Blaue Antennenwelse
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Das Namensdurcheinander bei (Blauen) Antennenwelsen

Die meistens im Handel oder bei Fischbörsen erhältlichen Antennenwelse werden oft als Blaue Antennenwelse, Anicistrus dolichopoterus, bezeichnet. Allerdings findet man an diesen Welsen überhaupt nichts Blaues. Ein angeblicher bläulicher Schimmer ist, wenn überhaupt, nur auf Fotos zu sehen nicht aber an Tieren, die man direkt im Aquarium betrachtet. Die ursprüngliche Herkunft dieser Welse ist ungeklärt. Wahrscheinlich handelt es sich um eine Mischung mehrerer Arten von Harnischwelsen.

Die richtige Bezeichnung dieser „normalen“ Antennenwelse ist Brauner Antennenwels, Ancistrus sp.

Als Blauer Antennenwels, Ancistrus dolichopterus, wurde ursprünglich in der Erstbeschreibung ein Wels beschrieben, der später in der Zeitschrift DATZ als L 183 vorgestellt wurde. Dieser Wels hat tatsächlich einen bläulichen Schimmer.


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Blauer Antennenwels (Ancistrus dolichopterus)

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: CC Attr. SA 2.5
Urheber: André Karwath

Der L 183 wiederum wurde lange fälschlich als Ancistrus hoplogenys bezeichnet. Da dieser als Ancistrus dolichopterus erkannt wurde, ist seine Bezeichnung als A. dolichopterus hinfällig.

Wahrscheinlich handelt es sich bei A. hoplogenys um einen L 59. Allerdings nicht um den L 59 aus dem Aqualog. Dort und in der Folge ist auf vielen Internetseiten ein L 183 zu sehen.

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Informationen aus der Wikipedia (Mit externen Links)

Blauer Antennenwels
Systematik
Ordnung: Welsartige (Siluriformes)
Überfamilie: Loricarioidea
Familie: Harnischwelse (Loricariidae)
Unterfamilie: Ancistrinae
Gattung: Antennen-Harnischwelse (Ancistrus)
Art: Blauer Antennenwels
Wissenschaftlicher Name
Ancistrus dolichopterus
Kner, 1854

Der Antennenwels (Ancistrus dolichopterus) ist ein Süßwasserzierfisch aus der Gattung der Antennen-Harnischwelsen. Trotz des deutschen Artnamens gehören die Tiere nicht zur Familie der Antennenwelse (Pimelodidae).

Als Aquarienfisch wurde der Antennenwels 1911 von zwei Hamburger Importeuren nach Deutschland gebracht.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Merkmale

Er kann eine Größe von 13 cm bis 15 cm erreichen, wobei die Weibchen etwas kleiner bleiben. Er hat eine Lebenserwartung von etwa 10 bis 15 Jahren.

[Bearbeiten] Lebensraum

Er ist ausschließlich in schnellen, klaren Gewässern des Amazonas in Südamerika zu finden, welche eine Temperatur zwischen 22 und 28 °C aufweisen.

[Bearbeiten] Nahrung

Seine Hauptnahrung besteht aus Algen und den in ihnen lebenden Mikroorganismen.

[Bearbeiten] Fortpflanzung

Der Antennenwels laicht in Höhlen und unter Wurzeln. Das Männchen betreibt Brutpflege und befächelt das Gelege ständig mit Frischwasser. Die Eier sind etwa 3 mm groß und deutlich orangefarben gefärbt. Das Weibchen legt bis zu 90 Eier in Gelegeballen. Hat sich ein Pärchen erst gefunden, laicht das Weibchen unter guten Bedingungen alle 21 Tage. Die Jungen schlüpfen nach ca. 5 Tagen. Nach etwa 14 Tagen verschwindet der große Dottersack.

Ancistrus sp. Rio Paraguay

[Bearbeiten] Gefährdungssituation

Die Weltnaturschutzunion IUCN führt den Antennenwels in der Roten Liste gefährdeter Arten auf Grund seiner sehr großen Verbreitung, mangels wichtiger Bedrohungen und seiner lokalen Häufigkeit als nicht gefährdet (Least Concern)[1].

[Bearbeiten] Verwandtschaft

Die Tiere sind nur schwer vom ähnlichen Gelbbraunen Antennenwels (A. temminckii) zu unterscheiden.

Ähnlich gezeichnet ist der bisher unbeschriebene Ancistrus sp. Rio Paraguay, der statt des hellbraunen ein rotbraunes Fleckenmuster besitzt und mit einer Länge von 12 bis 14 cm kleiner ist. Seine Grundfarbe ist meist grau bis schwarz, der Bauch ist grau mit einem rosa Schimmer. Er wurde auf der bolivianischen Seite des Rio Paraguay nachgewiesen. [2]

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Ancistrus dolichopterus in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2009. Eingestellt von: Reis, R & Lima, F., 2007. Abgerufen am 6. März 2010
  2. Seidel, Ingo / Evers, Hans-Georg: Wels Atlas, 2. Band, 2005, ISBN 978-3882440676

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Blauer Antennenwels ? Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien


Text und Bilder der Zusatzinformation stammen aus dem Artikel Blauer_Antennenwels der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU Free Documentation License. Die Liste der Autoren ist in der Wikipedia unter dieser Seite verfügbar, der Original-Artikel lässt sich hier bearbeiten.




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