Diskus
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Ab welchem Alter bzw. welcher Größe man Diskus kaufen kann

Mit einer Größe von 5 - 7 Zentimeter sind Diskus ungefähr 1 - 2 Monate alt. Käufer kleiner Diskus sollten Erfahrung und sehr viel Zeit haben.

Tiere in diesem Alter müssen ständig abwechslungsreich gefüttert werden. Zwei Mal am Tag ist z. B. viel zu selten und führt mit Sicherheit zu Wachstumsproblemen. Die Form wird unrund oder die Tiere bleiben in der Größe zurück. Diese Mängel wachsen auch nicht mehr heraus.

Schon das Umsetzen kann zu solchen Mängeln führen, weil Diskus nach dem Umsetzen oft einige Tage nicht gut fressen.

Diskus, die größer als 12 Zentimeter sind, sind schon fast ein Jahr alt und halb erwachsen. Solche Tiere sind wesentlich unproblematischer. Leider sind sie dadurch natürlich auch viel teurer.

Gibt es bei Diskus Ehekrisen?

Auch harmonierende Paare, die schon mehrfach abgelaicht haben, können sich streiten. Das Männchen kann so aggressiv gegen das Weibchen werden, dass sich das Weibchen ständig versteckt und schreckhaft wird.

In der Regel finden die Paare nach einiger Zeit wieder zusammen. Es kann aber vorkommen, dass sich das Männchen bei den nächsten Laichgängen alleine um die Eier kümmert und das Weibchen unerwünscht ist. Auch das gibt sich normalerweise wieder.

Wenn sich ein Paar ganz extrem streitet, kann es z. B. mit einem Gitter getrennt werden.

Sind Diskus Kannibalen?

Wenn Diskus kurz vor dem Ablaichen stehen, kann es vorkommen, dass junge Diskus vorheriger Nachzuchten die Schleimhäute des Brutpaars anknabbern. Sie verhalten sich so, wie Diskusbabies, die von den Eltern mit Sekret versorgt werden.
Dieses Verhalten wurde z. B. bei 5 Zentimeter großen Jungtieren beobachtet, die seit ca. 2 Monaten mit den Großen zusammen in einem Aquarium lebten. Die älteren Tiere erlitten dadurch fast richtige Wunden, d. h. helle Stellen.

Normalerweise verscheuchen die älteren Tiere die Jungen, wenn diese knabbern wollen. Wenn dies nicht geschieht, sollten die Tiere getrennt werden.

Warum bleibt ein Diskus klein und magert ab?

Diskus bilden eine Rang- bzw. Hackordnung. In der Natur überleben nur die stärksten Diskus, damit die Art in einem optimalen Zustand bleibt. Ein Mickerling würde irgendwann von Fressfeinden vertilgt werden.

Im Aquarium spiegelt die Hackordung wider, dass die Tiere unterschiedlich schlecht mit den Haltungsbedingungen zurecht kommen. Diskus reagieren darauf sehr individuell. Es wird deshalb immer einen kleinsten Fisch geben.

Rangniedrige Diskus können von den anderen Diskus so stark gejagt werden, dass sie fast kein Futter mehr bekommen. Weil sie deshalb nur wenig fressen magern sie ab und bleiben in der Größe immer weiter zurück und bleiben kleiner als die anderen Tiere.

In solchen Fällen sollte das unterdrückte Tier in ein anderes Aquarium gesetzt werden, z. B. in ein 100 Liter Becken. Dort kann überprüft werden, ob der Diskus ohne Konkurrenz frisst. Sonst besteht die Gefahr, dass die Unterdrückung bis zum Tod des Tieres führt.

Wenn sich ein Diskus in Zeitlupe leicht nach vorn gebeugt bewegt, ist er wahrscheinlich von Darmparasiten befallen. Das Tier sollte in ein getrenntes Aquarium mit Versteckmöglichkeiten gesetzt werden. Das Aquarium wird mit Wasser aus dem Hauptaquarium befüllt. Die Temperatur wird auf 34° erhöht. Täglich werden 50 % Wasser durch abgestandenes und vortemperiertes Wasser ersetzt. Medikamente können bei Disus fatale Folgen haben.

