Sumatrabarben
Suche:  
Fische -> Barben -> Sumatrabarben
Diese Seite kannst du selbst ändern. Einfach auf Bearbeiten klicken.

Allgemeines

Sumatrabarben sind robuste Fische.

Wie unterscheiden sich Männchen und Weibchen?

Die Schnauzen der Männchen sind deutlich bunter als die der Weibchen. Die Weibchen sind zur Laichzeit deutlich fülliger als die Männchen.

Was Sumatrabarben fressen


Vergrößerung

Sumatrabarbe

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: CC Attr. SA 2.5
Urheber: Malene Thyssen

Sumatrabarben fressen praktisch jedes Futter. Sie fressen sehr viel, so dass im Zweifel besser etwas zu wenig gefüttert wird als zu viel.

Sind Sumatrabarben aggressiv?


Vergrößerung

Sumatrabarbe

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: CC Attr. SA 2.5
Urheber: André Karwath

Während einige Aquarianer Sumatrabarben als aggressiv bezeichnen, sprechen andere Aquarianer höchstens von Belästigung aufgrund des großen Spieltriebs. Leider werden alle etwas lebhafteren Arten zunehmend als aggressiv bezeichnet. Sumatrabarben werden schonmal als asiatische Piranhas bezeichnet.

Sumatrabarben können andere Beckenbewohner, z. B. Welse, gelegentlich belästigen. Sumatrabarben zupfen auch gerne an den Fäden von Skalaren und Fadenfischen. Panzerwelsen werden gerne die Rückenflossen angeknabbert. Fische mit ausgezogenen Flossen, Fäden usw. sollten deshalb nicht mit Sumatrabarben zusammen gehalten werden. Mit ruhigen Fischen sollten sie ebenfalls nicht zusammen gehalten werden. Geeignet zur Vergesellschaftung mit Sumatrabarben sind andere Barben oder Fische mit kurzen Flossen.

Andere Fischarten werden vor Allem belästigt, wenn zu wenig Sumatrabarben im Aquarium sind. Weniger als 10 Sumatrabarben sollten deshalb nicht gepflegt werden. Weil ihnen sonst Gesellschaft fehlt und sie sich langweilen, spielen sie dann gerne mit anderen Fischen. Wenn die anderen Fische eine Schreck- oder Fluchtreaktion zeigen, hören die Sumatrabarben meistens mit der Belästigung auf.


Vergrößerung

Sumatrabarben

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: Public domain
Urheber: Hutschi

Wenn in einem Aquarium Fische durch Sumatrabarben belästigt werden, ist deshalb zu überlegen, ob der Bestand an Sumatrabarben erhöht werden kann.

Nach einem Bericht wurde ein neu eingesetzter Siamesischer Algenfresser von 3 Sumatrabarben angegriffen und getötet. Unklar ist, ob der Algenfresser gesund war. Möglich ist, dass er krank war oder durch den Umzugsstress stark geschwächt. Es ist nicht auszuschließen, dass die Belästigung durch die Sumatrabarben zusätzlichen Stress verursacht hat, so dass der Algenfresser das Einsetzen nicht überlebte. Ein zweiter Algenfresser wurde an der Schwanzflosse etwas angeknabbert. Es waren insgesamt nur drei Sumatrabarben im Aquarium. Spieltrieb und Langeweile bei den Sumatrabarben und Stress bei den Algenfressern spielten vermutlich eine große Rolle.

Vor dem Einsetzen neuer Fische sollten die vorhandenen Aquarienbewohner gefüttert werden. Die neuen Fische sollten später in einer anderen Ecke in das Aquarium gegeben werden.

Normalerweise sind Sumatrabarben nur verspielt und zupfen bzw. knabbern höchstens an anderen Fischen, fressen diese aber nicht böswillig an. So zupfen sie auch schon einmal an den Haaren an den Armen oder knabbern am Arm, wenn man in das Aquarium greift.

