Durchflussbecken
Suche:  
Aquarientypen -> Durchflussbecken
Diese Seite kannst du selbst ändern. Einfach auf Bearbeiten klicken.

Die folgende Diskussion ist eine beendete Diskussion aus der Newsgroup drta. Diese Diskussion muss im Zuge des Umbaus des Archivs zu einem Wiki zusammengefasst werden. Dabei ist deine Mitarbeit wichtig.

Links auf dieser Seite sind bis zur Überarbeitung nicht aktuallisiert und gehen wahrscheinlich ins Leere.

Kleine Diskus in reinem Osmosewasser?

hallo,

möglicherweise eine dumme frage, aber: was ist ein "durchflussbecken" und wie wird es betrieben?

mfg hajo


Hallo Hajo!

Kein Frage ist so dumm, daß man sie nicht stellen darf! Also: Durchflußbecken=Becken, in dem ständig (d.h. kontinuierlich Tag und Nacht, 365 Tage im Jahr) etwas Wasser zu und etwas Wasser abläuft. Das erspart einem die Arbeit mit dem Wasserwechsel. Da meine Fische alle Weichwasserfische aus dem Amazonas-Becken sind,benutze ich für den kontinuierlichen WW ausschließlich Osmose-Wasser. Dadurch kommt immer 'etwas' Härte ins Wasser, ein Säuresturz ist somit nicht möglich.

Gruß, Joachim


Hallo Hans-Joachim,

Ein Durchflußbecken wird ständig mit einem Rinnsal aus Frischwasser gespeist. Eine seitliche Beckenbohrung sorgt dafür, daß ebenso kontinuierlich das Überschußwassser abgeführt wird.Dadurch entfällt jeder Wasserwechsel, und der Wasserverbrauch ist gegenüber einem Standardwasserwechsel gleich oder, wegen des wesentlich höheren Wirkungsgrads, sogar geringer.

Gruß, Norbert


frage bezüglich durchflussbecken und wasseraufbereiter

hi!

habe mein becken auf durchfluss umgebaut. jetzt eine frage an alle die so ein becken betreiben. wie macht ihr das mit aufbereitern wie biogrün von dennerle? ich nehme nicht an das ich auf das verzichten kann. nur wie dosiert ihr es? 1 x wöchentlich? täglich?

bitte um info.
mfg deas


Ich habe noch nie ein Wasseraufbereiter verwendet. Sollte dein Wasser sauber und frei von Chlor und Schwermetallen sein, so kannst du sicher auch darauf verzichten.

MfG
Andreas


HI Andreas,

Soweit sogut, aber da faellt mir doch gleich die naechste Frage dazu ein: wie macht man das mit dem Duenger? Einfach den z.B. Deines Namensvetters taeglich dazugeben?

Neugierige Gruesse ;-)
Monika


Hallo Monika,

Ich dünge meine Durchflußbecken so alle 2 Tage, je nach Erscheinungsbild meiner Indikatorpflanzen.
Leider gibt es keinen Ralf der Dünger herstellt aber selbstverständlich nehme ich auch Abmahn ++

Gruß Ralf


HI Ralf,

Wenn Du ihn selber mischst... ;-) <nicht, dass ich nicht selber zu faul waere...> ;-)

cu
Monika


Hi Monika,...

Wenn du dir den Aufwand machen moechtest, kannst du dies natuerlich machen.
Man kann ja in etwa ausrechnen, wie gross der Wasseraustausch ist und entsprechend nachdosieremn oder es mit einer Dosierpumpe automatisieren.

Ich fuer meinen Teil pflege keine besonders empfindlichen Pflanzen, und duenge eher zu wenig als zuviel. Meist jede Woche eine geringe Dosis von Kremsers Badesalz...aehm Duenger... Bei Fe-Messungen liege ich immer ganz gut damit, trotz des staendiges Wasseraustausches.

Man muss es einfach probieren. Sicher ist eine koninuierliche Duengerzugabe besser, aber wie will man das guenstig bewerkstelligen?...

MfG
Andreas


Hi Andreas,

> Wenn du dir den Aufwand machen moechtest, kannst du dies natuerlich machen.

Ne, eher nicht :-) Im Moment hab ich ja eh kein Durchflussbecken, fiel mir nur so ein.

> Man muss es einfach probieren. Sicher ist eine koninuierliche Duengerzugabe
> besser, aber wie will man das guenstig bewerkstelligen?...

