Die Angaben auf diesen Seiten dienen ausschließlich als erste Anhaltspunkte, um bei Beratungsstellen und Tierärzten gesicherte Diagnosen und Behandlungsmethoden zu erfragen. Trotz größter Sorgfalt kann keine Verantwortung für die Richtigkeit von Diagnosen, Behandlungsvorschlägen und Tipps übernommen werden.
Meine persönliche Erfahrung mit der Behandlung von Glotzaugen:
Vorangegangen war:
- Durch einen 5 wöchigen Urlaub machte ich 6 Wochen keinen Wasserwechsel. GH 16, KH 15, PH 7,4, 500 µs, 250 ppm, 23° C
- Die CO2-Anlage war ausgefallen, weil die Pumpe zu viel CO2 erwischte und trocken lief.
- In der Zeit wurde auch Trockenfutter über Automat gereicht, was sonst nie gefüttert wird.
- Alle 3 - 4 Tage gab es von Bekannten das bei mir übliche Frostfutter (Weiße Mückenlarven).
- Die Wassertemperatur war in der Zeit von 26 - 27° C auf 22 - 23° C gesenkt worden.
Zu meiner grauenvollen Überraschung gab es in dieser Zeit eine Braun- und Fadenalgen-Explosion.
Am 18.02.05 entdeckte ich einen halbwüchsigen Badis Badis im 550l Becken der angesichts des stark geblähten Bauches offensichtlich an Bauchwassersucht litt.
Ein weiterer kleiner B.B. erschien mir auch ungewöhnlich dick.
19.02.05
WW 50%, bei dem ich mit meiner neuen U.-Osmose-Anl. den GH von GH 16 auf GH 13 senkte.
Am 20.02.05 deutete sich auch noch ein beginnendes Glotzauge am ersten Tier an. Die Bäuche unverändert gebläht. Durch die Größe des Beckens und bei der geringen Größe der Fische konnte ich Schuppensträube nicht feststellen oder ausschließen.
22.02.05
Das Glotzauge ist nun leider auch voll ausgebildet. Ich hole eine neue Frostfuttersorte aus dem Zooladen. Ausgewachsene Artemias, die ich im Sieb unter dem laufenden Wasserhahn vor dem Verfüttern auftaue. Die Fische fressen, aber sind nicht so begeistert wie von den gewohnten Weißen Mückenlarven.
23.02.05
WW 50% GH 13 auf GH 11, 414 µs, 207 ppm, PH 7,1, 26° C;. Der Bauch erscheint nicht ganz so prall. (Einbildung?)
All die Tage überlegte ich krampfhaft, was ich dagegen sonst noch unternehmen könnte. Eine medikamentöse Behandlung wollte ich wegen meiner Wirbellosen und der Filterbakterien unbedingt vermeiden.
23.02.05
Abends, da ich keine Seemandelbaum-Blätter in Griffweite hatte, warf ich eine Hand voll Eichenblätter (6 - 10 Stück) ins Becken.
24.02.05
Der Bauch ist eindeutig nicht ganz so prall wie zuvor.
25.02.05
Einen weiteren Tag später war er noch dünner und die Schwellung des Auges ist deutlich zurückgegangen. Ich fütterte weiter täglich die Artemia.
26.02.05
Nun war der Bauch scheinbar normal und auch das Auge erschien mir normal.
27.02.05
Alles wie am Vortag.
28.02.05
WW von GH 11 auf GH 8, 304 µs, 145 ppm. 26° C. Etwa 2 Std. später sehe ich den scheinbar gesundeten B.B. wie er sich seltsam schwimmend und ganz vorsichtig aus dem Pflanzendickicht bewegt. Als er sich dreht sehe ich den grausigen Grund dafür. Das scheinbar geheilte Auge fehlt in der leeren roten Augenhöhle.
15.03.05
Weder die Bauchwassersucht noch ein Glotzauge ist seither erneut aufgetreten. Ich gehe davon aus, dass die Tiere endgültig geheilt sind. Das Tier lebt mit dem fehlenden Auge ganz normal weiter, wobei es sich vorsichtiger bewegt.
Robert Christmann
Du suchst hier Hilfe? Dann entlaste die Helfer hier und mach mit!
Gesucht werden:
- Fotos von Fischen, Pflanzen, Krankheiten, Technik usw. Bitte benutzt eure Digitalkameras und schickt Bilder an nheidbuechel/at-nospam/web.de.
Das /at-nospam/ bitte durch @ ersetzen.
- Mithelfer bei der Seitenpflege. Wirklich jede Leserin und jeder Leser kann helfen.
Anmerkungen zu dieser Seite
(Fragen im Forum stellen)