Keilfleckbarben
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Seltsames Verhalten


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Keilfleckbarbe mit Schleierflosse

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Lizenz: CC Attr. SA 2.0
Urheber: Stefan Maurer

Von einigen Aquarianern wird die folgende Verhaltensweise berichtet. Meistens ausgelöst durch ein Anschubsen durch einen anderen Fisch dreht sich eine Keilfleckbarbe, Trigonostigma heteromorpha, auf den Rücken und torkelt wie tot Richtung Boden. Dabei überschlägt sie sich mehrmals. Plötzlich richtet sie sich wieder auf und schwimmt wieder völlig normal.

Das Laichverhalten

Keilfleckbarbe
Keilfleckbarbe
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Foto: Marc-Kevin

Bei der Paarung schwimmen Keilfleckbarben in Gruppen von jeweils zwei oder drei Fischen durch das Aquarium. Dabei zucken sie schnell mit ihren Flossen. Hin und wieder schwimmt eine Barbe auf dem Rücken an die Unterseite der Blätter von Wasserpflanzen. Eine andere Keilfleckbarbe stößt das erste Tier meistens weg und macht das selbe.


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Keilfleckbarbe

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: CC Attr. SA 2.0
Urheber: Stefan Maurer

Dieses Verhalten kann sich mehrere Tage hinziehen bevor die Keilfleckbarben plötzlich anfangen abzulaichen. Die Eier sind sehr klein und durchsichtig. Man erkennt den Laich, wenn man das Blatt anschließend mit einer Lupe genau betrachtet. Man kann auch das Blatt abkneifen und in eine Kunststoffdose legen, die in das Aquarium gehängt wird. Bei seitlichem Lichteinfall kann man die Eier meistens erkennen. Wenn die Eier am nächsten Tag weiß sind, schlüpfen keine Jungen.

Hinweise zur Aufzucht

Junge Keilfleckbarben können nach dem Aufzehren des Dottersacks mit Mikrofutter aus Aquariengeschäften ernährt werden, z. B. mit Liquifry oder JBL Nobofluid. Vorzugsweise sollte Lebendfutter gegeben werden.


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Keilfleckbarbe

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: GNU General Public License 2
Urheber: Vanina82

Nach dem Füllen der Schwimmblase können 2 bis 3 mal am Tag Pantoffeltierchen gefüttert werden. Bei Keilfleckbarben ist das etwa ab dem 6. Tag nach dem Schlüpfen. Weil die Jungen empfindlich gegen Infusorien im Wasser sind, müssen die Pantoffeltierchen gut gereinigt werden.

Sehr kleine Artemien z. B. von San Francisco Bay werden ebenfalls gefressen. Die Artemien sollten durch das feinste Hobby-Dohse-Sieb noch eben durchpassen, damit sie die richtige Größe für die Bärblinge haben. Artemien sollen das beste Aufzuchtfutter sein, das die Jungen nach dem Freischwimmen ab ca. dem 6. Tag gleich annehmen.
Hin und wieder kann auch eine kleine Menge hartgekochtes, angetrocknetes Eigelb gefüttert werden.


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Keilfleckbarben

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: CC Attr. SA 3.0
Urheber: ?

Nach ein bis zwei Wochen können dann langsam größere Artemianauplien gegeben werden. Evtl. fressen sie auch schon junge Hüpferlinge. Mit Lebendfutter wachsen die Jungen schneller und gesünder.

Später werden die Jungen mit JBL TOM, Cyclops Eeze , Microwürmchen oder Moina gefüttert.

Damit beim Wasserwechsel keine Jungen mit abgesaugt werden, wird über das Schlauchende im Wasser feinporiger Schaumstoff gestülpt.


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Laichende Keilfleckbarben

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Urheber: Stefan Maurer


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Laichende Keilfleckbarben

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Urheber: Stefan Maurer


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Laichende Keilfleckbarben

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Urheber: Stefan Maurer


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Keilfleckbarbe

Foto: Viola (Forum)

So stehen Keilfleckbarben in Kleinrevieren:

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Informationen aus der Wikipedia (Mit externen Links)

Keilfleckbärbling
Systematik
Ordnung: Karpfenartige (Cypriniformes)
Überfamilie: Cyprinoidei
Familie: Karpfenfische (Cyprinidae)
Unterfamilie: Bärblinge (Rasborinae)
Gattung: Trigonostigma
Art: Keilfleckbärbling
Wissenschaftlicher Name
Trigonostigma heteromorpha
(Duncker, 1904)

Der Keilfleckbärbling (Trigonostigma heteromorpha) ist ein kleiner Karpfenfisch aus Südostasien.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Merkmale