Allerdings werden Apfelschnecken nach einem Bericht gefressen. (kann ich nicht bestätigen!)

Sind kleine Aquarien für Sumatrabarben geeignet?

In einem Aquarium mit 60 Liter Wasserinhalt können 6 bis 8 Sumatrabarben gehalten werden. Es dürfen dann aber keine anderen Fische im Aquarium sein. Richtig wohl fühlen sich Sumatrabarben erst ab 10 Exemplaren. Weil Sumatrabarben auch recht groß werden, sind größere Aquarien besser geeignet.

Sumatrabarben werden blass und stehen Kopf.

Sumatrabarben werden hin und wieder blass und stellen sich fast auf den Kopf. Wenn sich die Tiere ansonsten normal verhalten, also gut fressen und sich nicht vom Schwarm absondern, besteht kein Grund zur Sorge.


Vergrößerung

Sumatrabarbe

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: CC Attr. SA 2.5
Urheber: Faucon

Bei Rangordnungskämpfen tänzeln die Beteiligten umher und stoßen dabei immer wieder die Schnauzen aneinander. Manchmal jagen sie sich gegenseitig durch das Aquarium. Es gibt normalerweise keine ernsthaften Verletzungen.

Nach Rangeleien um die Rangordnung im Schwarm werden unterlegene Sumatrabarben blass und stehen kopfüber. Oft schwimmen die anderen Sumatrabarben zu den blassen Tieren und stupsen diese an. Nach einiger Zeit lässt dieses Verhalten nach und die Unterlegenen färben sich wieder normal und schwimmen normal.

Die Männchen werden häufig auch beim Balzen blass.

Blässe und Kopfstehen kann aber auch ein Zeichen dafür sein, dass sich die Sumatrabarben nicht wohl fühlen. Ursachen können einfach Erschrecken aber auch eine ernsthafte Erkrankung sein.

Sumatrabarben verstecken sich.

Wenn sich Sumatrabarben ständig verstecken, ruckartig zum Futter schwimmen und dann sofort wieder verstecken, ist die Beleuchtung möglicherweise zu stark. Die Beleuchtung kann z. B. mit Schwimmpflanzen gedämpft werden. Auch Stängelpflanzen, die an der Wasseroberfläche entlang wachsen, dämpfen das Licht. Sumatrabarben schwimmen viel entspannter, wenn die Wasseroberfläche über ihren Köpfen mit Pflanzen bedeckt ist.

Abends werden Sumatrabarben ruhiger und ziehen sich zurück, schon bevor die Beleuchtung ausgeht. Sie stehen dabei leicht zitternd im Wasser, z. B. in einer Aquarienecke.

Moosbarben sind auch Sumatrabarben.

Moosbarben oder moosgrüne Barben sind eine Zuchtform der Moosbarben. Das Verhalten entspricht dem der Sumatrabarben. Sie werden auch wie Sumatrabarben gezüchtet.

Schwimmen Sumatrabarben im Schwarm?


Vergrößerung

Sumatrabarben

Foto: Claudia

Neu in ein Aquarium eingesetzte Sumatrabarben verteilen sich in der Regel im ganzen Aquarium oder verstecken sich, z. B. unter Pflanzenblättern. Sie schwimmen zufällig durcheinander, kein Tier schließt sich dem anderen an.

Später besetzen sie temporäre Reviere oder schwimmen in einem relativ lockeren Schwarm. Jungtiere schwimmen eher im Schwarm und spielen miteinander, Erwachsene schwimmen nur eng zusammen, wenn sie sich unsicher fühlen.

Sumatrabarben und Moosbarben bilden im Aquarium einen gemeinsamen Schwarm. Gleiches gilt für Sumatrabarben und deren albinotische Artgenossen, die orange mit weißen Streifen aussehen.

