Allgemeines zur Gattung Mesonauta
Flaggenbuntbarsche gehören zur Gattung Mesonauta. Es gibt eine Reihe beschriebener Arten und eine Reihe unbeschriebener Arten.
Beschriebene Arten der Gattung Mesonauta:
- M. festivus
- M. insignis
- M. acora
- M. egregius
- M. mirificus
Haltungsbedingungen:
- weiches bis mittelhartes Wasser
- leicht saures bis neutrales Wasser
- Temperatur: 24 - 26°C
Mesonauta können paarweise gehalten werden. Je nach Art werden sie ca. 15 Zentimeter lang. Einige Arten sind relativ friedlich und können mit kleineren Fischarten vergesellschaftet werden.
Sie stehen gerne in der Nähe der Wasseroberfläche unter Schwimmpflanzen oder im Röhricht. Deshalb sollte ein kleines Dickicht aus Bambusrohr oder Wurzeln vorhanden sein.
Bei harmonisierenden Paaren ist die Zucht einfach. Sie laichen bei Temperaturen um 25 - 26° C an festen Substraten, z. B. an Pflanzenblättern in Oberflächennähe.
Die Eltern verteidigen ihr Brutrevier. Beifische sollten deshalb herausgefangen werden. Die Larven schlüpfen nach drei bis vier Tagen. Auch die Larven werden in Oberflächennähe an Pflanzenstängel geheftet. Nach fünf bis sieben Tagen schwimmen die Jungfische frei.
Die Jungen werden mit Artemia oder anderem Jungfischfutter aufgezogen. Nach ungefähr vier Wochen werden die Eltern von den Jungen getrennt. Der Brutpflegetrieb lässt dann nach und oft fressen die Eltern ihre Jungen.
Ein harmonisierendes Paar bleibt meistens mehrere Jahre zusammen. Wenn ein Paar getrennt wird, paart sich der verbliebene Partner häufig nicht mehr mit einem anderen Partner.
Mesonauta festivus
Mesonauta festivus sind recht aggressiv. Die Männchen sind größer als die Weibchen. Es sollte möglichst nur ein Paar in einem Aquarium gehalten werden. Die Weibchen vertragen sich nicht mit jedem Männchen. Wenn sich erst einmal ein Paar gebildet hat, werden die anderen Buntbarsche heftig unterdrückt, so dass sie kaum noch an das Futter kommen.
Sie beißen auch Menschen in den Arm, z. B. beim Füttern oder Gärtnern. Sie schleichen sich aus dem toten Winkel an und beißen sich richtig fest. Ein Weibchen in Laichstimmung soll sogar aus dem Wasser gesprungen sein, um bei der Fütterung in den Finger zu beißen. Trauermantelsalmlern wurden ganze Flossenteile weggebissen, einem Corydoras sterbai ein Stück Maul.
In einem 700 Liter Aquarium können ca. 5 M. festivus gehalten werden. Die selben Tiere in 240 Liter brachten sich fast um. In 240 Litern kann gerade noch ein Paar gehalten werden.
Nach einem Bericht war besonders ein Weibchen in Laichstimmung sehr aggressiv. In entsprechender Stimmung wurden alle anderen Fische von ihrem Blatt weggebissen. Fast alle Pflanzen im Aquarium wurden gefressen, sogar das angeblich barschfeste Javafarn.
Mesonauta fressen Pflanzen.
Mesonauta festivum fressen gerne Pflanzen, z. B. Wasserlinsen, Sagittarien, Gammarus pulex und Hyallela.
Sie können auch mit eingeweichten Haferflocken, Dosenmais oder Gefriererbsen gefüttert werden. Auch Suppennudeln werden gefressen. Wenn die Nudeln vorher nicht eingeweicht werden, haben sie länger zu kauen.
Harte Pflanzen wie Echinodorus, Vallisneria, Cryptocorynen, Javafarn und Javamoos werden nicht gefressen. Zumindest nicht, wenn weichere Pflanzen verfügbar sind. Evtl. sind harte Pflanzen zu bitter.
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Informationen aus der Wikipedia (Mit externen Links)
Mesonauta (Gr.: ?mesos? = Mitte + Lat.: ?nauta? = Matrose) ist eine aus sechs beschriebenen und noch mindestens drei unbeschriebenen Arten bestehende Gattung der Buntbarsche (Cichlidae). Die Fische leben weitverbreitet in Südamerika östlich der Anden. Das Verbreitungsgebiet reicht vom Orinoko über das Amazonasbecken bis zum mittleren Río Paraguay.
[Bearbeiten] Merkmale
Mesonauta-Arten werden 19 bis 27 cm lang, Weibchen bleiben geringfügig kleiner. Ihr Körper ist seitlich stark abgeflacht, hochrückig und wenig gestreckt. Die Rückenlinie verläuft eher gerade, die Bauchlinie ist gewölbt. Das Maul ist endständig und spitz. Rücken- und Afterflosse besitzen zahlreiche Hartstrahlen, der weichstrahlige Teil ist ausgezogen. Der erste Strahl der Bauchflossen ist wie bei den Skalaren verlängert. Auffälligstes Zeichnungsmerkmal ist ein dunkles Band, das vom Maulwinkel über die Augen bis zu den hinteren Hartstrahlen der Rückenflosse verläuft und sich teilweise in der Rückenflosse fortsetzt. Eine Querbänderung ist art- und/oder stimmungsabhängig mehr oder weniger sichtbar. Auf der Schwanzwurzel befindet sich ein schwarzes Band.
[Bearbeiten] Lebensweise
Mesonauta-Arten leben in kleinen Gruppen. Sie ernähren sich vor allem von Pflanzen, nehmen aber auch tierische Nahrung zu sich. Sie sind Offenbrüter und legen ihre Eier meist auf ein pflanzenblatt ab. Die Jungfische schlüpfen nach zwei bis drei Tagen, werden dann nahe der Wasseroberfläche an Pflanzen aufgehängt, und schwimmen nach weiteren vier bis fünf Tagen frei. Beide Eltern bewachen und führen die Jungen.
[Bearbeiten] Äußere Systematik
Mesonauta gehört innerhalb der Neuweltbuntbarsche (Cichlinae) zum Tribus Heroini und dort zusammen mit den Diskusfischen (Symphysodon), Heros und Uaru zu einer Klade hochrückiger Buntbarsche [1].
[Bearbeiten] Arten
- Mesonauta acora Castelnau, 1855
- Mesonauta egregius Kullander & Silfvergrip, 1991
- Flaggenbuntbarsch (Mesonauta festivus) Heckel, 1840
- Mesonauta guyanae Schindler, 1998
- Mesonauta insignis Heckel, 1840
- Mesonauta mirificus Kullander & Silfvergrip, 1991
- Mesonauta sp. ?Amazonas?
- Mesonauta sp. ?Orinoko?
- Mesonauta sp. ?Xingu?
[Bearbeiten] Literatur
- Claus Schaefer, Torsten Schröer: Das große Lexikon der Aquaristik, Ulmer Verlag, Stuttgart 2004, ISBN 3-8001-7497-9
- Hernán López-Fernández, Kirk O. Winemiller, Rodney L. Honeycutt: Multilocus phylogeny and rapid radiations in Neotropical cichlid fishes (Perciformes: Cichlidae: Cichlinae). Molecular Phylogenetics and Evolution, Volume 55, Issue 3, June 2010, Pages 1070-1086 doi:10.1016/j.ympev.2010.02.020
[Bearbeiten] Weblinks
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