In der Regel fressen erkrankte Tiere nach rund acht Tagen Dauerbad wieder normal.

Das Temperaturbad sollte etwa 10 Tage lang durchgeführt werden.

Neue Diskus in eine bestehende Gruppe integrieren

Wenn zu einer bestehenden Gruppe ein neuer Diskus gesetzt wird, kann es zu Anpassungsschwierigkeiten kommen.

Bei Diskus wird oft vergessen, dass sie auch Buntbarsche sind. Besonders neue Tiere werden mit mehreren Problemen gleichzeitig konfrontiert. Wasser, Licht, Umgebung usw. sind ungewohnt und neue Tiere stehen in der Rangordnung erst einmal ganz unten.


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Symphysodon discus

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: CC Attr. 3.0
Urheber: Doronenko

Selbst wenn der neue Diskus wesentlich größer ist als die vorhandenen Tiere, sind diese doch in der Regel eingewöhnt, gesund und lebhaft. Der neue Diskus ist dagegen durch das Umsetzen, die neue Umgebung usw. geschwächt. Deshalb wird der neue Diskus unter Umständen von den anderen attackiert, um die Rangordnung neu auszukämpfen. Wenn das neue Tier aufgrund der Umstellung und der Attacken nicht frisst, besteht die Gefahr, dass der Diskus eingeht.

Wenn keine direkte Todesgefahr besteht, sollte der Neuling nicht von den anderen Tieren getrennt werden. Sonst wird das Auskämpfen der neuen Rangordnung nur auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

Fall möglich, sollte die Temperatur für einige Tage auf etwas über 30° C erhöht werden. Der Stoffwechsel des Neulings wird so erhöht und die Umsetzprobleme werden etwas gepuffert. Durch die Fütterung von viel Lebendfutter sollte seine Gier geweckt werden.

Bilden Diskus Rudel aus gleichen Farbschlägen?

Es wurde beobachtet, dass ein kleiner Rottürkis einen neuen, großen Rottürkis gegen Angriffe von drei Snake-Mischlingen verteidigte.

Diskus verständigen sich unter Anderem auch durch Farbänderungen, z. B. die Streifenzeichnung. Möglicherweise können sich Tiere des gleichen Farbschlags besser verständigen als Tiere unterschiedlicher Farbschläge. So könnte eine gewisse Zusammengehörigkeit bzw. eine Art Rudel entstehen.

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Informationen aus der Wikipedia (Mit externen Links)

Diskusbuntbarsche
Systematik
Ordnung: Barschartige (Perciformes)
Unterordnung: Lippfischartige (Labroidei)
Familie: Buntbarsche (Cichlidae)
Unterfamilie: Cichlinae
Tribus: Heroini
Gattung: Diskusbuntbarsche
Wissenschaftlicher Name
Symphysodon
Heckel, 1840

Diskusfische oder Diskusbuntbarsche (Symphysodon) sind eine Gattung der Süßwasserfische in der Familie der Buntbarsche aus dem Amazonasstromsystem im tropischen Südamerika.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Merkmale

Von allen anderen Cichliden unterscheiden sich Diskusfische durch ihren stark zusammengedrückten und hochrückigen Körperbau. Gemeinsam mit den nicht verlängerten, gerundeten Rücken- und Afterflossen, die aufgrund ihrer starken Beschuppung kaum angelegt werden können, dem langen rundlichen Stirnprofil und der sehr kurzen Schnauze mit kleinem Maul und wulstigen Lippen, bieten sie das Erscheinungsbild der namensgebenden Diskusscheibe. Auch die transparenten, relativ großen Brustflossen, die bis zur Körpermitte reichen, sind abgerundet. Demgegenüber laufen die schmalen und langen Bauchflossen spitz zu. Die jeweilige Körperzeichnung setzt sich in den unpaarigen und den Bauchflossen fort. Immer liegt ein breiter Vertikalstreifen über dem dunkelbraunen bis leuchtend roten Auge. Insgesamt sieben bis neun weitere Transversalstreifen verteilen sich über den Körper; der letzte liegt immer an dem ebenfalls stark beschuppten Schwanzflossenansatz. Je nach Art beziehungsweise Vorkommen treten diese Bänder stimmungsabhängig mehr oder weniger intensiv hervor. Wiederum nach Art oder Vorkommen unterschiedlich treten verschieden intensive blaue und wellige Horizontalstreifen auf. Manchmal nur an der Stirn oder im Kopfbereich, manchmal nur unterhalb der Rückenflosse, aber auch dicht über den ganzen Körper verteilt. Wenige Populationen tragen zwischen der hoch am Körper liegenden Seitenlinie und der Afterflosse eine rötliche Sprenkelzeichnung. Diskusbuntbarsche verfügen über eine deutlich reduzierte Bezahnung des Schlundknochens. Aber die Symphyse, die Nahtstelle zwischen den beiden Kiefern, trägt wenige einspitzige Zähne. Auf dieses besondere anatomische Merkmal nimmt der wissenschaftliche Gattungsname bezug.