Scheinbar bilden alle Streifenbarben einen gemeinsamen Schwarm. So wird von gemeinsamen Schwärmen von 4 und 5 Gürtelbarben mit Purpurkopfbarben und Sumatrabarben berichtet, also Barbus terazona, Barbus pentazona und Barbus nigrofasciatum.

Tipps zur Zucht

Das Wasser zur Zucht sollte weich sein und einen niedrigen pH-Wert haben.

4 bis 5 Monate alte Sumatrabarben sind auf jeden Fall schon geschlechtsreif. Die Weibchen sind während der Laichzeit deutlich rund. Weil Sumatrabarben starke Laichräuber sind, sollten die Eltern in ein Zuchtbecken gesetzt werden. Dazu reicht ein kleines Aquarium mit ca. 10 Litern Inhalt.

Mit einem Laichrost wird das Becken in einen oberen Teil für die Eltern und einen unteren Teil für den Laich getrennt. Alternativ können zwei dicke Lagen Glasmurmeln als Boden in das Becken gefüllt werden. Die Eier fallen zwischen die Murmeln und sind so davor geschützt, von den Eltern gefressen zu werden.


Vergrößerung

Sumatrabarbe

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: CC Attr. SA 2.5
Urheber: Derek Ramsey

Das Becken wird mit Wasser aus dem Ursprungsbecken gefüllt und das Zuchtpaar eingesetzt. Mit einem Sauerstoffstein wird das Wasser belüftet. Dann wird 1 Tasse frisches und kaltes Leitungswasser dazu gegeben. Eine Tasse hat sich bewährt. Wenn mehr Wasser dazu gegeben wird, treiben die Männchen so stark, dass es nicht zum Laichen kommt. Am nächsten Tag sollten die Sumatrabarben ablaichen. Wenn nicht abgelaicht wird, kann es mit 2 Tassen kaltem Wasser versucht werden.

Bei der Paarung schwimmen Sumatrabarben kurz Schnauze an Schnauze nebeneinander. Dann legen sie ihre Körper aneinander bzw. umschlingen sich und laichen ab. Das Weibchen gibt die Eier ab, die dann vom Männchen besamt werden. Der Laichvorgang dauert etwa 2 Stunden.

Sumatrabarben schwimmen aber gelegentlich auch so eng nebeneinander und stupsen sich an, ohne dabei zu laichen.

Sumatrabarben laichen am frühen Morgen bei Sonnenaufgang. Sie laichen zwischen feingliedrigen Pflanzen, wie Cabomba und indischem Sumpffreund ab.
Die Eier sind klein und glasklar und werden meistens von den eigenen Eltern gefressen. Wenn die Barben abgelaicht haben, werden die Zuchttiere herausgefangen.

Als Vorbeugung gegen Laichverpilzung kann eine Tablette Cilex der Firma Brustmann in das Aufzuchtbecken gegeben werden. Alternativ können 5 Milliliter einer Stammlösung Acriflavin auf jeweils 10 Liter Wasser zugegeben werden.

Díe Eier durchlaufen eine viertägige Larvenzeit. Nach dem Schlüpfen wird ein Teilwasserwechsel mit frischem aber abgestandenen Wechselwasser gemacht. Das Wasser sollte vorher 2 Tage abstehen.

Zur Anfütterung der Brut sind entsprechend kleine Nahrungspartikel nötig. Das Futter muss sorgfältig dosiert werden. Wird zu wenig gefüttert, verhungern die Jungen. Wird zu viel gefüttert, fällt das meiste Futter zu Boden und das Wasser beginnt zu faulen.

Sumatrabarben:

Sumatrabarben beim Balzen und Laichen:

Sumatrabarben im Streit:

Sumatra- und Moosbarben:

Du suchst hier Hilfe? Dann entlaste die Helfer hier und mach mit!
Gesucht werden:

  • Fotos von Fischen, Pflanzen, Krankheiten, Technik usw. Bitte benutzt eure Digitalkameras und schickt Bilder an nheidbuechel/at-nospam/web.de.
    Das /at-nospam/ bitte durch @ ersetzen.
  • Mithelfer bei der Seitenpflege. Wirklich jede Leserin und jeder Leser kann helfen.

