Salzbehandlung
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Die Angaben auf diesen Seiten dienen ausschließlich als erste Anhaltspunkte, um bei Beratungsstellen und Tierärzten gesicherte Diagnosen und Behandlungsmethoden zu erfragen. Trotz größter Sorgfalt kann keine Verantwortung für die Richtigkeit von Diagnosen, Behandlungsvorschlägen und Tipps übernommen werden.

Salz wird in der Aquaristik schon lange für verschiedene Einsatzbereiche verwendet. Dennoch ist Salz kein Allheilmittel. Auch wenn immer wieder empfohlen wird, Salz vorbeugend in jedes Aquarium zu geben, sollte Salz nur dann verwendet werden, wenn es wirklich notwendig ist.

Häufige Empfehlungen sind wöchentliche Zugaben von z.B. 1 Teelöffel Salz auf 54 bis 60 Liter, die für Kiemen und Schleimhäute der Fische gut sein sollen.
Das Salz reizt die Schleimhaut, die dann mehr Schleim bildet. Oft werden Probleme darauf zurückgeführt, dass im Handel oft mit Salz operiert wird und die Fische dann überreizt und empfindlich im heimischen Aquarium ankommen. Es wird nur noch für Fischarten wie Black Mollys empfohlen, die Salzzugaben wirklich mögen. Eine gesunde Schleimhaut muss nicht ständig durch Salz gereizt werden und dann womöglich durch Zugabe von Wasseraufbereitungsmitteln wieder beruhigt werden.
Wenn die Fische nach Salzzugabe gesünder wirken, sollte vielmehr geprüft werden, was die Kiemen oder Schleimhäute belastet und wie die Ursache abgestellt werden kann. Möglichkeiten sind z.B. hoher Keimdruck durch Überbesatz, mangelnde Wasserpflege oder sonstige Stressfaktoren.

Ein Vorteil von Salz gegenüber vielen anderen Heilmitteln ist, dass Salz sich im Aquarium nicht zersetzt und deshalb nicht nachdosiert werden muss. Am Ende einer Behandlung wird der Salzgehalt mit mehreren Wasserwechseln wieder gesenkt.

Andererseits ist Salz nicht unbedingt schonender als andere Behandlungen. So reizt Salz z.B. die Haut der Fische und kann je nach Dosierung die Fische stark belasten. Die häufige gemachte Unterscheidung von natürlichen und chemischen Heilmitteln wird den tatsächlichen Wirkungen nicht immer gerecht.

Hinweise

  • Nur Kochsalz oder Aquariensalz ohne Zusätze verwenden. Tafelsalz und Jodsalz sind ungeeignet, weil sie Zusätze enthalten. Das billigste Kochsalz ist oft am besten geeignet.
  • Möglichst Wasser aus dem Aquarium verwenden. Bei Leitungswasser zumindest die Temperatur an die Temperatur des Aquarienwassers anpassen.
  • Einige Fischarten, wie z.B. Welse, sind empfindlich und vertragen kein Salz oder nur geringe Mengen Salz. Bei schuppenlosen Fischarten dringt Salz entweder stärker in den Körper ein, oder die Haut wird gereizt. Welse haben keine Schuppen, sonder Knochenplatten.
  • Fische nicht direkt nach der Fütterung in ein Salzbad setzen. Möglichst ein bis zwei Tage vorher nicht füttern.
  • Fische nicht direkt nach dem Fangen aus dem Aquarium in das Salzbad setzen. Erst in einem gesonderten, dunkel stehenden Behälter erholen lassen.
  • Fische immer nur einzeln in das Salzbad setzen.
  • Fische sofort in sauberes, salzfreies Wasser setzen, wenn sie zu stark belastet sind, z.B. wenn sie zur Seite kippen.
  • Wenn schon Fische im Behandlungsbecken sind, das Salz in einem Behälter mit Aquarienwasser auflösen und die Lösung langsam in das Becken schütten und verteilen lassen. Weil das Salz meistens schnellstmöglich wirken, werden Salzmengen unter 5 Gramm je Liter Wasser auf einmal in das Becken gegeben, auch wenn eine langsame Gewöhnung evtl. wünschenswert wäre.
  • Bei Salzbädern ab 5 Gramm je Liter Wasser muss der Salzgehalt über ein bis zwei Tage langsam erhöht werden, um einen Osmoseschock zu verhindern.
  • Salzbäder mit mehr als 10 Gramm Salz pro Liter Wasser sind auch als Kurzbäder anstrengend für die behandelten Fische. Besonders, wenn die Bäder mehrfach wiederholt werden.
  • Pflanzen werden durch Bäder ab etwa 5 Gramm pro Liter Wasser möglicherweise stark geschädigt.
  • Die allgemeinen Hinweise zu Bädern müssen beachtet werden.

