Schwarze Zwergbarsche
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Die Haltungsbedingungen für Schwarzbarsche


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Elassoma evergladei

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: CC Attr. SA 2.0
Urheber: Brian Gratwicke

Schwarzbarsche, Elassoma evergladei, werden maximal 3 Zentimeter groß. Sie lieben Unterstände und dunkle Ecken. Die Männchen besetzen dort kleine Reviere von etwa 15 x 15 Zentimeter. Die Reviere werden gegen Rivalen verteidigt, weniger gegen Tiere anderer Arten.
Zwei Paare können in einem 54l-Becken gehalten werden. Erwachsene Tiere können im Zimmeraquarium gehalten werden. In der Natur leben Schwarzbarsche bei Temperaturen zwischen etwa 10° bis 30° C. Das Wasser sollte mittelhart sein und der pH-Wert im neutralen Bereich liegen. Insgesamt sind die Ansprüche an die Wasserwerte nicht sehr hoch.

Im Sommer können Schwarzbarsche auch im Freien gehalten werden, z. B. in einem Teich.

Schwarzbarsche wurden auch schon erfolgreich in einem kleinen Artenbecken mit ca. 15 Liter Wasserinhalt gehalten und vermehrt. Das Becken war mit Javamoos bepflanzt. Das Becken hatte keine künstliche Beleuchtung und keine Heizung, wurde aber von der Sonne beschienen. Ein Filter war nicht vorhanden, dafür wurde häufig Wasser gewechselt.

Empfehlenswert ist die Haltung von etwa 12 Schwarzbarschen in 120 Liter. Es können noch einige Garnelen und Wasserasseln dazugesetzt werden. Auf dem Boden kann eine lockere Schicht Javamoos liegen. Zusätzlich wird das Becken mit Hornkraut, Wasserpest und Wurzeln dekoriert.

Schwarzbarsche sind Lauerjäger und halten sich gerne in Unterständen oder im Dickicht auf.

Wie Schwarzbarsche im Winter gehalten werden

Schwarzbarsche müssen unbedingt kühl überwintern. Die Temperatur muss mindestens 2 Monate lang zwischen 10° und 15° liegen. Ansonsten kümmern die Tiere im nächsten Frühjahr und überleben den Sommer meistens nicht. Zudem bekommen die Weibchen nur so einen ordentlichen Laichansatz. Nach einem Bericht darf die Temperatur nicht über 12° liegen. Bei der Überwinterung darf nur wenig oder gar nicht gefüttert werden. Es darf kein schweres Futter gegeben werden. Mückenlarven sind für den Winter nicht geeignet.

Zum Überwintern können etwa 15 Tiere in ein Aquarium mit 120 Liter Wasserinhalt gesetzt werden. Als Bodengrund eignet sich eine 0,5 Zentimeter dicke Sandschicht, auf die viel Laub gestreut wird. Als Pflanzen geeignet sind viel Hornkraut und Wasserpest in Töpfen, sowie etwas Javamoos.

Was Schwarzbarsche fressen

Schwarzbarsche fressen normalerweise nur Lebendfutter. Frostfutter wird nur in Ausnahmefällen gefressen und dann nur solange das Futtertier noch fällt. Liegt das Futter reglos am Boden, verlieren die Schwarzbarsche sehr schnell das Interesse daran. Auch wenn die Schwarzbarsche winzig sind, fressen sie pro Tier 2 - 3 Tubifex oder eine dicke weiße Mückenlarve. Wasserflöhe sind als Futter geeignet.

Drei mal pro Woche können auch einige Artemianauplien gefüttert werden. Weil nicht viele Nauplien benötigt werden, ist ein Kulturansatz in flachen unbelüfteten Schälchen dem Ansatz in einer großen belüfteten Flasche evtl. vorzuziehen.

Um Schwarzbarsche an Frostfutter zu gewöhnen, werden wenige lebende weiße Mückenlarven und direkt anschließend, wenn die Tiere richtig auf der Jagd sind, die gleichen weißen Mückenlarven als Frostfutter gegeben. Das Frostfutter lässt man gründlich unter laufendem Wasser auftauen.

Nach 2 - 3 Wochen nehmen die meisten Tiere die weißen Frostmückenlarven an, ohne dass vorher lebende Mückenlarven gefüttert werden. Sie fressen auch, wenn die Mückenlarven schon in den Pflanzen hängen oder auf dem Boden liegen.

Die Geschlechtsunterschiede

Männchen und Weibchen lassen sich anhand der Farbe und der Körperform unterscheiden. Reviermännchen sind braunschwarz und ihre Tüpfel leuchten richtig im Sonnenlicht.

Wie Schwarzbarsche balzen

Weibchen haben rötlich schimmernde Bäuche. Männchen umflattern die Weibchen regelrecht wie kleine, schwarze Edelsteine. Bei Sonnenlicht blitzen dabei auch schön die blauschwarzen Glanzschuppen auf.
Sie vergessen dann scheinbar alles um sich herum und können in Ruhe beobachtet werden.

