Häufigkeit
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Ersetzen besssere Filter die Wasserwechsel

> Deshalb tendiere ich zu einem Mattenfilter, der eine genug große > Filterleistung bietet um den WW zu verringern, oder vielleicht sogar auf 2 > Wasserwechsel pro Jahr (dabei simuliert man die Jahreszeiten dann über einen > längeren Zeitraum) zu reduzieren. Ob das eine Illusion ist?

Ja. Was du hiermit simulieren würdest, wären die mehr oder weniger temporären Gewässer, in denen die Fische besondere Überlebensstrategien entwickelt haben, um das zu überleben (z.B. einige Killifischarten). Hier findet auch kein WW statt (wegen des fehlenden Zuflusses aus einem Bach), aber die Fische müssen extrem schnell geschlechtsreif werden, um für Nachwuchs zu sorgen, bevor das Gewässer umkippt und die Fische verrecken. Die Eier sind bei den Arten auch besonders 'hart' im Nehmen und brauchen teilweise sogar diese Trockenperiode. Und genau wie in diesen temporären Gewässern würde in unseren AQ ohne WW (oder nur alle halbe Jahr) die Wasserbelastung steigen und die für die Pflanzen notwendigen Spurenelemte sinken bzw. die Konzentrationsverhältnisse der Stoffe zueinander völlig aus dem Ruder laufen.Nicht gut für die meisten unserer AQ-Fische und auch gar nicht gut für unseren üppigen Unterwassergarten. Es würden nur wenige Fisch- und Pflanzenarten auf Dauer überleben und wahrscheinlich würde auch bei denen das erreichbare Alter stark sinken (wegen des enormen Streßes, verursacht durch die verschobenen Wasserverhältnisse). Denn du darfst nicht vergessen, daß Streß bei den Fischen nicht nur durch Hantieren im AQ, plötzliche größere Änderung der Wasserparameter, Revierstreitigkeiten usw.verursacht wird, sondern auch durch konstante schlechte Wasserverhältnisse oder durch langsame Veränderungen in Richtung Gülle. Und es gibt auch positiven Streß (z.B. Regenzeitsimulation nach der Kirschbaum-Methode,s.u.), welche für die Vitalität der Fische förderlich ist. Negativer Streß, z.B. das Abdriften der Wasserwerte bei fehlendem WW, selbst wenn es sehr langsam erfolgt, ist unbedingt zu vermeiden, denn dies senkt die Vitälität der Fische und macht sie Anfällig für Schwächeparasiten.

> Vielleicht > könnte man auch tropische Zenitalregen simulieren.

Regenzeitsimulation ist sicherlich förderlich für die Laichbereitschaft. Aber dafür braucht man nicht so einen Aufwand treiben. Weicheres kühleres Wasser von oben auf die Wasseroberfläche gebraust (bbei den WW alle paar Tage), in ganz hartnäckigen Fällen noch Donner (Tonband, CD) und Blitz (Fotoapparat) simuliert, ist ausreichend (Kirschbaum-Methode).

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Häufigkeit des WW?

Hallo,

vor zwei Jahren habe ich mit Hilfe dieser Newsgroup mein erstes Aquarium eingerichtet.

Damals wurde überwiegend von einem WW alle 2 Wochen von 25% geredet. Alles andere wäre zuviel (wegen den Bakterien) hieß es damals.

Nun lese ich aber hier ziemlich oft:

-je mehr WW desto besser
-Der beste Filter ist der Eimer des Aquarianers
-bis 80 % jede Woche

usw.

Wie kommt es zu dieser Meinungsänderung? Was ist mit den Bakterien? Kann man nun auch WW und Filterreinigung zur gleichen Zeit durchführen, ohne das Schaden entsteht?