[Bearbeiten] Vorkommen

Symphysodon aequifasciatus

Ihr bisher bekanntes, sehr großes Verbreitungsgebiet in Amazonien erstreckt sich von der peruanischen Stadt Iquitos im Westen bis zum Beginn des Amazonasdeltas vor der brasilianischen Atlantikküste. Aus dem Hauptstrom, dem sogenannten Solimoes heraus, haben sich Diskusbuntbarsche die Unterläufe aller großen Amazonas-Zuflüsse erschlossen. Innerhalb dieses riesigen Bereichs, nahe unterhalb des Äquators, sind die Vorkommen nicht geschlossen. Sie liegen zwar dicht beieinander, bleiben aber überwiegend inselartig. Dies hat zur Ausbildung von sehr unterschiedlich gezeichneten und gefärbten Populationen und zur wissenschaftlichen Beschreibung mehrerer Arten und Unterarten geführt.

[Bearbeiten] Ökologie

Zur Ökologie der natürlichen Lebensräume der Diskusbuntbarsche liegen ab den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts sehr gründliche und sorgfältige Untersuchungen des Freiburger Limnologen und Fischereibiologen Prof. Dr. Rolf Geisler vor. Geisler stellte fest, dass Diskusbuntbarsche alle Gewässertypen (Weiß-, Klar-, Schwarz- und Mischwasser) Amazoniens besiedeln. Aber immer ist das Milieu relativ lebensfeindlich, das heißt sehr warm (mindestens 29 bis zu 34,2 °C), im sauren Bereich (pH-Werte zwischen 4 und 6,5) sowie weitestgehend frei von gelösten Mineralien und organischen Belastungen (elektrische Leitfähigkeit < 30 µS/cm, Gesamthärte < 1 °dGH, Gesamtammoniumgehalt < 0,5 mg/l). Diskusbuntbarsche leben in den Ufer- und Überschwemmungsbereichen ihrer Wohngewässer. Ihre Habitate sind in der Regel vegetationsfrei aber durch Wurzeln, Totholz, dicke Falllaubschichten oder überschwemmte Landvegetation strukturiert und dadurch deckungsreich. Gelegentlich bedecken Schwimmpflanzen und "schwimmende Inseln" ihre Biotope. Diskusbuntbarsche werden aber auch über zerklüfteten und scharfkantigen Lavariffen und in felsigen, nischenreichen Uferzonen angetroffen.

Nach den Ergebnissen von Magenuntersuchungen, die Geisler an Diskusbuntbarschen unterschiedlicher Populationen vornahm, ernähren sie sich überwiegend von Zooplankton, Insektenlarven, kleinen Borstenwürmern, kleinen Süsswassergarnelen und pflanzlichem Detritus. Einen besonders großen Anteil an der Ernährung haben Eintagsfliegen-, Zuckmücken- und Büschelmückenlarven. Nahrung, die sich im Bodengrund oder unter pflanzlichem Substrat verbirgt, wird durch anpusten mit einem gezielten Wasserstrahl freigelegt und dann aufgenommen. Offenbar sind alle Diskusbuntbarsche von Parasiten befallen. Vor allem Darmflagellaten und Kiemenwürmer werden als regelmäßige Begleiter festgestellt. Gesunden Wirtstieren schaden sie aber konstitutionell nicht.

