Hakenwürmer
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Die Angaben auf diesen Seiten dienen ausschließlich als erste Anhaltspunkte, um bei Beratungsstellen und Tierärzten gesicherte Diagnosen und Behandlungsmethoden zu erfragen. Trotz größter Sorgfalt kann keine Verantwortung für die Richtigkeit von Diagnosen, Behandlungsvorschlägen und Tipps übernommen werden.

Symptome

Äußere Symptome

  • Hauttrübungen
  • Abgespreizte Kiemendeckel
  • Mit der Lupe deutlich erkennbare Würmer
  • Fische atmen heftig.
  • Fische magern stark ab.

Verhalten

  • Fische scheuern sich.
  • Fische zucken mit den Flossen.

Innere Symptome

Fotos

Ein Klick auf ein Foto zeigt das ganze Bild, soweit vorhanden.


Fotos: C. Duchkowitsch

Hakenwürmer, vermutlich Hautwürmer, in 40facher Vergrösserung. Die Haken sind gut zu erkennen. In einem Meerwasseraquarium zeigten alle Fische eine erhöhte Atemfrequenz und unklar abgegrenzte, weiße Stellen. Die Fotos stammen aus einem Hautabstich.

Ursachen

Der folgende Film eines Hakenwurms wurde von Niki Halanek zur Verfügung gestellt:
Film 1 (ZIP-Datei, ca. 2,6 MB)

Hakenwürmer werden ausschließlich mit neuen Fischen, insbesondere mit Wildfängen in das Aquarium eingeschleppt. Hakenwürmer klammern sich mit ihren am Hinterende befindlichen Haken an der Schleimhaut befallener Fische fest. Sie treten auf Haut- und Kiemenoberflächen auf. In geringer Anzahl sind sie unschädlich, in größerer Menge führen sie oft schnell zum Tod befallener Fische. Da die meisten Arten von Hakenwürmern jeweils auf eine bestimmte Fischart spezialisiert sind, greifen sie auf andere Fischarten selten über. In der Regel sind höchstens eng verwandte Arten gefährdet. Aufgrund der Reizungen und Wunden, die durch die Haken verursacht werden, bilden befallene Fische verstärkt Schleim. Bei stärkerem Befall der Kiemen können diese stark Verschleimen. Durch den so verursachten Sauerstoffmangel besteht die Gefahr, dass die Fische ersticken. Durch die verursachten Wunden können leicht andere Parasiten oder Bakterien den Fisch befallen und Folgekrankheiten verursachen.

Sobald Hauttrübungen an Fischen erkannt werden, muss mit einer Lupe geprüft werden, ob es sich um Wurmbefall handelt. Besonders wenn nur eine Fischart betroffen ist, liegt dieser Verdacht nahe. Hakenwürmer lassen sich mit der Lupe leicht an ihrer Wurmform und den schlängelnden Bewegungen erkennen.

Aufgrund ihrer unterschiedlichen Fortpflanzung und ihren bevorzugten Aufenthaltsstellen unterscheidet man zwischen Hautwürmern (Gyrodactylidae) und Kiemenwürmern (Dactylogyridae). Aufgrund der unterschiedlichen Vermehrung ist die Behandlung leicht unterschiedlich. Allerdings treten Hautwürmer auch auf den Kiemen auf, genau wie Kiemenwürmer auch auf der Fischhaut zu finden sind.

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Informationen aus der Wikipedia (Mit externen Links)

Hakensaugwürmer
Systematik
Unterabteilung: Bilateria
ohne Rang: Urmünder (Protostomia)
Überstamm: Plattwurmartige (Platyzoa)
Stamm: Plattwürmer (Plathelminthes)
Unterstamm: Neodermata
Klasse: Hakensaugwürmer
Wissenschaftlicher Name
Monogenea
Carus 1863

Die Hakensaugwürmer (Monogenea) sind eine Gruppe vornehmlich ektoparasitärer Mitglieder des Stammes der Plattwürmer. Sie kommen besonders häufig auf Haut, Flossen und Kiemen von Fischen vor. Seltener können sie in der Harnblase oder im Mastdarm kaltblütiger Wirbeltiere gefunden werden. Es gibt Tausende beschriebener und unbeschriebener Arten. Davon sind keine bekannt, die Vögel befallen, aber es ist eine Art vorhanden, die Säugetiere befällt, genauer gesagt die Augen von Flusspferden: Oculotrema hippopotami.

[Bearbeiten] Lebensweise

Hakensaugwürmer haben einen direkten Lebenszyklus. Asexuelle Fortpflanzung kommt nicht vor (im Gegensatz zu den Digenea). Bei denjenigen Monogenea, die Eier legen, ist ein Larvenstadium namens Oncomiracidium für die Übertragung von Wirt zu Wirt verantwortlich. Die Larven weisen für gewöhnlich Cilien auf. Ausgewachsene Hakensaugwürmer fressen Blut, Sekrete und Epithelzellen ihrer Wirte. Sie haben sowohl einen Prohaptor (zur Ernährung) und einen Opisthaptor (zum Anhängen).

[Bearbeiten] Systematik

Einige Parasitenforscher teilen die Hakensaugwürmer in zwei Unterklassen nach der Komplexität der Haptoren ein: Monopisthocotylea haben nur einen Hauptteil am Haptor, meistens einen Haken oder eine großen Anhängescheibe, während Polyopisthocotylea einen mehrteiligen Haptor besitzen, üblicherweise mit Haken. Diese Unterklassen sind auch als Polyonchoinea beziehungsweise Heteronchoinea bekannt. Polyopisthocotylea sind fast ausnahmslos Kiemenbewohner und ernähren sich von Blut, während Monopisthocotylea in Kiemen, Haut und Flossen vorkommen.

Zu den Monopisthocotylea zählen u.a.:

  • Die Gattung Gyrodactylus, die keinen Augenpunkt aufweist und lebendgebärend ist.
  • Die Gattung Dactylogyrus hat vier Augenpunkte und legt Eier. Dies ist eine der größten Gattungen der Vielzeller mit mindestens 970 Arten.
  • Die Gattung Neobenedenia. Diese Tiere sind viel größer als die vorher Genannten und leben auf der Haut vieler tropischer Meerestiere. Sie rufen problematische Krankheiten in Aquarien hervor.

Alle Genannten können Tierseuchen bei Süßwasserfischen hervorrufen, wenn sie sich in einer Aquakultur ausbreiten.

Polyopisthocotylea sind u.a.:

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Hakensaugwürmer ? Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


Text und Bilder der Zusatzinformation stammen aus dem Artikel Monogenea der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU Free Documentation License. Die Liste der Autoren ist in der Wikipedia unter dieser Seite verfügbar, der Original-Artikel lässt sich hier bearbeiten.




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