Endlers Guppys
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Endlers Guppy ist eine Wildform.


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Endlers Guppy Männchen

Foto: Cordula Schmidt

Der so genannte Endlers Guppy, Poecilia wingei, ist eine Wildform aus Venezuela und aus Bächen auf Trinidad. Der deutsche Name leitet sich vom Biologen John Endler ab, der erforscht hat, welche Faktoren die Färbung von Endlers Guppies beeinflussen.

Es handelt sich um einen Doppelschwertguppy, bei dem das obere Schwert deutlich kleiner ist. Die Schwanzflosse der Männchen ist rund. Nur die Zeichnung darauf sieht aus wie ein Doppelschwert. Die Schwerter sind farblich kräftig gefärbt. Auf den Seiten hat der Endlers Guppy einen dunklen Balken.

Wie viele Wildformen, ist Endlers Guppy kleiner als die Guppies, die normalerweise im Handel sind. Weibchen sind vom Kopf bis zur Schwanzflossenspitze etwa 4 cm lang, die Männchen ca. 3 cm.


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Endlers Guppy Männchen

Foto: Cordula Schmidt

Der Nachwuchs entspricht genau den Elterntieren. Die Variationsbreite des Nachwuches ist wesentlich geringer als bei "normalen" Guppies. Die Vererbung ist im Gegensatz zu Wildguppies nahezu rein.
Mit dem Guppy ist Endlers Guppy so eng verwandt, dass sie sich kreuzen. Auf Guppyhochzucht-Ausstellungen wurden bereits Hochzuchtguppies mit der typischen Zeichnung von Endlers Guppy ausgestellt. Wie beim normalen Guppy ist die Zucht sehr einfach.

Bei Wildformen sollte grundsätzlich keine Selektion betrieben werden. Es werden nur Ausreißer in Form, Farbe oder Flossen aussortiert. Ansonsten sollten die Jungen zusammen gehalten werden und der Natur ihren Lauf gelassen werden. Auch wenn sich Tochter mit Vater oder Bruder mit Schwester miteinander vermehren bleibt der Genpool komplett erhalten. Inzucht ist nicht zu befürchten.

Was Endlers Guppies fressen

Gefressen wird bevorzugt Lebendfutter, z. B. Cyclops, Artemia, kleine Wasserflöhe, Weiße Mückenlarven und Grindal. Flockenfutter, fein zerriebenes Flockenaufzuchtfutter, Futtertabletten und Frostfutter werden ebenfalls genommen. Möglicherweise sind einige Endlers wählerisch und nehmen nur Lebendfutter wie Cyclops und Artemia.

In welchem Wasser können Endlers Guppies gehalten werden?


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Endlers Guppy Männchen

Foto: Cordula Schmidt

Endlers Guppies können langsam an fast jedes Wasser gewöhnt werden. Allerdings scheinen sie sich in dem Wasser in dem sie aufgewachsen sind, wohler zu fühlen.
Bei zu niedriger Karbonathärte, z. B. unter 14, treten nach mehreren Berichten weißliche Beläge und zerfranste Flossen auf. Ursache ist scheinbar ein Befall mit Bakterien, der mit Antibiotika behandelt werden muss. Die Symptome verschwinden nach diesen Berichten ohne Behandlung, wenn die Karbonathärte erhöht wird.
Nach anderen Berichten fühlen Endlers Guppies sich in Wasser mit einer Gesamthärte von 7 - 12 dGH, einer Karbonathärte von bis zu 3° dKH und einem pH-Wert von 6,8 bis 7,5 wohl. Diese Tiere erkrankten, wenn sie in härteres Wasser umgesetzt wurden.


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Endlers Guppy Männchen

Foto: Cordula Schmidt


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Endlers Guppy Männchen

Foto: Cordula Schmidt


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Endlers Guppy Männchen

Foto: Cordula Schmidt


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Endlers Guppy Männchen

Foto: Cordula Schmidt


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Endlers Guppy Männchen

Foto: Cordula Schmidt


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Endlers Guppy Männchen

Foto: Cordula Schmidt


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Poecilia wingei - Endler's Guppy

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: CC Attr. SA 2.5
Urheber: Silvana Gerick


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Poecilia wingei

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: CC Attr. SA 3.0
Urheber: VDWIKI


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Poecilia wingei Weibchen

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: CC Attr. SA 3.0
Urheber: Marrabbio2


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Poecilia wingei var. "black bar" Männchen

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: CC Attr. SA 3.0
Urheber: Marrabbio2

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Informationen aus der Wikipedia (Mit externen Links)

Endlers Guppy
Systematik
Unterordnung: Cyprinodontoidei
Familie: Poeciliidae
Unterfamilie: Lebendgebärende Zahnkarpfen (Poeciliinae)
Gattung: Poecilia
Untergattung: Guppys (Acanthophacelus)
Art: Endlers Guppy
Wissenschaftlicher Name
Poecilia wingei
Poeser, Kempkes & Isbrücker, 2005

Endlers Guppy (Poecilia wingei) ist ein Lebendgebärender Zahnkarpfen, der endemisch im nördlichen Venezuela vorkommt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Entdeckungsgeschichte

