Antennenwelse stammen aus schnell fließenden, klaren Bächen, die in den Amazonas fließen. Sie werden in der Regel 12 bis 15 Zentimeter groß. Es wurde auch schon von über 20 Zentimeter großen Antennenwelsen berichtet. Sie werden über 11 Jahre alt. Das Aquarium sollte mindestens 80 Zentimeter groß sein. Antennenwelse können als Einzeltier gehalten werden. Bei den am meisten verkauften Antennenwelsen handelt es sich um Braune Antennenwelse, Ancistrus spec.
Männchen suchen sich passende Partnerinnen gern selbst und harmonieren nicht mit allen Weibchen. Zu je einem Männchen können zwei bis drei Weibchen gesetzt werden. Männchen führen miteinander Revierkämpfe durch, bei denen sie sich auch verletzen können. Gegenüber anderen Fischarten sind sie in der Regel friedlich. Bei der Fütterung oder wenn z. B. ein anderer Wels an unpassender Stelle liegt, scheuchen sie aber auch andere Fische teilweise heftig weg. Auch Jungfischen stellen sie normalerweise nicht nach. Eiergelege lutschen sie aber sehr gerne weg.
Antennenwelse sind sehr anpassungsfähig. Sie können in sehr weichem Wasser bei z. B. KH 1 und GH 4 gehalten werden. Sie können aber auch in hartem Wasser gehalten werden. Sie vermehren sich sogar in Becken für ostafrikanische Buntbarsche mit Korallensandgrund und vielen Kalksteinen. Sogar in stark belastetem Wasser sind sie oft die letzten Überlebenden. Das Wasser sollte klar und sauerstoffreich sein. Eine starke Strömung sollte vorhanden sein.
Antennenwels Vergrößerung Foto: Name bei Plattencrash verloren
Geeignete Wasserwerte:
Gesamthärte: 2 bis über 30°
pH-Wert: 5,8 bis 8,9
Temperatur: 18 bis 27°
Extrem hartes und alkalisches Wasser bietet jedoch nicht gerade ideale Bedingungen. Gute Bedingungen sind Werte um ph 6,5, GH 10, KH 4.
Wichtig ist, dass genügend Versteckplätze vorhanden sind, z. B große Wurzeln. Dort ruhen sie sich vor Licht geschützt, oft bewegungslos, aus.
Holzwurzeln sind für Antennenwelse lebensnotwendig wie für die meisten Harnischwelse. In ihren Herkunftsgebieten fressen Antennenwelse Baumstämme, die ins Wasser fallen.
Die Tiere brauchen die Zellulose, um ihre Darmfunktion aufrechtzuerhalten. Dazu kann im Prinzip jedes Holz genommen werden, bevor es schimmelt.
Im Aquarium können auch Bambusrohre verwendet werden. Diese werden von Antennenwelsen ebenfalls abgeraspelt. Bambusrohre sollten gut ausgekocht und eine Woche lang gewässert werden.
Antennenwelse fangen
Antennenwelse können relativ einfach mit der Hand gefangen werden. Ein Wels wird vorsichtig in eine Ecke getrieben. Dann wird die Hand vorsichtig so unter den Wels geschoben, dass Sand oder Kies mit aufgenommen wird. Der Wels merkt erst wenn es zu spät ist, dass er gefangen wird.
Verschiedene Ancistrus-Arten wie temmincki, hoplogenys und dolichopterus können in einem Aquarium vergesellschaftet werden. Es werden die gleichen Probleme auftreten, die auch auftreten, wenn mehrere Ancistren einer Art gleichzeitig die gleiche Höhle besetzen wollen.
Allerdings können sich einige Arten miteinander vermehren. Solche Kreuzungen sind unerwünscht, damit die natürlichen Arten nicht verlorengehen. Deshalb sollten unterschiedliche Arten getrennt gehalten werden. Wahrscheinlich sind die meistens gehaltenen „normalen“ Antennenwelse das Ergebnis solcher Kreuzungen, von denen die beteiligten Vorfahren unbekannt sind.
Adaptive Augen bei Antennenwelsen
Am Tag haben Antennenwelse einen kleinen Fleck im Auge. Nachts fehlt dieser Fleck und die Augen wirken wesentlich größer. Durch die Nachtaktivität haben sie anpassungsfähige Augen entwickelt und legen tagsüber einen Lichtschutzfleck über die Iris. Die Augen werden so abgedunkelt.