Gemeinsam mit zwei weiteren Arten der Gattung Trigonostigma unterscheiden sich Keilfleckbärblinge von den meisten anderen Rasborinen durch ihren hochrückigen Körper: die breiteste Stelle liegt zwischen den ersten Strahlen der Rücken- und Bauchflossen. Keilfleckbärblinge verfügen über relativ große Schuppen. Ihre Grundfärbung liegt zwischen einem hellen Roséton und glänzendem Kupferrot. Die Färbung ist am Kopf, am Rücken sowie auf dem Schwanzflossenstiel intensiver und setzt sich in den unpaarigen Flossen fort. Zur Bauchseite hin wirken die Fische silbrig bis weiß. Der markante, namensgebende "Keil" beginnt unterhalb des Rückenflossenansatzes und endet bei Weibchen in der Schwanzflossenwurzel. Bei männlichen Fischen zieht er sich als dunkle Spitze durch die Mitte der Schwanzflosse. Darüber hinaus trägt die Afterflosse der Männchen eine dunkle Strichzeichnung, die bei Weibchen kaum sichtbar oder gar nicht auftritt. Das Maul ist oberständig. Wie bei nahezu allen anderen rasborinen Karpfenfischen auch, ist die Seitenlinie nicht vollständig ausgeprägt [1] [2]. Sie erreichen eine Gesamtlänge von zwei bis zweieinhalb Zentimeter.

[Bearbeiten] Verbreitung und Ökologie

Der Ichthyologe und spätere Kustos am Zoologischen Museum Hamburg, Georg Duncker, entdeckte die Art in einem Teich des botanischen Gartens von Singapur und beschrieb sie 1904 in einer zusammenfassenden Arbeit über die von ihm auf der malaiischen Halbinsel gesammelten Süßwasserfische [3]. Auch alle in den darauf folgenden 20 Jahren gesammelten Keilfleckbärblinge kamen direkt aus oder über Singapur nach Europa. Tatsächlich erstreckt sich das Verbreitungsgebiet dieser verborgen lebenden Art über die gesamte malaiische Halbinsel und den Südosten Thailands. Der ebenfalls an Hamburgs zoologischem Museum tätige Werner Ladiges, der die natürlichen Lebensräume zuerst untersuchte, nannte beschattete und verkrautete Bäche als Heimatgewässer der Keilfleckbärblinge. Immer lag die Gesamthärte des Wassers unter 3 °dGH, war also sehr weich [4]. Keilfleckbärblinge ernähren sich von Insektenlarven, Copepoden und anderem Zooplankton sowie von Anflugnahrung.

[Bearbeiten] Fortpflanzung

Keilfleckbärblinge sind keine Schwarmfische, sondern leben, wie sehr viele andere kleine Karpfenfische auch, in einfach strukturierten sozialen Verbänden. Zur Fortpflanzung sondern sich Männchen ab und werben mit weit gespreizten Flossen und ruckartigen bis tänzerischen Bewegungen um laichbereite Weibchen. Auf diese Weise bilden sich kurzzeitig Paare. Die Weibchen kleben den Laich an die Blattunterseiten von Wasserpflanzen, erst danach erfolgt die Befruchtung durch das Männchen. Darüber hinausgehende Brutpflege besteht nicht, auch nicht in Form von Bewachung des Laichplatzes [5] [6].

[Bearbeiten] Systematik

Für die zuvor in die Sammelgattung Rasbora gestellten Keilfleckbärblinge schufen Maurice Kottelat und der Zellbiologe Kai-Erik Witte 1999 die Gattung Trigonostigma [7]. Wichtigstes Abgrenzungsmerkmal war dabei das von allen anderen südostasiatischen Bärblingen deutlich abweichende Fortpflanzungsverhalten. Es ist allen vier Vertretern der Keilfleckbärblinge eigen. Also auch Trigonostigma hengeli (Meinken, 1956), Trigonostigma somphongsi (Meinken, 1958) und Trigonostigma espei (Meinken, 1976). Die beiden zuletzt genannten Arten gelten als valid, während die Beschreibung von T. hengeli aufgrund ihrer ungenügenden Diagnose zweifelhaft ist [8].

Untersuchungen der mitochondrialen DNA zahlreicher südostasiatischer Karpfenfische durch Tang et al. (2010) gaben Argumente zu einer Rückführung in die Gattung Rasbora sensu lato [9], während eine weitere Untersuchung durch S. O. Kullander et. al. (2010) Anlass für die Beibehaltung der neuen Gattung Trigonostigma gibt [10].

[Bearbeiten] Bedeutung für den Menschen

Keilfleckbärblinge sind beliebte und im Tierhandel ständig angebotene Aquariumfische. Es gibt eine melanistische, eine xanthoristische und eine schleierflossige Zuchtform. Die erste Lebendeinfuhr nach Europa erfolgte 1906 durch den Tierhändler und Züchter Julius Reichelt, Berlin. Erst über 20 Jahre später gelang einem Herrn Gundelach aus Thüringen die Welterstzucht, weil er über weiches Wasser verfügte, das für die Eientwicklung maßgebend ist. Heute stammen die weltweit gehandelten Keilfleckbärblinge aus Großzüchtereien in Thailand, Malaysia, Polen und Tschechien [11] [12].

