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Für Diskus geeignete Aquarien


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Diskusbecken

Foto: Otto Baumann

Wie viele Diskus mindestens in einem Becken gehalten werden können bzw. sollten, kann nicht pauschal gesagt werden. Eine Gruppe ist natürlich besser als 4 Stück. In einem 160 x 80 x 60 Becken können 6 bis 8 Diskus und einige andere Fische als Gesellschaft gehalten werden.

In einem Aquarium der Größe 130 x 50 x 60 Zentimeter können 4 bis 6 Diskus gehalten werden. Pro Diskus sollten mindestens 50 Liter Wasser zur Verfügung stehen. Teilweise werden sogar 75 bis 100l Wasser pro Diskus empfohlen.

Neben der relativ hohen Wasserbelastung durch die Ausscheidungen der Diskus sind die Revierkämpfe problematisch. Bei zu kleinem Platzangebot werden einzelne Fische unterdrückt. Diese Tiere sind anfällig für Krankheiten.


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Diskusbecken

Foto: Otto Baumann

Ein Aquarium für Diskus sollte möglichst hoch sein. Bei z. B. 50 Zentimeter Beckenhöhe können 10 Zentimeter für den Boden und 5 Zentimeter für den Abstand vom Wasserspiegel bis zur Oberkante abgezogen werden. Es bleiben also nur noch 35 Zentimeter Wassertiefe. Ein ausgewachsener Diskus von 20 Zentimeter hat also nur noch 7,5 cm freien Schwimmraum über und unter sich. Das ist sehr beengt.

Ein Aquarium für Diskus muss mindestens 60 Zentimeter Höhe und 50 Zentimeter Tiefe haben. Gut sind Aquarien mit 75 Zentimeter Beckenhöhe, bei denen immer ausreichend Platz bleibt.

Die wichtigsten Haltungsbedingungen für Diskus


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Diskus (Golden)

Foto: Otto Baumann

Einige Aquarianer halten Diskus bereits in nicht zu hartem Leitungswasser. Das ist angeblich unproblematisch, wenn nicht gezüchtet werden soll, viel Frostfutter gefüttert wird und das Wasser häufig gewechselt wird.

Besser ist es, den Tieren möglichst artgerechte Bedingungen zu bieten. Das Wasser für Diskus muss weich sein. Geeignet ist z. B. mit Spurenelementen und Huminstoffen angereichertes Osmosewasser. Sauberes Regenwasser ist ebenfalls geeignet. Huminstoffe können mit Torf oder TR7 von der Firma Dennerle hinzugefügt werden. Torumin von Tetra ist wegen des Phosphatgehalts weniger empfehlenswert.

Geeignete Wasserwerte:

  • Karbonathärte: 1 bis 3 KH
  • Gesamthärte: 6 bis 7 GH
  • Temperatur: 28°
  • pH-Wert: 6,5 - 7
  • Leitwert: 300

Die Karbonathärte kann noch niedriger sein, z. B. 1 dKH. Nicht alle Pflanzen vertragen eine so niedrige Karbonathärte. Es gibt aber zahlreiche Pflanzen, die solche Werte vertragen, so dass auch dann keine pflanzenlosen Aquarien notwendig sind.

Als Filtermedium reicht blauer Schaumstoff aus.

Über die empfehlenswerte Temperatur gibt es unterschiedliche Meinungen und Erfahrungen.

Durch ausgiebige Wasserwechsel muss das Wasser sauber gehalten werden. Wichtig scheint die Vermeidung von Fäulnisherden zu sein, z. B. im Boden oder durch die Fütterung.

Als Futter geeignet ist Lebendfutter, Frostfutter und gutes Granulatfutter.

Mit welchen Arten Diskus zusammen gehalten werden können


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Diskus (Leopard)

Foto: Otto Baumann

Panzerwelse sind eine gute Gesellschaft für Diskus. Panzerwelse belieben relativ klein. Sie beseitigen Nahrungsreste, die auf den Boden fallen und schnappen den Diskus das Futter nicht vor der Nase weg. Allerdings benötigen einige Panzerwelsarten kühleres Wasser als der für Diskus. Häufig werden Pandapanzerwelse mit Diskus vergesellschaftet.

Diskus sind Allesfresser. Sie fressen schonmal Fischlarven und kleinste Jungfische. Ausgesprochene Räuber sind Diskus aber nicht. Sie sind eher friedlich bzw. faul. Es ist durchaus möglich, dass sich in einem Diskusbecken z. B. Salmler erfolgreich vermehren.

In warmem Wasser sinkt aber bei vielen Fischarten die Lebenserwartung, z. B. beim Roten Neon. Otocinclus mögen die Temperaturen über 28° überhaupt nicht und überleben selten auf Dauer. Außerdem werden Diskus stark von Otocinclus belästigt, die die Diskushaut praktisch abweiden.

Keilfleckbarben sind als Gesellschaft ungewöhnlich, passen aber erstaunlich gut.

Garnelen werden gerne von Diskus gefressen. In einigen Fällen werden Garnelen aber problemlos mit Diskus zusammen gehalten.

Fressen Diskus Pflanzen?