Anmerkungen zu dieser Seite
(Fragen im Forum stellen)

20.12.2011 - 23:27

Stephanie Diegel?

Schöne Seite!

Guten Abend! Den ganzen Abend hatte ich schon im Netz nach vernünftigen Informationen zu diesen hübschen Fischen gesucht, da ich selber mitttlerweile einen Schwarm pflege. Ihre Seite hat mir sehr sehr gut gefallen und endlich weiß ich alles, was ich wissen wollte. Die Filme sind eindrucksvoll. besonders der letzte mit dem gemischten Schwarm ist wunderschön. Ein großes Kompliment und danke !

Bitte eine Überschrift eingeben:

Bitte deine Anmerkungen eingeben:
Anmerkungen zur Verbesserung der Seite bleiben stehen, bis sie in die Seite eingearbeitet sind.
Reine Anfragen im Forum stellen.
Wegen der Übersichtlichkeit werden Fragen hier bei den Kommentaren sofort gelöscht.
Bitte deinen Namen eingeben:

Nach dem Abschicken folgt als Spamschutz eine leichte Passwortabfrage.
Eingegebenen Text zur Fehlervorbeugung sichern bzw. markieren und kopieren.




Informationen aus der Wikipedia (Mit externen Links)

Sumatrabarbe
Systematik
Ordnung: Karpfenartige (Cypriniformes)
Überfamilie: Cyprinoidei
Familie: Karpfenfische (Cyprinidae)
Unterfamilie: Barbenähnliche (Barbinae)
Gattung: Puntius
Art: Sumatrabarbe
Wissenschaftlicher Name
Puntius cf. tetrazona
bisher unbeschrieben

Die Sumatrabarbe oder Viergürtelbarbe (Puntius cf. tetrazona) ist ein wissenschaftlich unbeschriebener Süßwasserfisch in der Ordnung der Karpfenartigen mit unbekannter Verbreitung in Südostasien.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Merkmale

Die Sumatrabarbe verfügt über einen hochrückigen, seitlich stark zusammengedrückten und bis auf den Kopf vollständig beschuppten Körper. Die höchste Körperstelle liegt zwischen dem Ansatz der Rückenflosse und dem hinteren Ende der Bauchflossen. Das aus nur acht bis neun Poren bestehende Seitenlinienorgan ist unvollständig; es beginnt am oberen Rand der Kiemendeckel und endet bereits in der dritten Körperbinde, oberhalb der Afterflosse. Die Grundfarbe ist ein bis zu olivfarbener Tönung variierendes Beige. Die Bauchseite ist zwischen dem Ende der Kiemendeckel und dem Ansatz der Bauchflossen hellbeige bis hellsilbrig. Die markanten Schuppen sind dunkelbraun bis schwarz gesäumt. Vier breite, vertikale Bänder umschließen den Körper, sind in der Regel schwarz, können aber auch grünmetallisch glänzen. Das erste verläuft über die Augen, das zweite liegt unmittelbar vor Rücken- und Bauchflossen, das dritte ist eine Fortsetzung der Rückenflossenfärbung und reicht bis in die Afterflosse, das letzte umringt den Ansatz der Schwanzflosse.
Die Brustflossen sind rot, selten transparent und der erste Hartstrahl kann rot sein. Die Bauchflossen sind rot und transparent oder schwarz gesäumt. Der Ansatz der Afterflosse ist wie die Körperbinden gefärbt, der hintere Teil transparent, rötlich oder rot. Die homocerke Schwanzflosse ist gegabelt und trägt an ihrem oberen und unteren Rand einen verschieden intensiven roten Saum. Die Farbe der steil ansteigenden, relativ hohen Rückenflosse entspricht der der Körperbinden und trägt einen breiten roten Saum. Das Auge ist dunkel pigmentiert. Der Kopf einschließlich der Lippen des endständigen Mauls können rot sein; die Oberlippe trägt ein kurzes fädiges Bartelpaar. Männchen erreichen eine Gesamtlänge von fünf, Weibchen von höchstens sieben Zentimeter.