Da hatt ich mal irgendwas von ner Bastelloesung mit ner Munddusche oder so und ner Zeitschaltuhr gelesen. Aber wenn's mit woechentlichen Duengungen klappt, was lange rumtun. Ich hatte mir nur gedacht, dadurch, dass staendig Wasser ausgetauscht wird, wird ja auch Duenger ausgewaschen.

ciao,
Monika


Wenn Du das Becken mit normalem Trinkwasser betreibst, brauchst Du bei richtigem Durchfluß keinerlei Dünger. Züchtest Du aber einen Unterwasser Urwald, empfehle ich Dir eine tägliche Düngung. Sschu dazu mal bei Andreas Kremser http://www.drak.de nach.
Wasseraufbereiter sind in Deutschland eigentlich sinnlos, weil der Gehalt an Spurenelementen vom Wasserwerk her festgelegt und garantiert wird. Das Trinkwasser ist grundsätzlich immer als unbedenklich zu betrachten.
Es gibt aber Sonderfälle, z.B. wenn Du in ein gerade fertiggestelltes Haus gezogen bist und sich in den Kupferleitungen noch keine Patina gebildet hat.
Aber selbst diese Unzulänglichkeiten sind ja nur temporär.

Norbert


Hallo Norbert,

Wie lange "temporär"? Hast Du da Anhaltswerte?

Unsere Kupferleitungen sind nun bestimmt 25 Jahre alt, trotzdem bemerke ich bei frisch aus der Leitung gezapftem Wasser einen metallischen Beigeschmack, der sich nach etwas Ablaufenlassen gibt.

Viele Grüße
Robert


Hallo,

rührt dieser typische Metallgeschmack nicht von Eisen her ?

Gruß Marco


Hallo Marco,

Tja, gute Frage...

Krause schreibt zu Kupfer, daß ab etwa 3 mg/l Cu das Wasser einen metallischen, bitteren Nachgeschmack bekommt. Naja, also bitter schmeckt unser Leitungswasser dann doch nicht.

Viele Grüße
Robert


Hi Robert,

Es gibt dazu Erfahrungswerte, die aber immer örtlich bezogen sind. Die HWL-Leute (Handwerkerfirmen) haben die Werte vorliegen. Meist reicht aber ein Jahr maximal.
Vorsicht ist bei WW-Aufbereitern geboten. Bei manchen läuft auch das Kaltwasser durch die Heizschlangen.

Bei uns hier ist jede Menge Eisen im Wasser, das von einer alten privaten Stahl-Druckleitung stammt, die vom Straßenanschluß aus rund 50 m Entfernung bis zum Hausanschluß geführt ist. Der Feinfilter ist nach kurzer Zeit immer orange-rot.
Metallischer Geschmack kommt eigentlich nur von Eisen, nicht von Kupfer.
Bei hartem bis mittelhartem, kaltem Wasser dürfte Kupfer eigentlich nicht nachweisbar sein. Bei weichem Wasser bildet sich ggf. nur eine ganz dünne Patina, und es lösen sich dadurch. mehr und über einen längeren Zeitraum Ionen aus.
Meine Meinung ist, daß da von einigen Seiten ungeheuer übertrieben wird, wenn's um Schwermetalle im Trinkwasser geht. Selbst hier im Ruhrgebiet, wo fast jeder Quadratmeter Erdboden im Laufe der letzten 100 Jahre mindestens einmal umgegraben wurde und zum Teil entsprechend alte Netze liegen, habe ich persönlich noch nie Kupfer entdecken können. Man sollte sich natürlich hüten, dafür die Aquaristik-Meßragenzien zu verwenden. Die zeigen immer bei solchen geringen Konzentrationen nur Unsinn an.
Außerdem ist ja Kupfer als Spurenelement sehr wichtig - ich weiß nur nicht mehr, wofür. Kann aber in "Pysiologie der Tiere" im Detail nachgelesen werden.

Norbert


Hallo Norbert,

>Meine Meinung ist, daß da von einigen Seiten ungeheuer übertrieben
>wird, wenn's um Schwermetalle im Trinkwasser geht.

Ich mach' mir auch keine übertriebenen Sorgen. Mich hat nur die erst kürzlich gemachte Erfahrung etwas verunsichert, daß frisch gezapftes Leitungswasser anders schmeckt als Wasser, wo vorher etwas abgelaufen ist.

>Außerdem ist ja Kupfer als Spurenelement sehr wichtig - ich weiß nur
>nicht mehr, wofür.