Hinweise zur Zucht

Die Zucht ist unproblematisch. Die Eltern stellen der Brut normalerweise nicht nach. Sie haben quasi eine Beißhemmung gegenüber den Jungfischen.

Eine Brutpflege findet aber nicht statt. Sie findet indirekt durch die Revierverteidigung statt. Kühl überwinterte Schwarzbarsche laichen alle paar Wochen ab.

Die Zucht ist ab 20 bis 22° C möglich. Bei 20 bis 22° C schlüpfen die Larven nach etwa einer Woche. Bei ca. 26° C schlüpfen die Larven nach ca. 3 Tagen.
Nach dem Schlupf hängen die Larven 1 - 2 Tage an Scheiben, Pflanzen oder Steinen. Dann suchen sich die Larven einen geschützten Bereich.

Hinweise zur Aufzucht

Wie die Eltern sind auch die Larven Lauerjäger. Vorbeischwimmende Beute wird nach Barschart aus einem Unterstand heraus überfallartig erbeutet. Die Barsche warten, bis die Beute sie nicht mehr wahrnimmt und schlagen dann zu.

Weil die Larven sehr klein sind, müssen sofort Infusorien als Futter zur Verfügung stehen. In einem lange eingefahrenen Aquarium mit Mulm und z. B. Javamoos sind immer ausreichend viele Infusorien vorhanden.
In einem dicht mit Javamoos bepflanzten Aquarium mit 54 Litern müssen die Jungen nicht gefüttert werden. Sie finden genug zu fressen.

Ansonsten kann man Infusorien ansetzen. Es gibt zum Beispiel Ansätze für Pantoffeltierchen im Handel. Weil auch die Larven unterstandtreue Lauerjäger sind, müssen sehr viele Infusorien zugegeben werden. Nur dann verteilen sie sich so großzügig im Aquarium, das sie den Schwarzbarschbabies quasi vor die Nase schwimmen. Alle diese Pantoffeltierchen finden dann aber vermutlich nicht genügend freie Bakterien als Futter im Aquarium und gehen schnell ein. Besser ist deshalb die Verwendung eines eingefahrenen Aquariums, in dem schon reichlich winziges Futter vorhanden ist. Aus einem anderen Aquarium kann vermulmtes Javamoos oder freier Bodenmulm in das Aufzuchtbecken gegeben werden. Zur Not kann eine geringe Menge Filterschlamm aus einem eingefahrenen Aquarium in das Aufzuchtbecken gegeben werden. Filterschlamm ist eine Mischung abbaubarer Substanzen, Bakterien und Fressfeinden der Bakterien in Jungfischfuttergröße. Das Wasser trübt dann aber anfangs ein. Natürlich dürfen in den Aquarien, aus denen das Futtersubstrat stammt, keine Krankheiten herrschen.

Wenn die Eltern mit lebenden Cyclops gefüttert werden, finden sich zusätzlich immer Cyclopsnauplien im Javamoos. Es kommen dann immer einge Junge durch.

Artemianauplien sollten erst dann gefüttert werden, wenn die Jungen die Nauplien wirklich fressen können.

Ältere Geschwister stellen den Jungen nach. Von den zahlreichen Bruten der Eltern während eines Sommers kommen nur wenige Junge hoch, weil die älteren Jungfische ihre jüngeren Geschwister fressen.

Ein dicht mit feinfiedrigen Pflanzen, z. B. Javamoos oder grünen Fadenalgen, verkrautetes Becken mit Mulmschicht erhöht die Ausbeute an Jungfischen.

Die Jungen flüchten nicht, sondern verharren in den ersten Wochen und Monaten fast regungslos im Gestrüpp. Sie sind deshalb auch schwierig zu entdecken. Man erkennt die Jungen meistens erst, wenn sie schon fast 1 cm groß sind.

Wo bekommt man Schwarzbarsche?

Oft findet man Schwarzbarsche in Geschäften mit einer größeren Gartenteich-Abteilung, die neben Goldfischen auch andere Kaltwasserarten anbieten.

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Informationen aus der Wikipedia (Mit externen Links)

Zwergschwarzbarsche
Systematik
Stachelflosser (Acanthopterygii)
Barschverwandte (Percomorpha)
Ordnung: Barschartige (Perciformes)
Unterordnung: Elassomatoidei
Familie: Elassomatidae
Gattung: Zwergschwarzbarsche
Wissenschaftlicher Name der Familie
Elassomatidae
Jordan, 1877
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Elassoma
Jordan, 1849

Die Zwergschwarzbarsche (Elassoma) sind eine Gattung der Barschartigen (Perciformes). Die Gattung steht monotypisch in der Familie Elassomatidae. Sie wurden aus der Familie der Sonnenbarsche ausgegliedert. Sie leben im Südosten der Vereinigten Staaten von Amerika, inklusive des Stromgebietes des Mississippi.[1] Etymologisch ist Elassoma eine Haplologie für elassosoma "kleinerer Körper".[2]