Endlers Guppy wurde nachweislich zuerst 1937 von Franklyn F. Bond auf der Halbinsel Paria gefangen und in die USA verschickt. Den konservierten Exemplaren schenkte allerdings niemand Beachtung, da man sie für gewöhnliche Guppys hielt. Im Jahr 1975 fing der Evolutionsbiologe John A. Endler in der ausgesüßten Laguna de los Patos in der Nähe der Stadt Cumaná einige außergewöhnliche Guppys und gab die Exemplare an den Ichthyologen und Taxonomen Donn Rosen vom American Museum of Natural History weiter. Dieser verstarb allerdings, bevor er die Fische beschreiben konnte, hatte aber einige lebende Exemplare vorher an den Genetiker Klaus Kallmann weitergegeben, der im New York Aquarium arbeitete. Über Kallmann gelangten Fische zu Fischzüchtern, die ihre Nachkommen als Endlers Guppys vertrieben. 2004 untersuchten zwei Ichthyologen Guppys aus der Umgebung von Cumaná und kamen zu dem Schluss, dass diese zwar noch keine eigenständige Art seien, aber deutliche Unterschiede zum Gewöhnlichen Guppy (Poecilia reticulata) aufwiesen. Die Erstbeschreibung einer neuen Guppyart aus der Campoma-Lagune in der Nähe von Cariaco erfolgte 2005 durch Poeser, Kempkes und Isbrücker als Poecilia wingei; im Jahre 2009 wurde durch den Vergleich molekularer Daten nachgewiesen, dass die Guppys von Cumaná und die von Campoma identisch sind und die Cumaná-Guppys somit auch Poecilia wingei zuzuordnen sind.

[Bearbeiten] Verbreitung und Lebensraum

Endlers Guppy bewohnt das nördliche Venezuela und kommt dort ausschließlich in zwei geographisch voneinander getrennten Gebieten im Bundesstaat Sucre, in der Campoma-Lagune, bei Cariaco und in den Wasserläufen des umgebenden sumpfigen Geländes, insgesamt ein Gebiet von etwa 100 x 50 km, und in der durch Müll und auslaufendes Öl stark verschmutzten Laguna de Patos sowie zwei weiteren Gewässern bei der Stadt Cumana vor. Die Region ist durch Ausläufer der Anden vom restlichen Venezuela isoliert. Jenseits der Berge kommen nur noch Gewöhnliche Guppys vor. Die Population bei Cumana hat auch Kontakt zu Brackwasser.

Da Endlers Guppy nur ein kleines Verbreitungsgebiet hat ist er im Vergleich zum gewöhnlichen Guppy wesentlich weniger anpassungsfähig. In seinem Lebensraum kommt er vor allem in ufernahen Bereichen vor. Weitere dort beobachtete Fische sind piranhaartige Salmler, cichlasomatine Buntbarsche und die räuberischen Hechtkamm-Buntbarsche (Crenichichla sp.) die zu den Fressfeinden von Endlers Guppy gehören.

[Bearbeiten] Merkmale

Weibchen

Endlers Guppy unterscheidet sich vom Gewöhnlichen Guppy durch die Farbe der Männchen, den Bau des Gonopodiums, sowie einen leichten metallischen Schimmer bei den Endlers Guppy-Weibchen. Wie der Gewöhnlichen Guppy weist Endlers Guppy einen deutlichen Geschlechtsdimorphismus auf. Die Weibchen sind größer als männliche Guppys und erreichen eine Standardlänge von etwa 2 bis 2,9 cm. Sie sind schlicht gräulich-beige gefärbt und kräftig gebaut. Geschlechtsreife Weibchen weisen einen deutlich erkennbaren Trächtigkeitsfleck auf. Die Flossen sind nicht ausgezogen.

Männliche Endlers Guppy werden nicht mehr als 1,5 bis 1,96 cm lang. Wie beim Gewöhnlichen Guppy können einige Flossenstrahlen der Rücken- und der Schwanzflosse verlängert sein. Zudem sind sie durch allerlei Flecken und Bänder bunt gemustert. Charakeristich ist ein schwarzes Band in der Körpermitte.

Bei Endlers Guppy wird die Rückenflosse von 6 bis 7 Flossenstrahlen gestützt, die Afterflosse von 9 und die Schwanzflosse von 12-14 Strahlen. Bei den Männchen ist die Afterflosse zu einem Begattungsorgan, dem Gonopodium umgeformt. Die ersten beiden Afterflossenstrahlen sind kurz, die dritte, vierte und fünfte sind verlängert und bilden eine Rinne zum Spermientransfer, die Flossenstrahlen 6, 7, 8 und 9 sind verkürzt. Die Anzahl der kammartig angeordneten Stacheln auf dem dritten Flossenstrahl des Gonopodiums beträgt 14 bis 18.

[Bearbeiten] Fortpflanzung

Endlers Guppy ist vivipar (lebendgebärend). Die Weibchen werfen in Intervallen von 28 bis 43 Tagen maximal 40 Jungfische.

[Bearbeiten] Literatur

  • Fred N. Poeser, Michael Kempkes, Isaäc J. H. Isbrücker: Description of Poecilia (Acanthophacelus) wingei n. sp. from the Paría Peninsula, Venezuela, including notes on Acanthophacelus Eigenmann, 1907 and other subgenera of Poecilia Bloch and Schneider, 1801 (Teleostei, Cyprinodontiformes, Poeciliidae). In: Contributions to Zoology. 74 (1/2) (2005). (online)
  • Michael Kempkes: Die Guppys. Westarp Wissenschaften, Hohenwarsleben 2010, ISBN 978-3-89432-875-7. (Neue Brehm-Bücherei Bd. 662)

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Poecilia wingei ? Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


Text und Bilder der Zusatzinformation stammen aus dem Artikel Endlers_Guppy der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU Free Documentation License. Die Liste der Autoren ist in der Wikipedia unter dieser Seite verfügbar, der Original-Artikel lässt sich hier bearbeiten.




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