Guppys
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Datenblatt

Datenblatt: Poecilia reticulata
Deutscher Name:
Guppy
Herkunft:
Mittel- und nördliches Südamerika
Größe:
M 3 W 5 cm
Aquarium
Länge:
60 cm
Inhalt:
54 Liter
Beleuchtung:
Hell bis schattig
Einrichtung:
Pflanzen
Wasserwerte
Temperatur:
25 – 30 °C
ph-Wert:
7,5 – 8
KH:
 °dKH
GH:
15 – 30 °dGH
Verhalten
Anzahl:
2
Bereich:
Mitte
Vermehrung:
Lebendgebährend
Futter:
Allesfresser
Verhalten:
Wird Millionenfisch genannt,, das sagt alles
Schwierigkeitsgrad
Anfänger

Fressen Guppies Pflanzen?

Auf den Pflanzen sitzen Algen und Mikroorganismen. Diese werden von den Guppies gefressen. Es sieht dann so aus, als würden die Guppies die Pflanzen fressen. Die Blätter der Pflanzen werden aber nicht beschädigt.

Können Guppy Männchen ohne Weibchen gehalten werden?


Vergrößerung

Guppys

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: CC Attr. SA 3.0
Urheber: Fanghong

Weil sich Guppies sehr schnell vermehren, liegt der Gedanke nahe, nur Männchen ohne Weibchen zu halten. Ob die Haltung nur von Männchen artgerecht ist, kann sicher diskutiert werden. Die praktischen Erfahrungen sind unterschiedlich.

Die Männchen balzen sich evtl. gegenseitig an. Wenn nur friedliche Männchen vorhanden sind, kommt es dadurch nicht zu Spannungen oder Problemen.

Allerdings sind Guppies nicht immer so friedlich, wie es oft dargestellt wird. Unter den Männchen gibt es auch regelrechte Rabauken. Wenn ruppige Männchen ohne Weibchen gehalten werden, können sie sich untereinander die Schwanzflossen stark zerfleddern.

Es ist deshalb sinnvoller, je Männchen mindestens 1 - 2 Weibchen zu halten. Damit es nicht zuviel Nachwuchs gibt, kann je nach Wasserwerten eine geeignete Fischart dazugesetzt werden, die den Jungguppies nachstellt.

Guppies verändern die Farbe.


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Guppys

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: CC Attr. SA 3.0
Urheber: Fanghong

Bis zu einem Alter von etwa 4 Monaten kann sich die Farbe von Guppies teilweise ändern. Deshalb sollten nur voll ausgewachsene Guppies zur Zucht angesetzt werden.

Brauchen Guppies eine starke Wasserströmung?

Die Stärke der Wasserströmung im Aquarium ist für Guppies kein entscheidender Faktor. So lange die Strömung nicht alles auf- bzw. durcheinanderwirbelt kann die Strömung auch stark sein.

Welche Fische können mit Guppies zusammen gehalten werden?

Guppys
Guppy Männchen
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Foto: Philippe Coulon

Prinzipiell können alle Fische die nicht an Flossen zupfen mit Guppies zusammen gehalten werden. Kampffische sind deshalb nicht geeignet. Geeignet sind z. B. Leuchtwurmsalmler oder Welse der Otoclinclus-Arten. Im Kapitel Vergesellschaftung stehen weitere Erfahrungen.

Guppies im natürlichen Lebensraum:

Filme über Guppyshows:

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Informationen aus der Wikipedia (Mit externen Links)

Dieser Artikel befasst sich mit dem Fisch 'Guppy', andere Bedeutungen siehe Guppy (Begriffsklärung)
Guppy
Systematik
Unterordnung: Cyprinodontoidei
Familie: Poeciliidae
Unterfamilie: Lebendgebärende Zahnkarpfen (Poeciliinae)
Gattung: Poecilia
Untergattung: Guppys (Acanthophacelus)
Art: Guppy
Wissenschaftlicher Name
Poecilia reticulata
Peters, 1859
Männchen

Der Guppy (Poecilia reticulata) ist einer der beliebtesten Süßwasser-Aquarienfische. Der lebendgebärende Guppy vermehrt sich im Aquarium sehr schnell.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Namensherkunft

Der Name ?Guppy? geht auf Robert John Lechmere Guppy (1836?1916) zurück, der im Jahre 1866 dem Britischen Museum mehrere Exemplare der Spezies sandte, die er auf Trinidad gesammelt hatte. Da man annahm, die Fische seien mit den bereits bekannten Poecilia reticulata nicht identisch, wurde die Art zunächst als eigene Spezies unter der Bezeichnung Girardinus guppyi beschrieben. Auch wenn die Identität der Guppys mit Poecilia reticulata heute weitgehend unbestritten ist, ist ihnen der damalige Name geblieben.[1]