[Bearbeiten] Verbreitung

Nur zwei seriös belegte Vorkommen sind bekannt. Singapur und der Gunung Pulai Recreational Forest in dem malaiischen Bundesstaat Johor im Süden der malaiischen Halbinsel [1]. Alle anderen Verbreitungsdaten in der populären und wissenschaftlichen Literatur beruhen auf Verwechslungen mit anderen Arten oder sie basieren, wenn sie jüngeren Datums sind, auf den Folgen der in Südostasien weit verbreiteten Aquarienfischzucht. Auf der großen Sunda-Insel Sumatra kommt die Sumatrabarbe nicht vor.

[Bearbeiten] Systematik

Zeichnung der von Bleeker 1855 beschriebenen Puntius tetrazona
Puntius anchisporus Zeichnung zu der Erstbeschreibung durch Vaillant, 1902

Der niederländische Arzt und Ichthyologe Pieter Bleeker, der von 1842 bis 1860 als Sanitätsoffizier in Indonesien diente, beschrieb 1855 einen von ihm selbst im Süden Sumatras, in dem heutigen indonesischen Distrikt Lahat , westlich der Stadt Palembang, gefangenen quergestreiften barbinen Karpfenfisch als Capoeta tetrazona [2]. Zwei Jahre später, 1857, beschrieb Bleeker die gleiche quergestreifte Barbe vom identischen Fundort erneut als Systomus sumatrensis [3] und veränderte deren Namen 1860 selbst in Systomus sumatranus [4] (beides Synonyme zu Puntius tetrazona). Dazwischen, 1857, nannte er eine weitere quergestreifte Barbe aus dem Fluss Kahajan im Süden Borneos Puntius tetrazona; diese Art, die Rhombenbarbe, wird heute als Puntius rhomboocellatus bezeichnet [5]. Eine weitere ?Tigerbarbe? beschrieb Léon Vaillant 1904 von Borneo als Barbus anchisporus [6]. Sie unterscheidet sich unter anderem durch die Anzahl der circumpeduncularen, den Schwanzstiel umringenden Schuppen von Puntius tetrazona (P. tetrazona: 12; P. anchisporus: 14) [7]. Und 1934 beschrieb Fowler Barbus partipentazona von Kratt im Südosten Thailands [8]. Mit allen diesen wissenschaftlichen Artbezeichnungen wurde die Sumatrabarbe bereits in Zusammenhang gebracht, bis Klausewitz 1955 den Artnamen Puntius tetrazona manifestierte [9]. Seither trug die Sumatrabarbe diesen Artnamen in nahezu allen wissenschaftlichen und populären Publikationen. Dass bei Kottelat, Whitten, Kartikasari und Wirjoatmodjo 1993 unter Puntius tetrazona das Formalinpräparat einer quergestreiften Barbe mit schwarzen Bauchflossen abgebildet ist, fiel niemand auf [10].
2007 wurde für die Aquaristik erstmals lebend eine quergestreifte Barbe von Borneo nach Deutschland importiert, die über vollständig schwarz gefärbte Rücken-, After- und Bauchflossen verfügt. Axel Zarske, Senckenberg Naturhistorische Sammlungen Dresden, determinierte diesen Fisch als Puntius tetrazona, von dem man nun weiß, dass er auf Sumatra und Borneo vorkommt. Zarske verglich nun alle bisher bekannten quergestreiften Barben und stellte abschließend fest, dass die Sumatrabarbe keiner wissenschaftlich bereits beschriebenen Art zugeordnet werden kann [11].