Gruß
Markus


Hallo Markus,

> Damals wurde überwiegend von einem WW alle 2 Wochen von 25% geredet.

bei mäßig Pflanzen und mäßig Fischen reicht das im allgemeinen. Wenn Pflanzen und Fische wie in eine Sardinenbüchse gepresst aussehen, muss man häufiger ran, z.B. bei 1cm Fisch/l AQ-Inhalt und nur 1/3 freien Schwimmraum wöchentlich 25-30%.

so long, uja


Hai Markus,

> Damals wurde überwiegend von einem WW alle 2 Wochen von 25% geredet.

Dem ist auch heut noch so!

> Nun lese ich aber hier ziemlich oft:

Das ist vielleicht falsch rübergekommen. Vermehrter WW ist ratsam bei Algenbelastung. Ansonsten 25-35% alle 2 Wochen reicht IMO.

Die Bakterien sollen auch ihre Ruhe haben, drum sollst du auch den Filter nur reinigen, wenn spürbar der Durchfluss nachläßt. Ich reinige meine Filter nur dann, wenn grad kein WW ansteht. Der Filter von meinem großen Becken steht nun schon 5 Monate unangetastet. Hoffe konnt dir etwas behilflich sein ;-)

Liebe Grüße
Andrea


moin Markus,

ich kann mich hier nur anschließen, wobei ich bei mir sogar wesentlich weniger an WW durchführe. Ich richte mich danach welche Wasserwerte (Nitrit/Nitrat) mein Wasser aufweist bzw. wie meine Pflanzen aussehen. Da unser Leitungswasser sehr schlecht ist (sehr hoher Nitratwert) muß ich alles über die Osmoseanlage laufen lassen,was sehr teuer ist.

Ich habe ein 240l und ein 54l Becken laufen und beide kommen ohne Probleme mit einem WW von 20l alle 14 Tage aus.

Viele Pflanzen und wenig Fische noch weniger füttern ist Bedingung.

grüße
phoeni


Hallo,

das mit den Algen kann aber auch nach "hinten los gehen": Man reduziert die Stickstoffverbindungen, erhöht aber die Redoxwerte, was bestimmt Algen auch sehr gern haben.

Gruß Uwe


Hallo Uwe,

gerade bei algenanfälligen Becken hat sich nach meiner Erfahrung vermehrter Wasserwechsel mit gutem Frischwasser immer als vorteilhaft erwiesen.

Gruß Olaf


Hi....

also Wasserwechsel etwa 25-30 % alle 2 Wochen ist bei einem normal besetzten Aquarium mit guter Bepflanzung ausreichend. Filterwechsel nur dann wenn der Durchfluß stark nachgelassen hat. Mein Filter läuft jetzt seit einem Jahr ohne Reinigung. Ich denke das ich ihn eigendlich nie reinigen muß, da es sich um einen externen HH-Mattenfilter handelt. Ich sauge nur den Mulm ein wenig vom Filterboden ab, wenn er über 4 cm ansteigt.

Seidem ich auch von diesen Reinigungstrip weg bin danken es mir die Pflanzen mit einem sehr guten Wachstum und ich habe viel weniger Probleme mit Krankheiten oder Wassertrübungen. Ist eben halt super gepuffert das Becken.

Jens


Hallo Markus,

schaden kann zuviel Wasserwechsel kaum, zuwenig schon. Allerdings muß man das für jedes Becken betrachten, in schwach besetzten, aber gut bepflanzten Becken reicht 25 % alle 2 Wochen sicher aus. In "normalen"Becken würde ich zu mindestens 25 % pro Woche raten und mehr schadet sicher auch nicht. Ich mache momentan mindestens 50 % WW pro Woche, in einigen gut besetzten Becken auch 2 mal die Woche, und habe damit bisher nur gute Ergebnisse erzielt. Meine Filter reinige ich allerdings eher selten, so 1-2 mal im Jahr, wenn überhaupt.