[Bearbeiten] Verbreitung

Das natürliche Verbreitungsgebiet umfasst das nördliche Südamerika und einige vorgelagerte Inseln in der Karibik. So existieren Guppy-Populationen in West-Venezuela und Guyana sowie auf den Inseln der Niederländischen Antillen, auf Trinidad, Barbados, Grenada, Saint Thomas, Antigua und den Inseln über dem Winde. Als Neozoon ist er darüber hinaus in tropischen und subtropischen Gewässern weltweit verbreitet, da er vielfach zur Moskitobekämpfung eingeführt oder von Aquarianern ausgesetzt wurde.[2][3] Auch in Deutschland wird er als Neozoon gelistet.[4] Das Vorkommen beschränkt sich aber auf Thermalquellen und deren Bäche oder auf die Ausläufe von Kühl- oder Klärwässern von Kraftwerken und Industrieanlagen.

[Bearbeiten] Erscheinungsbild

Die Männchen der Zuchtformen werden ohne Schwanzflosse knapp 3 cm groß, die Weibchen bis über 6 cm. Die Wildformen bleiben deutlich kleiner, Männchen bis 2,5, Weibchen bis 4,5 cm. Der Guppy zeigt einen ausgeprägten Geschlechtsdimorphismus. Die Männchen sind kleiner, schlanker und farbenprächtiger als die Weibchen. Außerdem haben sie ein Gonopodium, also eine zum Begattungsorgan umformte Afterflosse, die bei Jungguppymännchen bereits im Alter von vier Wochen ansatzweise zu erkennen ist. Guppys sind lebendgebärend. Sie betreiben keine Brutpflege und betrachten ihre Jungen sogar als Beute. Allerdings gilt das nicht für alle Stämme, manchmal bleiben die Jungen unbehelligt.

Sie können bei Zimmertemperatur (möglich: 16-30 °C; optimal: 24-26 °C) gehalten werden. Prachtvolle Importe aus wärmeren Regionen Europas sind anfälliger für Krankheiten, da sie Seewasserzusatz und möglicherweise Antibiotika gewohnt sind. Im Heimaquarium haben sie oft nur eine sehr kurze Lebenserwartung, jedoch sind ihre Nachkommen nicht so anfällig. Aquarianer sind mit heimischen Nachzuchten, die das hiesige Wasser gewohnt sind, meist besser bedient.

[Bearbeiten] Züchtung der Guppys

Bereits mit drei Monaten werden die Weibchen geschlechtsreif (Männchen früher), wobei sie bereits einige Zeit vor der ersten Trächtigkeit befruchtet werden können, da sie den Samen speichern. Dieser Vorrat reicht für bis zu elf Würfe aus, bei denen die einzelnen Würfe ca. 20 Junge zur Welt bringen. Will man aus züchterischen Gründen sicher sein, von welchem Männchen die Jungen stammen, sollte man die Weibchen bereits vor der 4. Lebenswoche von den Männchen trennen. Im Normalfall werden die Männchen in ein anderes Becken gesetzt, sobald sie sich als solche zu erkennen geben. Das Weibchenbecken muss weiter scharf kontrolliert werden, um kein Spätmännchen zu übersehen, was die Zucht einige Monate zurückwerfen kann. Auf die Gesundheit der Weibchen hat eine frühe Trächtigkeit keinen negativen Einfluss. Weibchen, die lange ohne Männchen aufwuchsen, wird aber manchmal eine verminderte Fruchtbarkeit nachgesagt. Man kann ein Männchen von einem Weibchen unterscheiden, indem man die Afterflosse genau betrachtet: Bei Männchen ist diese schmaler und länglicher, bei Weibchen breiter und fächerförmig. Wenn es allerdings schnell schwimmt, wird auch die Afterflosse eines Weibchens ähnlich der eines Männchens. Darauf zu achten ist wichtig, wenn die Fische noch relativ jung sind und die Männchen noch keine bunte Farbe bekommen haben. Außerdem sind Weibchen fülliger und kräftiger als Männchen. Aus der Wildform sind vielfältige Zuchtformen geschaffen worden. Sowohl professionelle Züchter als auch Anfänger widmen sich seit vielen Jahrzehnten dem Guppy, und heute existiert eine überwältigende Fülle an Farben, Mustern und Formen. Es sind aber bei weitem noch nicht alle Grenzen ausgelotet. Regelmäßig kommen neue Farbformen zu den bereits existierenden hinzu. Dabei gibt es für die Zucht von so genannten Guppy-Stämmen internationale Regeln, welche die verschiedenen Zuchtformen beschreiben. Die Stämme werden nach der Beflossung in verschiedene Guppyarten unterteilt.