[Bearbeiten] Fortpflanzung

Diskusbuntbarsche erreichen die Geschlechtsreife in einem Alter zwischen sieben und zwölf Monaten. Sie leben in mehr oder weniger großen sozialen Verbänden, in Schulen, aus denen heraus sich Paare bilden. Die während der Balz deutlich hervortretende Legeröhre des Weibchens, ist das einzige sichere Merkmal zur Unterscheidung der Geschlechter. Nach Geisler steht die Fertilität in Korrespondenz mit der Verfügbarkeit bestimmter Nährtiere (Süßwassergarnelen der Gattung Macrobranchium), die den Hormonhaushalt der Fische beeinflussen.
Nach einer nur wenige Stunden dauernden, ritualisierten Vorbalz, wird ein Laichsubstrat ausgewählt, bei dem es sich immer um eine belebte (Pflanzenteil) oder unbelebte (Holz, Stein) senkrechte Fläche handelt. Der ausgewählte Laichort wird von dem Paar mit den Mäulern gründlich gereinigt. Aus den bis zu 300 Eiern (durchschnittliche Länge 1,4 mm, Breite 1,17 mm), die mit kurzen Haftfortsätzen an dem Substrat kleben, schlüpfen die Larven nach etwa zweieinhalb Tagen. Beide Eltern unterstützen den Schlupfvorgang, indem sie die Larven aus den Eihüllen herauskauen. Anschließend werden die Larven, die ebenfalls über Haftorgane verfügen, wiederum an einer senkrechten Fläche traubenförmig befestigt. Bis sie freischwimmen, werden sie von beiden Eltern mehrmals umgebettet. Etwa vier Tage nach dem Schlupf schwimmen die Larven frei und beginnen sofort mit der Nahrungsaufnahme.
Nach Blüm & Fiedler wird das Brutpflegeverhalten bis zum eigentlichen Laichvorgang durch die männlichen Sexualhormone Testosteron und Androsteron gesteuert, die Laich- und Larvenbetreuung jedoch von dem Hypophysenhormon Prolaktin. Das Prolaktin wirkt sich nicht nur ethologisch auf das Brutpflege- und Sozialverhalten der Diskusbuntbarsche aus, es führt auch zu einer leichten Schwellung der Oberhaut und regt die Vermehrung der Schleimzellen an. Das ist wichtig, weil sich die Larven von der Oberhaut ihrer Eltern ernähren: sie beißen winzige Partikel aus der elterlichen Epidermis, in der sich während der Brutpflegezeit Kohlenhydrate und Fette anreichern. Diese Art der Larvenernährung wurde zwar auch bei anderen Buntbarschen beobachtet (Pterophyllum altum, Australoheros facetum und Astronotus sp.), ist aber nur bei den Diskusbuntbarschen so einzigartig ausgeprägt. Bei der Jungfischernährung lösen sich die Eltern regelmäßig ab, wobei sie ihren Nachwuchs durch Bewegungs- und Farbreize zum Wechsel anregen. Ab etwa dem vierten Lebenstag beginnen die Diskuslarven mit der Aufnahme anderer Nahrung, sind aber wenigstens vier Wochen auf die Elternhaut als Grundnahrung angewiesen.

[Bearbeiten] Systematik

Am 2. November 1833 fing der österreichische Forschungsreisende Johann Natterer am unteren Rio Negro im Bereich der brasilianischen Stadt Manaus das einzige Typusexemplar der von Johann Jakob Heckel 1840 als Symphysodon erstbeschriebenen Buntbarschgattung. Das Exemplar ist zugleich der Holotypus des sogenannten Echten Diskus Symphysodon discus Heckel, 1840.

In der Folge wurden andere Arten und Unterarten wissenschaftlich beschrieben, deren Zuverlässigkeit aber auch immer angezweifelt und heftig diskutiert wurde. Grund dafür ist, dass die klassischen metrischen und meristischen Bestimmungskriterien (zum Beispiel die Erhebung der Flossenstrahlen, Wirbel- und Schuppenzahlen) bei Diskusbuntbarschen zu keinen eindeutigen Abgrenzungen führen. Diese Merkmale sind innerhalb der Gattung, innerhalb der beschriebenen Arten und innerhalb des riesigen Verbreitungsgebiets so variabel, dass sie gleichzeitig für alle beschriebenen Arten gelten.