Normalerweise fressen Diskus keine Pflanzen. Nach einigen Berichten knabbern sie aber frische Triebe von Stängelpflanzen ab, wenn sie nicht genug Pflanzenfutter, z. B. Spirulina, bekommen. Scheinbar haben Diskus einen Mangel an pflanzlichen Stoffen, wenn sie z. B. längere Zeit nur Tiefkühlfutter ohne Grünanteil bekommen. Der Mangel wird dann an den Pflanzen gestillt. Wenn sie wieder Grünfutter erhalten, fressen sie auch nicht mehr an den Pflanzen.

Können Diskus in bepflanzten Aquarien gehalten werden?


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Diskus (Leopard Snake Skin)

Foto: Otto Baumann

Auf Bildern zum Thema Diskus sind immer wieder völlig leere Becken zu sehen. Außer Wasser, einem Ablaichkegel und den Fischen ist nichts in den Becken. Einige Diskushalter bringen keinen Bodengrund in das Becken ein und halten Pflanzen in Blumentöpfen.
Das geschieht ausschließlich aus hygienischen Gründen. In einem solchen Zuchtwürfel ist es erheblich einfacher, den Fressbedarf und die gute Wasserqualität zu vereinbaren. Eine gezielte Fütterung der Jungfische in den ersten Wochen ist sehr wichtig und kann in einem dicht bepflanzten Becken nicht optimal erfolgen.
Bodengrund kann aber verwendet werden. Auch einige Wurzeln und wenige Pflanzen stören nicht.
Im Pflanzenbecken sind immer Kompromisse notwendig. 30° Temperatur, saures Wasser und die Ausscheidungen der Fische sind mit einigen Pflanzen nur sehr schwierig vereinbar.
Trotzdem gibt es genug Pflanzen, die für Diskusbecken geeignet sind. Verschiedene Farne, Amazonasschwertpflanzen und Cryptocorynen kommen mit solchen Bedingungen gut klar.

Manchmal wird behauptet, dass Diskus in stark bepflanzten Aquarien sozialem Stress ausgesetzt und anfällig gegen Bakterien und Parasiten sind.

Gesunde und abwechslungsreich ernährte Fische können Bakterien und Parasiten allerdings bestens paroli bieten. Vor allem produzieren stark bepflanzte Becken nicht mehr bedrohliche Bakterien und Parasiten, als unbepflanzte Becken. Vermutlich handelt es sich bei solchen Aussagen um eine Fehlinterpretation.
Bepflanzte Becken bieten oft nur einen Freiraum, der dann einem Revier entspricht. Der versteckreiche Raum bietet dann zahlreiche Rückzugsmöglichkeiten für unterdrückte Diskus.
Ein unterdrückter Diskus, der sich erfolgreich und dauerhaft verstecken kann, verkümmert auf Dauer. Die Tiere müssen sich ihren Konkurrenten stellen und sollten bei der Fütterung ihren Futterneid ausleben.
Im Idealfall verteilen sich die Aggressionen gleichmäßig unter allen Tieren. Die Aggressionen dürfen sich nicht auf ein Tier konzentrieren.
Trotzdem können auch in einem dicht bepflanzten Becken Diskus gepflegt werden. Es sollte dann aber möglich sein, resignierende Diskus in einem Zweitbecken unterzubringen. Die dauerhafte Pflege von Diskusfischen in einem Schaubecken ohne Ausweichmöglichkeiten ist gewagt.

Viele Diskushalter halten ihre Diskus in bepflanzten Aquarien. Nur zur Zucht werden Becken ohne Bodengrund und Pflanzen genutzt.

Die Menge der Pflanzen ist nicht so wichtig wie die Art der Bepflanzung. Diskus ziehen sich gerne zwischen langstielige Pflanzen zurück. Oft stehen sie gedeckt zwischen den Pflanzen und beobachten was der Halter vor dem Aquarium treibt.
Trotzdem muss ausreichend Schwimmraum vorhanden sein. Tigerlotus sind ebenfalls geeignete Pflanzen. Die großen Blätter dunkeln das Becken ab, was Diskus gefällt. Wegen der langen Stiele bleibt auch bei guter Bepflanzung genug Schwimmraum für die Diskus.

Eine zu starke Bepflanzung in einem Diskusbecken ist aber nicht sinnvoll. Die Fütterung und Reinigung wird erschwert. Zudem entspricht ein stark bepflanztes Becken nicht dem natürlichen Biotop der Diskus. Eine zu starke Bepflanzung macht auch viele Eingriffe zur Pflege erforderlich, die Unruhe in das Aquarium bringen.

Wasserwechsel immer mit temperiertem Wasser durchführen.

Diskus vertragen keine größeren Temperaturschwankungen. Am Besten ist ein automatischer Wasserwechsel, der über längere Zeit erfolgt. Auf jeden Fall muss beim Wasserwechsel das Wasser langsam laufen, oder es wird täglich nur wenig Wasser gewechselt.
Wasser aus dem Warmwasserhahn darf zum Temperieren nur verwendet werden, wenn kein Kupfer in das Wasser kommen kann.

Weitere Informationsquellen

Diskusweb
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