Die Angaben auf diesen Seiten dienen ausschließlich als erste Anhaltspunkte, um bei Beratungsstellen und Tierärzten gesicherte Diagnosen und Behandlungsmethoden zu erfragen. Trotz größter Sorgfalt kann keine Verantwortung für die Richtigkeit von Diagnosen, Behandlungsvorschlägen und Tipps übernommen werden.
Symptome
Äußere Symptome
- Der Bauch laichbereiter, weiblicher Fische wird immer dicker, ohne dass die Weibchen ablaichen.
Verhalten
Innere Symptome
- Die Bauchhöhle ist voller Eier, die oft verfault sind.
Fotos
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Fotos: Robert Christmann
Dornauge, das an Laichverhärtung starb
Fotos: Wolfram
An Laichverhärtung gestorbenes Dornauge
Film 1
Film 2
Filme und Fotos: Wolfram
Otocinclus mit aufgeblähtem Bauch, vermutlich wegen Laichverhärtung. Auf den Detailfotos und den Filmen ist die Laichröhre zu erkennen, die vergeblich versucht, die Eier herauszupumpen. Nach dem Tod des Tieres konnten mit relativ viel Druck die Eier herausgestrichen werden. Die Eier waren relativ groß und konnten vielleicht deshalb nicht abgegeben werden.
Von Otocinclus ist bekannt, dass sie häufig längere Zeit aufgeblähte Bäuche haben. In dieser Zeit liegen sie oft relativ lethargisch herum. Irgendwann sind dann die Bäuche wieder normal und die Tiere verhalten sich wieder normal. Ob es sich dabei um Weibchen handelt, die eine Laichverhärtung überleben, ist unklar.
Ursachen
Laichverhärtung tritt auf, wenn die Weibchen einer Fischart aus bestimmten Gründen nicht ablaichen können. Oft liegt das an einer fehlenden Stimulation zum Ablaichen. Dies ist z. B. der Fall, wenn kein passendes Männchen zum Befruchten der Eier vorhanden ist, Nahrungsmangel herrscht oder keine geeigneten Ablaichmöglichkeiten im Aquarium sind. Bei gesunden Fischen entwickeln sich die Eier beim Fehlen eines Partners oder bei Nahrungsmangel wieder zurück. Bei Laichverhärtung ist dieser Prozess gestört.
Auch Krankheiten, z. B. bakterielle Erkrankungen, können Laichverhärtung verursachen.
Auch bei lebendgebärenden Fischen kann Laichverhärtung auftreten. Auch bei diesen Fischen entwickeln sich die Jungen in Eiern. Erst bei der Geburt schlüpfen sie aus den Eiern und kommen lebend zur Welt. Nur bei einigen wenigen Fischarten schlüpfen die Jungen schon vor der Geburt im Mutterleib und werden dort ernährt.
Eine weitere mögliche Ursache für Laichverhärtung sind ungeeignete Wasserwerte, bei denen die Fische zwar Eier bilden, aufgrund der Wasserwerte aber nicht zum Ablaichen stimuliert werden. Betroffen sind z. B. Neons und andere Salmler, die sehr weiches Wasser benötigen, aber oft in zu hartem Wasser gehalten werden.
In anderen Fällen kann der Geburtskanal verstopft sein, z. B. durch Reste vorheriger Geburten. Vor dem Ablaichen lösen sich normalerweise die Eierstöcke auf, so dass die Eier frei in der Bauchhöhle liegen. Lösen sich die Eierstöcke nicht vollständig auf, können Reste den Geburtskanal verstopfen. Gleichzeitig mit der Auflösung der Eierstöcke bildet sich die sogenannte Ovarialflüssigkeit, die das Ablaichen erleichtert. Durch ruckartiges Schwimmen, starke Strömug oder andere Reize werden die Eier abgesetzt. Fehlen diese Reize oder ist der Geburtskanal verstopft, können die Eier den Widerstand im Geburtskanal nicht überwinden.
Behandlungsvorschläge
Vor der Behandlung muss sichergestellt sein, dass der normale Laichzeitpunkt deutlich überschritten ist. Im Idealfall hängt der Fisch während der Behandlung ca. 1 cm unter der Wasseroberfläche in einem Netz. Alternativ wird der Fisch in ein feuchtes Tuch gelegt. Ein Daumen und Zeigefinger werden ganz vorsichtig an beiden Seiten kurz vor dem After des Fisches angesetzt. Dann streicht man mit ganz sanftem Druck vorsichtig in Richtung Afterflosse. Es darf auf keinen Fall mit starkem Druck gestrichen werden. Genauso wenig darf über den ganzen Körper gestrichen werden. Ansonsten können tödliche Risse von Milz oder Leber die Folge sein. Kann die Verhärtung nicht durch ganz leichtes Streichen gelöst werden, muss man aufhören, da die Verletzungsgefahr zu groß ist.
Die Eier dürfen ruhig ins Aquarium fallen und sind ein gutes Fischfutter. Auf jeden Fall müssen die Finger beim Streichen nass sein. Auf keinen Fall dürfen die Finger zu trocken sein, da dies zu Verletzungen führen kann.
Weitere Informationen
Bericht 1 über Laichverhärtung bei Dornaugen
Bericht 2 über Laichverhärtung bei Dornaugen
Laichverhärtung bei Schwertträgern
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