Welche Fischarten sind für den Anfang geeignet?
Fische für Aquaristikanfänger müssen vor allen Dingen robust sein und auch kleinere Haltungsfehler tolerieren. Darüber hinaus haben auch Anfänger unterschiedliche Geschmäcker. Beliebt und geeignet als Anfängerfische sind Guppies und Platies. Sie sind lebhaft, haben kräftige Farben und vertragen die meisten in Mitteleuropa aus der Wasserleitung kommenden Wasserqualitäten. Eine kleine Gruppe Guppies oder Platies kann schon in einem Aquarium der Größe 60 x 30 x 30 cm gehalten werden. Es reicht aus, wenn zu Anfang ein Paar Guppies und ein paar Platies eingesetzt werden, denn sie vermehren sich auch im Anfängeraquarium leicht. Da sie lebende Junge bekommen, werden sie als Lebendgebärende bezeichnet. In kleinen Aquarien besteht aufgrund der schnellen Vermehrung sogar die Gefahr, dass sehr bald zu viele Fische im Aquarium sind und die typischen Gefahren eines überbesetzten Aquariums eintreten. Besonders wenn es einige Versteckmöglichkeiten für die Jungfische gibt, so dass sie nicht von den Eltern oder anderen Fischen gefressen werden.
Die Gefahr des Überbesatzes wird vermieden, wenn als erste Fische z. B. Zebrabärblinge und Keilfleckbarben ausgewählt werden. Auch diese Arten stellen keine anspruchsvollen Bedingungen an die Wasserqualität. Die Farben dieser Arten sind für Anfänger vielleicht nicht so auffällig wie bei Guppies und Platies. Bei näherem Hinsehen entpuppen sie sich aber als schöne und interessante Fische. Besonders die Zebrabärblinge sind ständig munter im Aquarium unterwegs. Aus diesem Grund stellt ein 60 cm langes Aquarium die absolute Untergrenze dar, in das zu Anfang 5 bis 7 Tiere einer dieser Arten gesetzt werden. Besser ist ein Aquarium mit 80 cm Länge, in das entsprechend mehr Tiere gesetzt werden können. Da diese beiden Arten Eier abwerfen, ist die Vermehrung schwieriger als bei den Lebengebärenden. In einem normalen Anfängerbecken wird nur selten ein Jungfisch groß werden, da Eier und Junge sehr schnell gefressen werden. Mit Zebrabärblingen lassen sich aber erste Zuchterfahrungen machen, wenn z. B. ein Paar zum Ablaichen in ein kleines Zuchtaquarium gesetzt werden. Nach dem Ablaichen werden die Elterntiere wieder aus dem Zuchtaquarium genommen.
Entsprechendes gilt auch für einige der robusteren Salmlerarten, wie z. B. Sternflecksalmler und Roter von Rio.
Eine Alternative zu den üblichen Anfängerempfehlungen stellt der zu den Killifischen gehörende Stahlblaue Prachtkärpfling dar. Während die Männchen prächtig gefärbt sind, sind die Weibchen recht unscheinbar. In ein gut bewachsenes Aquarium von 60 cm Länge mit Versteckmöglichkeiten kann ein Männchen mit 2 - 3 Weibchen eingesetzt werden. Ist Javamoos im Aquarium vorhanden, besteht eine große Chance, dass sich die Kärpflinge vermehren und sich immer mal wieder ein Jungtier solange vor den Artgenossen verstecken kann, bis es zu groß ist, um gefressen zu werden. Die Vermehrungsrate ist deshalb deutlich geringer als bei den Lebendgebärenden, aber dennoch kann man sich hin und wieder an Jungtieren erfreuen.
Bitte keine Fischsuppe erzeugen
In einem Aquarium sollten nicht zu viele Fische und nicht zu viele verschiedene Fischarten zusammen gehalten werden. Viele Arten fühlen sich nur in Gruppen ab ca. sieben Tieren wohl. Auch optisch wirken größere Gruppen von einer oder wenigen Fischarten besser als nur ein bzw. zwei Tiere vieler verschiedener Arten.
Die Ansprüche der Fische berücksichtigen
Die Ursprungsgebiete der Aquarienfische haben Gewässer mit teilweise extrem unterschiedlichen Eigenschaften. Das Wasser aus dem afrikanischen Malawisee ist vollkommen anders als das Wasser aus dem südamerikanischen Amazonasgebiet. Auch das Leitungswasser in Mitteleuropa weist teilweise große Unterschiede auf. Während das Wasser in Kaiserlautern z. B. relativ weich ist, gibt es in Würzburg sehr hartes Wasser.
Bei der Auswahl der Fische müssen die Ansprüche der Fische mit den vorliegenden Wasserwerten verglichen werden. Fische die in unpassendem Wasser gehalten werden, sind anfällig für Krankheiten. Salmler wie z. B. Rote Neons bevorzugen in der Regel weiches Wasser, während Lebendgebärende wie Guppies eher härteres Wasser bevorzugen.
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welche fische kann ich zu Panzer und Schilderwelsen setzen
Fast alle Fische die nicht viel zu groß werden und ähnliche Wasserwerte bevorzugen. Salmler, Barben, Labyrinthfische, Zwergbuntbarsche usw. Entscheidnender ist die Aquariengröße, die Pflege und die Wasserwerte.
Anmerkungen zu dieser Seite bis Oktober 2007
Cathy23 195.93.60.xxx05.10.2007 17:03 Uhr [X] Hallo, ich hab ein kleines rundes Wasserglas und möchte so ca. 2-3 geeignete, kleinbleibende Fische reinsetzen, wenn sich die Wasserpflanzen gut etabliert haben. Welche könnt Ihr mir empfehlen? Es sollten aber welche sein, sie sich nicht so stark vermehren.
Danke
Kerstin
NH 84.176.31.xxx06.10.2007 13:28 Uhr [X] Hallo,
unter Allgemeines - Aquarienbecken - Goldfischglas kannst du Argumente lesen, warum runde Gläser für Fische ungeeignet sind.
Wenn du ernsthaft Fische halten willst und nicht nur ein modisches Schmuckstück suchst, überlege, ob du dir ein günstiges Komplettset mit mindestens 60 Liter Aquarium kaufst.
Dafür findest du unter Musteraquarien geeignete Arten oder fragst nochmal nach.
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