Die Angaben auf diesen Seiten dienen ausschließlich als erste Anhaltspunkte, um bei Beratungsstellen und Tierärzten gesicherte Diagnosen und Behandlungsmethoden zu erfragen. Trotz größter Sorgfalt kann keine Verantwortung für die Richtigkeit von Diagnosen, Behandlungsvorschlägen und Tipps übernommen werden.
Symptome
Äußere Symptome
- Fische haben einen roten Fleck in der Schwimmblasengegend.
Verhalten
- Fische haben Gleichgewichtsstörungen.
- Fische schwimmen ruckartig, häufig knapp über dem Boden.
- Fische hängen mit dem Bauch nach oben im Wasser.
Innere Symptome
Fotos
Ein Klick auf ein Foto zeigt das ganze Bild, soweit vorhanden.
Foto: Reinhold Weinberger
Toter Karfunkelsalmler mit Schwimmblasenentzündung
Reinhold Weinberger hat zwei Filme des oben abgebildeten Karfunkelsalmler zur Verfügung gestellt:
Film 1 (ZIP-Datei, ca. 4,2 MB)
Film 2 (ZIP-Datei, ca. 2,0 MB)
Kurz nach der Aufnahme starb der Fisch.
Ursachen
Treten die genannten Symptome nur sporadisch auf und verschwinden nach kurzer Zeit wieder, handelt es sich nicht um ein Problem mit der Schwimmblase. Die betroffenen Fische haben vermutlich Luft geschluckt. Dies tritt bei einigen Fischarten, z. B. Roten Neons, häufig nach der Fütterung mit Flockenfutter auf. Bei ihrem gierigen Schnappen nach den Futterflocken, die an der Wasseroberfläche schwimmen, wird zu viel Luft aufgenommen. Die Fische haben einige Zeit zu viel Auftrieb, gegen den sie durch ruckartiges Schwimmen ankämpfen. Das Problem tritt nicht auf, wenn die Futterflocken unter die Wasseroberfläche gehalten werden, so dass sie sofort Wasser aufnehmen und absinken. Die Fische fressen die Flocken dann nicht an der Wasseroberfläche sondern in den mittleren und unteren Wasserschichten.
Schwimmblasenprobleme treten meist plötzlich in vorher gesunden Fischbeständen auf. Es sind praktisch immer nur einzelne Tiere betroffen. Die genauen Ursachen von Schwimmblasenproblemen sind nicht geklärt. Eine mögliche Ursache sind plötzliche Temperaturänderungen. Aber auch andere Ursachen, wie bakterielle Infektionen sind möglich. Parasiten sind Ursache für die Samtkrankheit, bei der befallene Fische oft auf den Boden sinken. Seltener sind Fadenwürmer (Nematoden) oder Sporozoen die Ursache. Eine weitere mögliche Ursache ist eine Gasübersättigung nach einem Wasserwechsel.
Bei Salmlern treten scheinbar als Alterserscheinung Symptome auf, die den Symptomen bei Schwimmblasenproblemen gleichen. Die Schwanzflosse sackt dabei ständig herunter und muss mit Muskelkraft wieder gehoben werden. In diesen Fällen ist keine Heilung möglich. Betroffene Fische können noch lange leben, bis sie so geschwächt sind, dass sie den notwendigen Kraftaufwand nicht mehr leisten können.
Behandlungsvorschläge
Betroffene Fische sollten nach Möglichkeit in ein Aquarium oder einen anderen Behälter mit flachen Wasser umgesetzt werden. Das Wasser sollte ca. 13 cm tief sein. Besonders bei einer Schwimmblasenentzündung aufgrund zu niedriger Temperaturen kann eine langsame Temperaturerhöhung um 2 bis 5 Grad zur Heilung beitragen. Die Höhe der Temperaturerhöhung hängt von der jeweiligen Fischart ab. Diese muss die entsprechende Temperatur verkraften können. In einigen Fällen hilft auch die Zugabe von etwa 1 Gramm Salz je Liter Wasser. Dabei ist natürlich Voraussetzung, dass die Fischart diese Salzzugabe verträgt. Zusätzlich oder alternativ kann eine Behandlung mit antibakteriellen Heilmitteln helfen.
Häufig sind Schwimmblasenprobleme trotz Einsatz von Medikamenten nicht heilbar. Betroffene Fische die stark beeinträchtigt sind oder nicht mehr fressen können, sollten schonend getötet werden. Die Filme zeigen, mit welcher Kraftanstrengung der Salmler versucht, gegen das Absinken auf den Boden anzukämpfen. Solche Kraftanstrengungen sind nur kurzfristig verkraftbar.
Weitere Informationen
Bakterielle Infektionen
Heilmittel gegen baktierielle Infektionen
Fadenwürmer (Nematoden)
Gasblasenkrankheit
Sporozoen
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