Erdnüsse essen - sollen viel Kupfer enthalten - oder ist das auch nur so eine urban legend wie mit dem Eisen im Spinat? ;-)

Viele Grüße
Robert


| Erdnüsse essen - sollen viel Kupfer enthalten - oder ist das auch nur
| so eine urban legend wie mit dem Eisen im Spinat? ;-)

Hi Robert,

Aber nur vier Stück pro Tag - und danach in die Hände Spucken, damit sich kein Grünspan bildet.((;

Wenn du mal die Wasserrohre leerlaufen läßt und eine Weile später am offenen Zapfhahn riechst, wirst Du vermutlich auch an den merkwürdigen Geschmack erinnert. Was sich da im einzelnen in den Leitungen allein innerhalb des Hauses ablagert, ist wohl undefinierbar und riecht meist leicht metallisch muffig. Ob man bei den Ablagerungen von der Volta'schen Spannungsreihe ausgehen kann, wage ich zu bezweifeln. Doch diese Wirkung vorausgesetzt, würde sich neben Carbonaten auf Kupfer eher Eisen - und früher auch Zink - ablagern. Ich hab aber auch keine Lust, die Ablagerungen herauszukratzen und sie nachzuprüfen. Denn ändern können wir daran ohnehin nichts. Schlußfolgerung: "Je dicker die Ablagerungen und je stinkiger der Geruch, umso besser das Waser." ((;

Norbert


Durchfluß-AQ

Hallo Alle,

eine kurze Frage: Habe hier aufgeschnappt, dass man ein Durchfluß-AQ direkt an der UOA betreiben kann? Wird da das Wasser nicht irgendwann zu weich und zu arm an sonstigen Stoffen? Warum klappt das beim Durchluß-AQ und nicht beim wochenweisen WW?

Oder hab ich Unsinn aufgeschnappt?

Das würde einige Probs bei der Planung meines neuen Beckens erschlagen! Hört sich zu schön an um wahr zu sein.

Danke schonmal für die Antworten,

Grüsslies
Rolf


Hallo Rolf

Ob das Wasser zu weich wird, kommt auf die Ausgangswasserwerte und auf die Rückhalterate der Membranen an.Wasserwechsel mit Torfaufbereiteten Osmosewasser habe Zusätzen hab ich schon vorher gemacht, der Torf übernimmt hier die Pufferung bei nahezu Kalkfreien Wasser, und Wasserwechsel mit erheblichen Mengen war mehrmals die Woche angesagt.

Beim Durchlaufbecken mit reinem Osmosewasser kommen kontienuierlich geringe Mengen aller im Leitungswasser vorhandenen gelösten Stoffe nach

Teste, oder lass mal das Permat aus Deiner UO testen. Langfristig werden sich ähnliche Werte im Aquarium einstellen. Wenn diese Werte für Deine Fisch Ok sind steht der Sache nichts mehr im Wege. Falls das Wasser zu weich sein sollte kannst Du mit einer zweiten Zuleitung (geht auch gut über Luftschlauch) aus einem Eckventil mit nachfolgendem Feineinstellungsventil geringe Mengen an Leitungswasser zulaufen lassen. Andere Möglichkeiten je nach Aquariumgrösse mit Dossierpumpe,Schlauchpumpe, oder Tropf aus dem KH. Bei der Zufuhr von Torfwasser bin ich grade noch am basteln, darüber kann ich jetzt nochj nichts sagen.

Noch ein Tip zum einfahren: Da würde ich in den ersten Wochen nicht unter PH 5.7 gehen, da sich die Bakterienbesiedelung bei niederen PH-Werten wesentlich langsamer gestaltet. Die Umstellung erfolgt dann ja langsam und die Bakterien arbeiten dann auch bei niederen PH zuverlässig. Ein weiterer IMO wichtiger Punkt ist das Filtervolumen bei niedrigen PH, die sollte sich unter PH5.5 pro 0.5 PH abwärts verdoppeln. Bei Versuchen habe ich festgestellt, dass zwar bis zum Nitrit zügig umgewandelt wird, die Bakterien die aber Nitrit zu Nitrat umwandeln bei weitem nicht so effektiv arbeiten als bei höherem PH. Bei etwa 4fachen Filtervolumen hatte ich dann bis PH 4.8 keine Probleme bei der Nitrifizierung.

MfG fredi


Fred,

Interessanter Gesichtspunkt, was verstehtst du hier unter Filtervolumen, z.B bei HH-Mattenfilter 4fache Fläche ?

Gruss
Peter


Hallo Peter

Obs bei der Matte die 4fache oder nur doppelte Fläche ist müsst man ausprobieren, das hab ich noch nicht getestet. Die Matte ist effizienter als Topffilter, ich ging hierbei aber von eheim und selbstbau Topffilter aus.