Die barbinen Karpfenfische Süd- und Südostasiens sind phylogenetisch weitestgehend unbearbeitet. Bis diese gewaltige und nur schrittweise zu bewältigende Arbeit abgeschlossen ist, stehen alle nicht revidierten Arten in der Sammelgattung Puntius [12]. Aufgrund ihrer Ähnlichkeit und jahrzehntelangen Verwechslung mit Puntius tetrazona, wird die Sumatrabarbe als Puntius cf. tetrazona bezeichnet (cf.:das lateinische Verb conferre bedeutet ?zusammentragen?).

[Bearbeiten] Bedeutung für den Menschen

Moosgrünbarbe, eine von mehreren Zuchtformen

Seit ihrer Ersteinfuhr nach Europa, sehr wahrscheinlich 1933 durch die Importfirma Otto Winckelmann, Hamburg-Altona, ist die Sumatrabarbe einer der weltweit am häufigsten gehandelten Aquarienfische. In Südostasien (Thailand, Malaysia, Singapore), den USA, Kanada, Israel und Tschechien wird sie zu diesem Zweck millionenfach vermehrt. Je nach Zuchtstamm und -methode variieren die Intensität der Körperfarben und die erreichbare Gesamtlänge. Das Erscheinungsbild ist aber immer unverkennbar. Es gibt unter verschiedenen Handelsbezeichnungen flächig grün gefärbte (?Mossgrünbarbe?), leucistische (?Hong-Kong-Barbe?), albinotische und xanthoristische Zuchtformen und darüber hinaus Bastarde dieser Zuchtformen mit der Ursprungsart sowie eine leucistische Variante ohne Kiemendeckel.