[Bearbeiten] Verschiedene Guppyformen

Großflosser (A-D): Fächerschwanz, Triangelschwanz, Schleierschwanz, Fahnenschwanz; Schwertflosser (E-H): Doppelschwert, Obenschwert, Untenschwert, Leierschwanz; Kurzflosser (I-L): Spatenschwanz, Speerschwanz, Rundschwanz, Nadelschwanz
Ein Doppelschwertguppy

Zusätzlich zu den verschiedenen Flossenformen werden noch die verschiedenen Grund- und Deckfarben unterschieden. Der festgelegte Standard der Guppyzüchter IHS, Internationaler Hochzucht-Standard, lässt zwölf verschiedene Formen zu. Hauptsächlich die Form der Rücken- und Schwanzflosse und eine ansprechende Färbung sind Zuchtziele, die Vitalität und Fruchtbarkeit der Tiere sollte aber auch nicht vernachlässigt werden. In Deutschland finden derzeit bis zu sieben Ausstellungen jährlich statt, auf denen zwischen 130 und 250 Trios von Guppys zu sehen sind.

[Bearbeiten] Endlers Guppy

Als eigene Art ist der so genannte Endlers Guppy zu sehen. Wild lebend ist er bis jetzt in einer Süßwasserlagune in Venezuela sowie umgebenden Gewässern nachgewiesen. Aufgrund von Biotopzerstörungen existiert er nicht mehr in der Laguna dos Patos, wohl aber noch in anderen Gewässern dieses Bereichs. Sein Name lautet Poecilia wingei Poeser, Kempkes & Isbrücker, 2005. Der Bau und die zum ?normalen? Guppy andere Ausprägung des Gonopodiums ließen diese Neubeschreibung zu. Die selteneren, relativ rein erhaltenen Exemplare ähneln sehr den Wildformen. Die Endler sind etwas kleiner als die bekannten, in jeder Zoohandlung zu findenden Zuchtformen, dafür aber sicher ebenso farbig.

[Bearbeiten] Guppys und die Verhaltensbiologie

Das Fortpflanzungsverhalten der Guppys ist unter anderem durch einen Nachahmungseffekt geprägt. Wie verschiedene Untersuchungen belegen konnten, wählen Guppyweibchen als Geschlechtspartner bevorzugt Männchen, die schon zuvor von anderen Weibchen ausgewählt wurden, und lehnen Partner ab, die bereits von anderen Weibchen ebenfalls abgelehnt wurden. Männliche Guppys bedrängen außerdem Weibchen anderer Fischarten, die den eigenen Weibchen ähnlich sehen, und verhinderten so, dass sich diese paaren. Die aggressive Annäherung von Guppys an fremde Weibchen hat zur Folge, dass diese selbst den Männchen der eigenen Art ausweichen und sich nicht mehr fortpflanzen. So verdrängen Guppys ihre Konkurrenten und sichern sich den Zugang zu Nahrungsquellen.[5]

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. http://www.guppy-info.de/nameuverbreitung.html 26. August 2011
  2. Introductions of Poecilia reticulata auf Fishbase.org
  3. Michael Kempkes: Poecilia reticulata als Neozoon auf dglz.de, abgerufen am 17. Oktober 2011.
  4. Christian Wiesner, Christian Wolter, Wolfgang Rabitsch, Stefan Nehring: Gebietsfremde Fische in Deutschland und Österreich und mögliche Auswirkungen des Klimawandels, BfN-Skripten 279, Bonn 2010, S. 12 (PDF-Datei; 12,7 MB).
  5. www.sueddeutsche.de: Sexmaschinen des Tierreichs. Süddeutsche Zeitung, 24. Januar 2008.

[Bearbeiten] Literatur

  • Hans Luckmann: Guppys. Pflege und Zucht von Hochzucht-Guppys. Frankh'sche Verlagshandlung, Stuttgart, 1978, ISBN 3-440-04642-7
  • Manfred K. Meyer, Lothar Wischnath, Wolfgang Foerster: Lebendgebärende Zierfische: Arten der Welt. Mergus Verlag für Natur- und Heimtierkunde Baensch, Melle 1985, ISBN 3-88244-006-6
  • Bernhard Teichfischer: Guppy, Platy, Schwertträger und Molly: Zuchtformen der Lebendgebärenden. Dähne Verlag, Ettlingen 2004, ISBN 3-921684-64-1

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Guppy ? Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien


Text und Bilder der Zusatzinformation stammen aus dem Artikel Guppy der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU Free Documentation License. Die Liste der Autoren ist in der Wikipedia unter dieser Seite verfügbar, der Original-Artikel lässt sich hier bearbeiten.




Seite wurde zuletzt am 04.01.2012 18:13 Uhr geändert
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