Mögliche Behandlungen mit Salz

Achtung: Ein Salzgehalt von 3 Prozent entspricht dem vollen Salzgehalt von Meereswasser. Das Salz wird vor der Verwendung in etwas Wasser aufgelöst und dann langsam in das Behandlungsbecken gegeben. Bei der Berechnung der Dosis wird von der tatsächlich vorhandenen Wassermenge ausgegangen. Bodengrund und Dekoration müssen also vom Aquarieninhalt abgezogen werden. Wenn nicht anders angegeben, dauert ein Salzbad etwa 10 Minuten.

Dosis in Prozent Dosis in Gramm/Liter Verwendungszweck
0,01 % 0,1 Gramm In aufgesalztem Süßwasser nehmen die Fische durch die Kiemen nicht so viel Nitrit auf, d.h. Nitrit ist dann weniger giftig für die Fische. Die Giftigkeit von Nitrit in Süßwasser wird quasi verringert. Die meisten Süßwasserfische vertragen diesen Salzgehalt. Verwendung als Zusatz im Aquarium, bis der Nitritgehalt gesunken und nicht mehr nachweisbar ist.
0,03 % 0,3 Gramm

Bei leichtem Befall mit äußeren Parasiten, z.B. bei Ichthyo, als Anfangsdosis geeignet. Die Dosis ist nicht immer wirksam und muss ggf. erhöhrt werden.

0,1 % 1 Gramm Zur Unterstützung bei Verletzungen und bei leichtem Befall mit Parasiten. Die Dosis ist in der Regel auch für Panzerwelse verträglich. Verwendung als Dauerbad. Als dauerhafter Zusatz im Aquarium bei Fischen, die von leichtem Brackwasser profitieren, z.B. Black Mollies.
0,2 bis 0,3 % 2 bis 3 Gramm Zur Unterstützung bei Verletzungen und äußeren Parasiten als Dauerbad. Die genaue Dosis hängt davon ab, wie viel Salz die zu behandelnden Fischarten vertragen.
0,3 % 3 Gramm Zur Unterstützung bei Verletzungen und äußeren Parasiten als Dauerbad, wenn unbekannt ist, welche Dosis die zu behandelnden Tierarten vertragen. je nach Reaktion der Fische und Erfolg der Behandlung die Dosis verringern oder vorsichtig erhöhen.
0,3 bis 0,5 % 3 bis 5 Gramm Mittel gegen Hydra als Dauerbad von 5 bis 7 Tagen.
1 % 10 Gramm Zur Unterstützung bei Kaltwasserfischen mit Geschwüren. Die Fische langsam an die Dosis gewöhnen und dann als Dauerbad verwenden.
>1 bis 3 % 10 bis 30 Gramm Als Mittel gegen Würmer im Kurzbad für 15 bis 30 Minuten.
3,5 % 35 Gramm Als Mittel gegen Parasiten, Asseln, Karpfenläuse und Würmer im Kurzbad für 3 - 5 Minuten, in schweren Fällen und wenn die Fische es vertragen bis 10 Minuten.

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Anmerkungen zu dieser Seite bis Oktober 2007
caro 85.216.98.xxx27.12.2006 10:25 Uhr [X]
diese seie hat mir sehr geholfen
Rene dasMeyerlein 84.44.137.xxx19.02.2007 11:07 Uhr [X]
Hallo.
Die Dosierung scheint mir für z.B. Ichthyo sehr hoch.
Es ist meiner Meinung nach absolut ausreichend mit einr Menge von 0,3 Gramm/Liter zu beginnen.
Siehe auch http://www.rhusmann.de/aqua/salz.htm#Salz
NH 84.176.55.xx19.02.2007 18:03 Uhr [X]
Hallo, die Dosierungen sind auf die möglichst sichere Seite ausgelegt. Ich kenne einige Fälle, bei denen die niedrige Dosierung nicht geholfen hat. Oft wird 1 bis 3 Gramm geraten. http://www.skepticalaquarist.com schreibt sogar von einem Fall, bei dem Erreger 5 Gramm/Liter überlebt haben. Ich überlege aber mal, wie ich das in die Tabelle aufnehmen kann.
A.H. 81.14.163.xx30.03.2007 12:46 Uhr [X]
Hallo, in der lösung 0,1% steht, das es die meisten Panzerwelse vertragen, wie sieht es mit Ancistrenwelsen aus? Muss ich die in einem anderen Becken halten wenn ich die Dosis erhöhen will bzw muss? Gruß, A.H.
NH 84.176.0.xxx30.03.2007 15:09 Uhr [X]
Hallo, meiner Meinung nach sind Antennenwelse robust genug, um die Dosis (und höher) zu vertragen.
Seite wurde zuletzt am 29.10.2014 18:05 Uhr geändert
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