Smaragdprachtbarsche
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Hinweise zur Zucht von Smaragdprachtbarschen

Smaragdprachtbarsche oder Streifenprachtbarsche, Pelviachromis taeniatus, laichen gerne in Höhlen ab. Dazu graben sie sich auch schon mal ihre eigene Höhle, indem z. B. der Boden unter dem Innenfilter entfernt wird.


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Pelvicachromis taeniatus "Nigerian red" Weibchen

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: Public domain
Urheber: Ged

Bei Bedarf wird der Eingang der Höhle mit einem relativ großen Wall aus Sand oder Kies verkleinert. In oder in der Nähe des Eingangs hält das Weibchen Wache und vertreibt alle Fische, die sich in die Nähe wagen. Nach erfolgreichem Verscheuchen kehrt sie sofort wieder in die Höhle zurück und hält weiter Wache.

Das Männchen wird ebenfalls nicht in die Nähe der Höhle gelassen, auch wenn das Paar vorher fast unzertrennlich ist. Allerdings bewacht das Männchen die frei geschwommenen Jungen mit.

Pelviachromis taeniatus können auch ohne Höhle ablaichen.

Wenn das Männchen in Laichstimmung ist, das Weibchen aber noch nicht laichbereit ist, wird das Weibchen vom Männchen stark angegriffen. Wenn das Weibchen in einem zu kleinen Becken keine Ausweichmöglichkeiten hat, kann es zu Tode gejagt werden. In einem solchen Fall muss das Paar eine Zeit lang getrennt werden, damit sich das Weibchen erholen kann.
In der Natur würde das Weibchen einfach das Revier des Männchens verlassen. Im Aquarium kann eine Trennscheibe oder ein Gitter eingesetzt werden. Beide sind so getrennt, haben aber Sichtkontakt. Wenn das nicht möglich ist, müssen beide in verschiedene Aquarien gesetzt werden.
Das Weibchen wird abwechslungsreich gefüttert und eventuell werden Vitamine zugegeben, bis das Weibchen deutlichen Laichansatz zeigt.

Hinweise zur Aufzucht von Smaragdprachtbarschen

In einem eingefahrenen Aquarium grasen junge Smaragdprachtbarsche den Boden ab und fressen dort winzigen Aufwuchs und Kleinstlebewesen. Legt man ein Stück Hornkraut, Javamoos oder ein zerfallendes Blatt unter ein Mikroskop erkennt man zahlreiche Mikroorganismen.

Wenn das Aquarium groß genug ist, finden die Jungen anscheinend genug zu fressen. Hin und wieder kann eine Futtertablette zerbröselt werden.

Wen möglichst viele Junge groß werden sollen, sollten die Jungen zusätzlich gefüttert werden. Dazu kann eine Pantoffeltierzucht eingerichtet werden oder als Alternative Protalon gefüttert werden.

Sehr kleines Futter wie Micron, Nobofluid oder Liquifry ist ebenfalls geeignet. Um feines Staubfutter selbst herzustellen, kann normales Flockenfutter zermahlen oder zwischen den Fingern zerrieben werden. Mit einer alten Kaffeemühle mit Messerschlagwerk kann praktisch beliebiges Trockenfutter zu Mikrofutter zermahlen werden, z. B. Flockenfutter, gefriergetrocknete Mückenlarven, Futtertabletten für Bodenfische, Microfutter für Neons usw.
Später werden Artemien und gefrorene Bosmiden gefüttert. Danach Cyclops oder handelsübliches Trockenfutter. Diese Futterarten können auch gemischt werden.

Damit die Jungen schnell wachsen, können dem Futter Fischvitamine zugegeben werden.

Mit 3 bis 4 Monaten sind die Jungen 3 bis 4 Zentimeter groß. Zu diesem Zeitpunkt kann langsam das Geschlecht erkannt werden.

Smaragdprachtbarsch, Pelvicachromis taeniatus "Nigeria Red":

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