulbrütern gezählt werden muss, obgleich sich im Ablaichverhalten viele Parallelen zu schaumnestbauenden Arten abzeichnen.
Eine Ausnahme unter den schaumnestbauenden Arten bildet darüber hinaus eine Population von Betta brownorum aus West-Kalimantan. Während alle anderen bekannten Populationen von B. brownorum Schaumnester bauen, betreibt diese Variante Maulbrutpflege.
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