[Bearbeiten] Literatur

  • Bleeker, P. (1855): Nalezingen op de vischfauna van Sumatra. Visschen van Lahat en Sibogha. Naturkd. Tijdschr. Neder. Indii 9: 257-280.
  • Bleeker, P. (1857): Tiende bijdrage tot de kennis der ichthyologische fauna van Borneo. Visschen van de rivieren Barito, Kahajan en Kapoeas. Acta Soc. Sci. Indo-Neerl. 2: 1-21.
  • Bleeker, P. (1860): Achtste bijdrage tot de kennis der vischfauna van Sumatra (Visschen van Benkoelen, Priaman, Tadjong, Palembang en Djambi). Acta. Soc. Sci. Indo-Neerl. 8 (2): 1-88.
  • Boulenger, G.A. (1894): Descriptions of nex freshwater fishes from Borneo. Ann. Mag. Nat. Hist. 6 (13): 245-251.
  • Duncker, G. (1904): Die Fische der Malayischen Halbinsel. Mitt. Zoo.. Mus. Hamburg 21: 135-207.
  • Fowler, H.W. (1934): Zoological results of the thrid de Schauensee siamese expedition. Part V.: Additional fishes. Proc. Acad. nat. Sci. 86: 335-361.
  • Herre, A.W.T.C. & C.S. Myers (1937): Contribution of the Ichthyology of the Malay Peninsula. Bull. Raffles Mus. 8: 5-75.
  • Klausewitz, W. (1955): See- und Süßwasserfische von Sumatra und Java. Senck. biol. 36 (5/6): 309-323.
  • Kottelat, M (1989): Zoogeography of the fishes from Indochinese inland waters with an annotated checklist. Bull. Zool. Mus. Amsterdam 12 (1): 1-54.
  • Kottelat, M., Whitten, A.J., Kartikasari S.N. & S. Wirjoatmodjo (1993): Freshwater fishes of Western Indonesia and Sulawesi. Periplus Editions, Hong Kong.
  • Koumans, F.P. (1940): On a new species of Puntius from Borneo. Temminckia 5: 189-190.
  • Kullander, S.O. & F. Fang (2005): Two new species of Puntius from northern Myanmar (Teleostei: Cyprinidae). Copeia 2: 290-302.
  • Ladiges, W. (1933): Was brachten die letzten Importe?. Wochenschrift 30 (23): 353.
  • Meinken, H. (1935): Zur Namensfrage verschiedener quergestreifter Barben. Wochenschrift 36 (5): 65-67; (6): 81-83.
  • Ng, H.H. & H.H. Tan (1999): The fishes of the Endau drainage, Penninsular Malaysia with descriptions of two neuw species of catfishes (Teleostei: Akysidae, Bagridae). Zool Stud. 38 (3): 350-366.
  • Roberts, T.R. (1989): The freshwater fishes of western Borneo (Kalimantan Barat, Indonesia). Mem. Cal. Acad. Sci 14.
  • Vaillant, L.M. (1902): Résultats zoologiques de l'expedition scientifique Nérlandaise au Bornéo central. Notes Leden Mus. 14: 1-166.
  • Weber, M. & L.F. de Beaufort (1916): The foshes of the indo-australian Archipelago. Vol 3: Ostariophysi, Apodes, Synbranchi. E. Brill, Leiden.
  • Zarske, A. (2008) Zur Identität der Sumatra- oder Viergürtelbarbe. Aquaristik Fachmagazin 39 (6): 4-12.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Herre, A.W.T.C. & C.S. Myers (1937): Contribution of the Ichthyology of the Malay Peninsula. Bull. Raffles Mus. 8: 5-75
  2. Bleeker, P. (1855): Nalezingen op de vischfauna van Sumatra. Visschen van Lahat en Sibogha. Naturkd. Tijdschr. Neder. Indii 9: 257-280
  3. Bleeker, P. (1857): Tiende bijdrage tot de kennis der ichthyologische fauna van Borneo. Visschen van de rivieren Barito, Kahajan en Kapoeas. Acta Soc. Sci. Indo-Neerl. 2: 1-21
  4. Bleeker, P. (1860): Achtste bijdrage tot de kennis der vischfauna van Sumatra (Visschen van Benkoelen, Priaman, Tadjong, Palembang en Djambi). Acta. Soc. Sci. Indo-Neerl. 8 (2): 1-88
  5. Koumans, F.P. (1940): On a new species of Puntius from Borneo. Temminckia 5: 189-190
  6. Vaillant, L.M. (1902): Résultats zoologiques de l'expedition scientifique Nérlandaise au Bornéo central. Notes Leden Mus. 14: 1-166
  7. Kottelat, M., Whitten, A.J., Kartikasari S.N. & S. Wirjoatmodjo (1993): Freshwater fishes of Western Indonesia and Sulawesi. Periplus Editions, Hong Kong
  8. Fowler, H.W. (1934): Zoological results of the thrid de Schauensee siamese expedition. Part V.: Additional fishes. Proc. Acad. nat. Sci. 86: 335-361
  9. Klausewitz, W. (1955): See- und Süßwasserfische von Sumatra und Java. Senck. biol. 36 (5/6): 309-323
  10. Kottelat, M., Whitten, A.J., Kartikasari S.N. & S. Wirjoatmodjo (1993): Freshwater fishes of Western Indonesia and Sulawesi. Periplus Editions, Hong Kong
  11. Zarske, A. (2008) Zur Identität der Sumatra- oder Viergürtelbarbe. Aquaristik Fachmagazin 39 (6): 4-12 PDF
  12. Kottelat, M (1989): Zoogeography of the fishes from Indochinese inland waters with an annotated checklist. Bull. Zool. Mus. Amsterdam 12 (1): 1-54

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Puntius tetrazona ? Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


Text und Bilder der Zusatzinformation stammen aus dem Artikel Sumatrabarbe der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU Free Documentation License. Die Liste der Autoren ist in der Wikipedia unter dieser Seite verfügbar, der Original-Artikel lässt sich hier bearbeiten.




Seite wurde zuletzt am 07.01.2012 17:14 Uhr geändert
Hochladen | Bearbeiten | Ältere Fassungen | Wiki Hilfe | Druck
PmWiki version pmwiki-2.2.36