MfG fredi


Fred,

Danke ! Ich denke das es sowieso nicht so genau drauf ankommt und für jedes Becken einzeln ausklamüstert werden muss. Aber Grössenordnungen sind als Hinweis hier schon hilfreich.

Gruss
Peter


Durchlauf AQ mit Osmosewasser

Hallo,

ich bin gerade dabei deb Zulauf in meinem DurchlaufAQ auf Osmosewasser umzustellen.
Beckengröße 600 l
Durchlauf derzeit 130 l / Tag
In ca 1-3 Wochen wird mein GH / KH / ... bei 0,... angelangt sein. Hat von euch jemand Erfahrung mit solch extremen Weichwässern?

Gruß Dieter


Hallo Dieter,...

Ich hatte bis vor etwa einem jahr mein 720'er Piranha-Becken mit einem solchen Wasser gefahren. Die niedrigen Haertewerte sind beim richtigen Besatz und guter Kontrolle der Wasserwerte unproblematisch gewesen.

Problematisch wird der Biofilter, der bei einem ebenfalls niedrigem pH-Wert zusaetzlich Saeuren produziert.Zeitweise war hier ein kontrollierter pH-Wert von UNTER 4,3 das Ergebnis. Ich behielt diese Werte aber dennoch unter Kontrolle u.a. durch vielfaeltiges Testen und aufhaerten mit Leitungswasser.

Mittlerweile strebe ich aber einen etwas hoeheren Leitwert bzw Wasserhaerte an, die weitaus einfacher unter Kontrolle zu halten ist.

Das Durchflussprinzip ist hier immernoch am laufen, jedoch nicht mit reinem Osmosewasser sondern mit der fast staendigen Zufuhr von geringen Mengen Leitungswasser und dem Einsatz eines Osmosfilters nach Norbert.

Das Permeat aus Leitungswasser zu gewinnen war letztlich zu kostenintensiv. Das Aquarienwasser ist als Ausgangswasser ebenfalls fuer die Osmose brauchbar, jedoch hat das Permeat dort einen hoeheren Leitwert...

MfG Andreas


Hallo Dieter,

Ich halte diesen Durchfluß für zu hoch. In einem Durchflußaquarium sollte der gesamte Beckeninhalt innerhalb von 7-12 Tagen gewechselt werden.


Hallo Ralf,

war auch mein Ziel, aber die UOA leistet viel zu viel! Ich muß mal sehen wie ich sie drosseln kann, oder auf intervalbetrieb umstellen.
Es ist eigentlich eine Aquamedic 90 l/Tag Anlage

Gruß Dieter


Bitte fass diese Diskussion zusammen, zumindest einen Teil davon. Wenn du mitmachst, machen auch andere mit. Davon profitierst du wieder. Schreib einfach die Argumente übersichtlich auf, die du gerade gelesen hast. Lass Unwichtiges, Ballast und schmückendes Beiwerk weg. Stell Pro und Kontra dar, damit die Meinungsvielfalt erhalten bleibt. Lass die Diskussion einfach davor oder dahinter stehen. Wenn alles zusammen gefasst ist, kann die Diskussion auch gelöscht werden. Du kannst natürlich auch dein eigenes Wissen aufschreiben. Weitere Hinweise und Beispiele stehen bei den Hinweisen zur Mitarbeit.

Du suchst hier Hilfe? Dann entlaste die Helfer hier und mach mit!
Gesucht werden:

  • Fotos von Fischen, Pflanzen, Krankheiten, Technik usw. Bitte benutzt eure Digitalkameras und schickt Bilder an nheidbuechel/at-nospam/web.de.
    Das /at-nospam/ bitte durch @ ersetzen.
  • Mithelfer bei der Seitenpflege. Wirklich jede Leserin und jeder Leser kann helfen.

Anmerkungen zu dieser Seite
(Fragen im Forum stellen)

Bitte eine Überschrift eingeben:

Bitte deine Anmerkungen eingeben:
Anmerkungen zur Verbesserung der Seite bleiben stehen, bis sie in die Seite eingearbeitet sind.
Reine Anfragen im Forum stellen.
Wegen der Übersichtlichkeit werden Fragen hier bei den Kommentaren sofort gelöscht.
Bitte deinen Namen eingeben:

Nach dem Abschicken folgt als Spamschutz eine leichte Passwortabfrage.
Eingegebenen Text zur Fehlervorbeugung sichern bzw. markieren und kopieren.

Seite wurde zuletzt am 21.06.2010 11:13 Uhr geändert
Hochladen | Bearbeiten | Ältere Fassungen | Wiki Hilfe | Druck
PmWiki version pmwiki-2.2.36