Warum haben Pseudotropheus lombardoi unterschiedliche Farben?
Pseudotropheus lombardoi besetzen im Aquarium direkt nach dem Einsetzen Reviere. Die Reviere werden in sehr aggressiven Kämpfen verteidigt. Die Reviergröße hängt von der jeweiligen Stärke ab. Die Tiere müssen deshalb in einem Malawibecken ab 600 Liter Wasserinhalt gehalten werden.
Das stärkste Tier mit dem größten Revier, also das dominante, nimmt die intensivste Färbung an. Untergeordnete Tiere können deutlich Farbe verlieren und blass werden. Bei geringem Besatz betrachtet unter Umständen ein Männchen das ganze Becken als sein Revier, unabhängig von der Größe des Aquariums. Rivalen werden dann ständig angegriffen, unter Umständen bis zum Tod.
Verstecke, z. B. durch Steinaufbauten, sind unbedingt notwendig, damit schwächere Tiere Schutz finden. Durch große Gesteinsbrocken oder durch eine größere Pflanze kann eine Art Sichtschutz gebildet werden. So können schwächere Tiere aus dem Versteck kommen, ohne sofort gesehen zu werden.
Auch schlechte bzw. nicht passende Wasserwerte wirken sich auf das Wohlbefinden der Fische und damit auch auf die Färbungsintensität aus.
- Geeignete Wasserwerte:
- pH: 7,7 - 8,6
- KH: 6 - 8 °dKh
- GH: 4 - 6 °dGh
Diese Werte entssprechen den Wasserwerten aus dem Malawisee.
Tipps zur Aufzucht
Sobald das Weibchen die befruchteten Eier im Mund hat zieht es sich zurück. Das Weibchen sucht sich ein Versteck und verteidigt es gegen jeden Fisch, der zu nahe kommt. Bis die Jungen frei schwimmen wird wenig oder gar nichts gefressen.
Die Jungen schlüpfen nach ca. 7 Tagen. Nach ca. 2 weiteren Wochen entlässt die Mutter die Jungen.
Ob das Weibchen in ein Aufzuchtbecken umgesetzt werden muss oder im Haltungsbecken bleiben kann, hängt vom übrigen Besatz und der Anzahl und Qualität der Verstecke ab. Die Jungen werden von den anderen Fischen gefressen, sobald sie frei schwimmen. Im Gesellschaftsaquarium überleben höchstens wenige Junge.
Damit möglichst viele Junge überleben, wird das Weibchen herausgefangen, wenn es die Jungen im Maul hat. Sie wird in ein Aufzuchtbecken gesetzt. Wenn die Jungen vorsichtig aus dem Maul geschüttelt werden, reicht auch ein Brutkasten. In diesem Fall kommt das Weibchen sofort wieder zurück in das Haltungsbecken.
Die Männchen kommen gelb auf die Welt, die Weibchen blau. Ein späterer Farbwechsel findet nicht statt. Das Geschlecht kann also sofort nach der Geburt anhand der Farbe erkannt werden.
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