Ist Quarzsand als Boden in einem Diskusbecken geeignet?
Diskus wühlen den Boden durch Blasen auf, um an Futter oder Futterreste zu kommen. In den Heimatgewässern der Diskus ist der Boden locker und großflockig. Unter teilweise vermodertem Falllaub leben Insektenlaven und Süßwassergarnelen. Das Falllaub wird angeblasen, damit Fressbares freigelegt und aufgewirbelt wird.
Dabei fressen Diskus unter Umständen Sand mit. Der Sand wird durch die Kiemen wieder herausgelassen.
Feinkörniger, gebrochener Kies im Aquarium kann dabei zumindest theoretisch zu Kiemenverletzungen führen. Gebrochener Kies ist scharfkantig.
In den Kiemen der Fische sind Blut und Wasser auf weiten Strecken nur von einer Schicht Zellen getrennt. Diese Schicht kann durch die messerscharfen Grate von solchem Sand verletzt werden.
Als Selbstversuch werden in einen Zahnputzbecher Wasser und zwei Esslöffel Sand gegeben. Damit wird der Mund kräftig gespült. Wenn das Zahnfleisch danach geschwollen ist, kann man nachfühlen, wie es einem Fisch geht, der scharfen Sand durch die Kiemen lässt.
Die Helligkeit des Sands spielt eine untergeordnete Rolle. Heller Sand führt sicher nicht zum Unwohlsein der Diskus. Auch im natürlichen Lebensraum der Diskus gibt es hellen Sand. Allerdings sind darüber mehrere Meter dunkles, Licht schluckendes Wasser und ein Regenwald. Die Beleuchtung sollte also nicht zu stark sein.
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