Symphysodon discus

Auch von Michael Kokoscha und Prof. Dr. Hartmut Greven 1996 an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf unternommene Isoenzym-Elektrophoresen führten lediglich zu einem überraschenden Ergebnis: es "spräche nichts dagegen, alle Diskusfische mit dem älteren Namen S. discus zu benennen".

Zurzeit folgt man dieser nicht endgültigen Darstellung des schwedischen Ichthyologen Sven O. Kullander:

Symphysodon Heckel 1840. 

mit den Arten

Symphysodon discus Heckel 1840. 

Synonym: Symphysodon discus willischwartzi Burgess 1981.

Symphysodon aequifasciatus Pellegrin 1904. 

Synonyme: Symphysodon discus var. aequifasciata Pellegrin 1904, Symphysodon discus tarzoo Lyons 1959, Symphysodon aequifasciata aequifasciata Schultz 1960.

Symphysodon haraldi Schultz 1960. 

Synonyme: Symphysodon aequifasciata haraldi Schultz 1960, Symphysodon aequifasciata axelrodi Schultz 1960.

[Bearbeiten] Bedeutung für den Menschen

In Amazonien sind Süßwasserfische für viele Menschen die wichtigsten tierischen Eiweißlieferanten. Auch Diskusbuntbarsche werden zu diesem Zweck geangelt, harpuniert oder mit Netzen gefangen. Allerdings spielt ihr Anteil an der Gesamtmenge zum Verzehr gefangener Süßwasserfische keine bedeutende Rolle. Aber für relativ viele Familien ist der Lebendfang für die Aquaristik eine wichtige Einnahmequelle und nicht selten die einzige Lebensgrundlage.
Diskusbuntbarsche aus der Natur, sogenannte Wildfänge, sind seit rund sechzig Jahren sehr begehrte und teuer gehandelte Aquarienfische. Der Wunsch vieler Aquarienfreunde, Diskusbuntbarsche zu pflegen und sogar zu züchten, hat bis heute ganz entscheidenden Einfluss auf diese Liebhaberei insgesamt. Da diese Cichliden besonders sauberes, nahezu keimfreies und saures Wasser benötigen und ihre erfolgreiche Pflege von der Bewältigung und Prophylaxe zahlreicher bakterieller und parasitärer Erkrankungen abhängig ist, haben sie die Weiterentwicklung beispielsweise der Aquarienfiltertechnik, der Wasseraufbereitung, der Futtermittelherstellung und der Fischpharmazie ganz entscheidend angeregt. Die meisten Untersuchungen zur Biologie und Ökologie ihrer Lebensräume basieren überwiegend auf dem aquaristischen Interesse an diesen Fischen.
Mit der Entwicklung künstlicher Aufzuchtmethoden begann in den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts auch die selektive Form- und Farbenzucht. Zahlreiche Zuchtformen tragen fantasievolle Namen wie ?Ghost?, ?Diamond Blue?, ?Marlboro Red? oder ?Tangerine Dream?, zeigen bereits deutliche Domestikationserscheinungen und werden in Europa, den USA und in Südostasien im Rahmen internationaler Wettbewerbe nach ihrem Erscheinungsbild bewertet. Nur eine dieser Zuchtformen ist reinerbig: der auf einem mit massiven Gewebsdeformationen der Oberhaut einhergehenden genetischen Defekt beruhende ?Pigeon Blood?.