Antennenwelse liegen schon mal auf dem Rücken.
Einige Antennenwelse legen sich offenbar gerne auf den Rücken, z. B. unter Wurzeln, ohne sich dabei festzusaugen. Einige verbringen in solchen Haltungen Stunden und scheinen dabei zu schlafen.
Antennenwelse zwängen sich gerne so weit wie möglich in den Filterauslauf von Innenfiltern. Berichtet wird das auf jeden Fall von Weibchen. Ob sie die Strömung mögen oder den Filterauslauf mit einer Höhle verwechseln, ist unklar.
Weil Saugmaulwelse ursprünglich aus schnellfließenden Gewässern kommen, ist das Verhalten jedenfalls normal. Von jungen Antennenwelsen wurde sogar berichtet, dass diese den Kopf regelrecht aus dem Wasser gereckt und ihn in den Filtereinlass eines Außenfilters gehalten haben.
Antennenwelse bilden keine festen Paare.
Antennenwelse laichen mit wechselnden Partnern ab. Sie bilden keine festen Paare.
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Museu de História Natural de Campinas, Campinas, SP, Brazil.
Die Antennenwelse (Pimelodidae) sind in den Flüssen Mittel- und Südamerikas, vom äußersten Süden Mexikos bis in den Norden Argentiniens und auf Inseln der Karibik heimisch. Mit über 110 Arten in über 30 Gattungen sind sie eine sehr artenreiche Welsfamilie.
Namensgebend für die Familie sind drei Paare langer dünner Barteln, von denen die Oberkieferbarteln am längsten sind und über die Schwanzflosse hinausragen können. In der Regel werden sie nach vorne gestreckt. Der Kopf ist groß und kann stark abgeplattet sein. Er ist bei vielen Arten nur von einer sehr dünnen Haut bedeckt, so das die Schädelknochen gut zu sehen sind. Das Maul ist endständig. Der Körper ist schuppenlos, gestreckt und oft sehr lang. Die Seitenlinie ist meist vollständig, gerade oder leicht gebogen. Die kleinste Art Megalonema pauciradiatum wird nur 3,8 Zentimeter groß [1], während Brachyplatystoma filamentosum eine Länge von 3,6 Metern erreicht [2]. Die Rückenflosse sitzt relativ weit vorne. Sie und die Brustflossen weisen in den meisten Fällen einen Flossenstachel auf. Die Schwanzflosse ist meist tief gegabelt, manchmal mit ausgezogenen Spitzen, oder abgerundet. Die Fettflosse ist gut entwickelt, oft sehr groß und bei wenigen Arten mit der Schwanzflosse verbunden.
[Bearbeiten]Lebensweise
Antennenwelse besiedeln große Ströme, Urwaldseen und Bäche. Besonders häufig sind sie in den trüben Weißwasserflüssen des Amazonasbeckens. Sie sind meist dämmerungs- und nachtaktiv. Die meisten Arten sind Einzelgänger, viele leben aber auch in kleinen Gruppen. Antennenwelse ernähren sich von Fischen, Krebstieren und anderen Wirbellosen. Große Arten können auch kleinere Säuger bis zur Größe eines Affen erbeuten. Einige Arten fressen auch Früchte. Die Fortpflanzung ist weitgehend unbekannt. Viele Arten unternehmen Laichwanderungen.
JP Sullivan, Lundberg JG; Hardman M: A phylogenetic analysis of the major groups of catfishes (Teleostei: Siluriformes) using rag1 and rag2 nuclear gene sequences. In: Mol Phylogenet Evol.. 41, Nr. 3, 2006, S. 636?62. doi:10.1016/j.ympev.2006.05.044.
Lundberg, John G., Akama, Alberto (2005): Brachyplatystoma capapretum: a New Species of Goliath Catfish from the Amazon Basin, with a Reclassification of Allied Catfishes (Siluriformes: Pimelodidae).Copeia 2005 (3): 492?516. doi:10.1643/CI-04-036R1
Stewart, Donald J. (1986): Revision of Pimelodina and Description of a New Genus and Species from the Peruvian Amazon (Pisces: Pimelodidae). Copeia 1986 (3): 653?672. doi:10.2307/1444947
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