[Bearbeiten] Quellen

  • Alfred, E. R. (1963): Some comments on the type specimens of Malayan fishes described by George Duncker. Bull. Nat. Mus. Singapore, 32: 165-166.
  • Duncker, G. (1904): Die Fische der malayischen Halbinsel. Mitteilungen aus dem Naturhistorischen (Zoologischen) Museum in Hamburg v. 21: 133-207, Pls. 1-2.
  • Kottelat, M., Whitten, A.J., Kartikasari, N.S. and S. Wirjoatmodjo (1993): Freshwater fishes of Western Indonesia and Sulawesi. Periplus Editions, Hong Kong.
  • Kottelat, M. and K.-E. Witte (1999): Two new species of Microrasbora from Thailand and Myanmar, with two new generic names for small southeast Asian cyprinid fishes (Teleostei: Cyprinidae). Journal of South Asian Natural History, 4 (1): 49-56.
  • Ladiges, Werner (1951): Der Fisch in der Landschaft, 2. Auflage, Verlag Gustav Wenzel & Sohn, Braunschweig.
  • Ladiges, W.; von Wahlert, G. and E. Mohr (1958): Die Typen und Typoide der Fischsammlung des Hamburgischen Zoologischen Staatsinstituts und Zoologischen Museums::. Mitteilungen aus dem Hamburgischen Zoologischen Institut, 56: 155-167.
  • Liao, T. Y., Kullander, S.O. and F. Fang (2009): Phylogenetic analysis of the genus Rasbora (Teleostei: Cyprinidae). Zoologica Scripta: 1-22.
  • Meinken, H. (1956): Mitteilungen der Fischbestimmungsstelle des VDA. XXIII. Rasboa hengeli spec. nov., eine sehr hübsche Neuheit für das Liebhaberbecken. D. Aqu. u. Terr. Z. (DATZ) 9 (11): 281-283.
  • Meinken, H. (1958): Mitteilungen der Fischbestimmungsstelle des VDA. XXIX. Rasbora somphongsi eine neue Zwergrasbora. D. Aqu. u. Terr. Z. (DATZ) 11 (3): 67-69.
  • Meinken, H. (1967): Aus Thailand kam eine hübsche Unterart der Keilfleckbarbe. Das Aquarium 1 (2): 14-16.
  • Stallknecht, H. (1994): Barben und Bärblinge. Tetra-Verlag, Melle. ISBN 3-89745-116-6.
  • Steinle, C.-P. (1998): Barben und Bärblinge. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart. ISBN 3-8001-7433-2.
  • Tang, K.L. et. al. (2010): Systematics of the subfamily Danioninae (Teleostei: Cypriniformes: Cyprinidae). Molecular Phylogenetics and Evolution 57: 189-214.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Stallknecht, H. (1994): Barben und Bärblinge. Tetra-Verlag, Melle. ISBN 3-89745-116-6
  2. Steinle, C.-P. (1998): Barben und Bärblinge. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart. ISBN 3-8001-7433-2
  3. Duncker, G. (1904): Die Fische der malayischen Halbinsel. Mitteilungen aus dem Naturhistorischen (Zoologischen) Museum in Hamburg v. 21: 133-207, Pls. 1-2
  4. Ladiges, Werner (1951): Der Fisch in der Landschaft, 2. Auflage, Verlag Gustav Wenzel & Sohn, Braunschweig
  5. Stallknecht, H. (1994): Barben und Bärblinge. Tetra-Verlag, Melle. ISBN 3-89745-116-6
  6. Steinle, C.-P. (1998): Barben und Bärblinge. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart. ISBN 3-8001-7433-2
  7. Kottelat, M. and K.-E. Witte (1999): Two new species of Microrasbora from Thailand and Myanmar, with two new generic names for small southeast Asian cyprinid fishes (Teleostei: Cyprinidae). Journal of South Asian Natural History, 4 (1): 49-56
  8. Steinle, C.-P. (1998): Barben und Bärblinge. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart. ISBN 3-8001-7433-2
  9. Tang, K.L. et. al. (2010): Systematics of the subfamily Danioninae (Teleostei: Cypriniformes: Cyprinidae). Molecular Phylogenetics and Evolution 57: 189-214
  10. Liao, T.Y., S.O. Kullander & F. Fang 2010: Phylogenetic analysis of the genus Rasbora (Teleostei: Cyprinidae). Zoologica Scripta 39(2):155-176
  11. Stallknecht, H. (1994): Barben und Bärblinge. Tetra-Verlag, Melle. ISBN 3-89745-116-6
  12. Steinle, C.-P. (1998): Barben und Bärblinge. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart. ISBN 3-8001-7433-2

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Keilfleckbärbling ? Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


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