[Bearbeiten] Quellen

  • Axelrod, H. (1989): Fishes of the sacred Rio Unini, Brazil. Trop. Fish Hobby. 38 (10) : 38?57.
  • Blanc, M. (1962) : Catalogue des types de Poissons de la famille des Cichlidae en collection au Muséum national d'Histoire naturelle. Bulletin du Muséum National d'Histoire Naturelle (Série 2) v. 34 (no. 3): 202?227. 69 (suppl. B): 200?211
  • Blüm, V. und K. Fiedler (1964): Der Einfluß von Prolaktin auf das Brutpflegeverhalten von Symphysodon aequifasciata haraldi L. P. Schultz (Cichlidae, Teleostei). Naturw. 51: 149?150.
  • Blüm, V. und K. Fiedler (1974): Prolaktinempfindliche Strukturen im Fischgehirn. Fortschr. Zool.. 22: 155?166.
  • Burgess, W. E. (1981): Studies on the family Cichlidae: 10. New information on the species of the genus Symphysodon with the description of a new subspecies of S. discus Heckel. Trop. Fish Hobby. 29 (7): 32?42.
  • Geisler, R. und S. Rönsch (1961): Der derzeitige Stand unserer Kenntnisse über den Discus-Fisch Symphysodon aequifasciata axelrodi. D. Aqu. u. Terr. Z. (DATZ) 14: 228?232, 260?264, 292?295, 324?328.
  • Geisler, R (1970): Der derzeitige Stand unserer Kenntnisse über den Discusfisch Symphysodon aequifasciata axelrodi. D. Aqu. u. Terr. Z. (DATZ) 23: 9?13, 40?44, 75?78, 131?133, 171?174, 196?198.
  • Heckel, J. J. (1840): Johann Natterer's neue Flussfische Brasilien's nach den Beobachtungen und Mittheilungen des Entdeckers beschrieben (Erste Abtheilung, Die Labroiden). Annalen des Wiener Museums der Naturgeschichte v. 2: 325?471, Pls. 29?30.
  • Fuller, P. L. , Nico, L. G. and J. D. Williams (1999): Non indigenous fishes introduced into inland waterways of the United States. American Fisheries Society Special Publication 27: i-x, 1?613, 7 figs
  • Hrbek, T., Villar Amado, M. und Pires Farias, I. (2011): Evolutionär signifikante Einheiten und Arten der amazonischen Diskusfische (Symphysodon, Cichlidae) sowie deren Benennung. DCG-Informationen (Sonderheft 7, September 2011)
  • Kokoscha, M. und H. Greven (1996): Gibt es nur eine Art? Isoenzym-Elektrophorese bei Diskusfischen. D. Aqu. u. Terr. Z. (DATZ). Sonderheft ?Diskus?: 20?21.
  • Kullander, S. O. (1986): Cichlid fishes of the Amazon River drainage of Peru. Swedish Museum of Natural History: 1?431, Pls. 1?38.
  • Kullander, So. O. (1996): Eine weitere Übersicht der Diskusfische, Gattung Symphysodon Heckel. D. Aqu. u. Terr. Z. (DATZ). Sonderheft ?Diskus?: 10?19.
  • Lyons, E. (1959): Symphysodon discus Tarzoo. New blue discus electrify aquarium world. Tropicals Magazine v. 4 and cover: 6?8, 10.
  • Ortega, H. and R. P. Vari (1986): Annotated checklist of the freshwater fishes of Peru. Smithsonian Contributions to Zoology No. 437: iii + 25 p.
  • Pellegrin, J. (1904) : Contribution à l'étude anatomique, biologique et taxinomique des poissons de la famille des Cichlidés. Memoires Societe Zoologique de France v. 16 (nos. 2?4): 41?400, Pls. 4?7.
  • Ready, J. S. , Ferreira, E. J. G. and S. O. Kullander (2006): Discus fishes: mitochondrial DND evidence for a phylogeographic barrier in the Amazonian genus Symphysodon (Teleostei: Cichlidae). Journal of Fish Biology v.
  • Reis, R. E. , Kullander, S. O. and C. J. Ferraris, Jr. (2003): Check list of the freshwater fishes of South and Central America. CLOFFSCA: i-xi + 1?729
  • Schultz, L. P. (1960): A review of the pompadour or discus fishes, genus Symphysodon of South America. Trop. Fish Hobby 8 (10): 5?17.
  • Steinle, C.-P. (1982): Der König ist tot?! Gedanken über den Diskusbuntbarsch. D. Aqu. u. Terr. Z. (DATZ) 35: 361?364, 416?419.

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Diskusfische ? Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


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