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Merkmale

Es sind kleine, je nach Art 33 bis 47 mm lang werdende Fische von schwarzbläulicher oder brauner Färbung. Sie haben kein Seitenlinienorgan auf dem Körper, fünf Kiemenreusendornen, eine einzige Rückenflosse und eine abgerundete Schwanzflosse. Ihre Schuppen sind cycloid.[1] Die Geschlechter unterscheiden sich auch außerhalb der Fortpflanzungszeit an der Bezahnung der Kiefer. Bei den Männchen ist der gesamte Oberkiefer mit starken Zähnen besetzt, während bei den Weibchen der Oberkiefer nur vorn in der Mitte mit kleineren Zähnen besetzt ist.[3][4]

Flossenformel: Dorsale III-V/8-13, Anale III/4-8

Grundlegend unterscheiden sich Zwergschwarzbarsche von Sonnenbarschen durch ihre Kleinwüchsigkeit, ihre durchgehende Rückenflosse und durch ihr Balzverhalten.

[Bearbeiten] Fortpflanzung

Zwergschwarzbarsche zeigen während der Fortpflanzungszeit einen ausgeprägten Sexualdimorphismus. Während die Männchen ihre dunklen, kontrastbildenden Zeichnungselemente verstärken, bleiben die Weibchen schlicht in unauffälligen Brauntönen gefärbt.

Die Männchen sind dann territorial und balzen mit flatternden Bewegungen der Flossen und bewegen den Körper wellenförmig auf und ab. Gelaicht wird schließlich in ein dichtes Pflanzengeflecht, meist 20 bis 30 Zentimeter über dem Gewässerboden. Ein Brutpflege findet nicht statt. Die Fische laichen mehrmals in Abständen von einigen Tagen bis einigen Wochen. Die etwa 60 bis 80 Eier eines Laichaktes werden in einzelnen Portionen von etwa sechs bis zehn Stück abgegeben, die jeweils von einer dicken Gallerthülle umgeben sind. Die einzelnen Eier sind sehr klein und glasklar. Die Jungfische schlüpfen nach zwei bis drei Tagen und hängen zunächst einige Tage mit einem Klebefaden am Kopf an Pflanzen bevor sie freischwimmend werden.[3][4]

[Bearbeiten] Systematik

In den 1980er Jahren und davor wurden die Zwergschwarzbarsche in die Sonnenbarsche (Centrarchidae) gestellt und als Zwergsonnenbarsche bezeichnet, oder als eigene Familie, aber als nahe Verwandte der Sonnenbarsche angesehen. G. D. Johnson zeigte 1984, das sie nicht näher mit diesen verwandt sind und außerhalb der Unterordnung der Echten Barsche (Percoidei) stehen. In späteren Studien wurden sie mit den Stichlingsartigen, den Meeräschen, Ährenfischartigen und Kiemenschlitzaalartigen in ein neues Smegmamorpha genanntes Taxon vereinigt. Johnson und Quattro stellten 1999 wieder eine Verwandtschaft mit Sonnenbarschen und mit den Wolfsbarschen fest. So sind die Verwandtschaftsverhältnisse der Zwergschwarzbarsche bis heute umstritten.[1]

[Bearbeiten] Arten

Zurzeit sind 7 Arten bekannt:[5]

  • Elassoma alabamae Mayden, 1993.
  • Elassoma boehlkei Rohde & Arndt, 1987.
  • Zwergschwarzbarsch (Elassoma evergladei) Jordan, 1884.
  • Elassoma gilberti Snelson, Krabbenhoft & Quattro, 2009.
  • Elassoma okatie Rohde & Arndt, 1987.
  • Okefenokee-Zwergschwarzbarsch (Elassoma okefenokee) Böhlke, 1956.
  • Elassoma zonatum Jordan, 1877.

[Bearbeiten] Quellen

  1. ? Joseph S. Nelson: Fishes of the World. John Wiley & Sons, 2006, ISBN 0-471-25031-7.
  2. Griech.-Wörterbuch W. Pape 1880
  3. ? Uwe Werner: Ein Zwergschwarzbarsch mit Signalwirkung. in DATZ 4/2009, ISSN 1616-3222
  4. ? Bohlen J. & A. Nolte: Zur Fortpflanzungsbiologie der Zwergschwarzbarsche. in Riehl, R. & H. Greven: Fortpflanzungsbiologie der Aquarienfische Band 2, Schmettkamp-Verlag, Bornheim, Seite 69-78 (1999) online auf www.joerg-bohlen.de
  5. Elassoma auf Fishbase.org (englisch)

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Zwergschwarzbarsche ? Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


Text und Bilder der Zusatzinformation stammen aus dem Artikel Elassoma der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU Free Documentation License. Die Liste der Autoren ist in der Wikipedia unter dieser Seite verfügbar, der Original-Artikel lässt sich hier bearbeiten.




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