Gruß Werner


Hallo Markus,

ich wechsle jede Woche ca. 30-40 Prozent bei allen Becken. So kann ich gleichbleibende Wasserwerte garantieren. Die Bakterienkulturen befinden sich zum Grossteil im Filter und im Bodengrund - mit regelmaessigen Wasserwechsel kannst Du hier nix kaputtmachen :-)

> Wie kommt es zu dieser Meinungsänderung? Was ist mit den Bakterien? Kann man
> nun auch WW und Filterreinigung zur gleichen Zeit durchführen, ohne das
> Schaden entsteht?

Filter werden hier nur gereinigt, wenn nix mehr geht.

Chris


markus,

wie immer (naja ziemlich oft) habe ich eine etwas andere meinung.:-)
sie stellt nicht ein dokma dar aber (nicht nur)ich habe gute erfahrungen damit gemacht .

ich schaue in der frage des ww, wie viele andere hier zuerst mal auf den fischbesatz/wassermenge, evtl.pflanzenanzahl. mein aquarienwasser wird, je länger es im becken ist, zumindest meßtechnisch immer besser als das leitungswasser.

d.h. vor allem nitrat und phosphat nehmen innerhalb von 5 tagen zu 80% ab, gegenüber dem leitungswasser! ich habe tage, da ist nitrat nicht nachweisbar! (nun könnte man ja auf die idee kommen, leitungswasser mit nitrat zuzuführen um wieder pflanzennahrung zu bekommen:-))

nach meiner meinung ist ein aqarium als ganzes zu sehen und wasserwechsel ist nur ein teil des ganzen. deswegen habe ich so meine probleme damit einen "festen" wert zu empfehlen!!

beispiel: (nein diesmal nicht mein züchter:-)) BRÜDERCHEN. er hat ein 300l aq und wechselt NIE wasser!außer verdunstetes oder durch mulmabsaugen verlohrenes! auch er hat besseres aq wasser als das was aus der leitung kommt und muss sich nun ein 2tes aq anschaffen um der brütenden barsche herr zu werden (also die jungen aufzuziehen, es sind MEGAVIELE)

ob wasserwechsel bei ihm schädlich ist (wäre) weis ich nicht, aber er scheint nicht nötig!

auch bei mir (wobei ich denke das ich ein gutes fisch/wasserverhältniss habe) bemerke ich nach einem wasserwechsel keine positiven veränderungen, aber auch keine negativen wenn ich das wasser nicht wechsele!

auch sehe ich (zumindest im hintergund) auch etwas die ökologie. es ist zwar richtig, was ich das altwasser dem wasserkreislauf wieder zuführe (und über die mehrbelastung der kläranlage wollen wir nicht reden, das ist weniger als der berühmte tropfen) aber: 25% WW bei 2000 litern sind 500 liter. lassen wir mal das reine wasser außen vor müssen aber 500 liter von 8° auf 27° aufgeheitzt werden! und da gehts los!! da die meisten Aqarianer das wasser elektrisch aufheitzen (oder eben mit gas wenn es aus dem wasserkran kommt) ist hier schon ein merklicher energieeinsatz zu verzeichnen! und das abwasser geht mit 27° (oder i.d.r. 25°) in den gulli.

ob das immer nötig ist? ich bin mir da nicht so sicher...anders herum bin ich mir ziemlich sicher, das 70 alle 4 wochen oder länger genau so gut funktionieren bzw. es sich keine unerwünschten zustände einstellen!

für mich ist das thema wasserwechsel noch kritischer als die blöde rinderherzverfütterung an diskusfische! (BTW: meine haben gestern das erste mal abgelaicht im rochensandnebel:-))

ist es vermessen zu sagen: ausprobieren? und sich an das optimum für die tiere herantasten?

ich weis es nicht, sehe aber wohl die ergebnisse bei mir und bei anderen

gruß
andi


Hi.....

meßtechnisch schon... wir erfassen allerdings nur einen sehr kleinen Teil an Meßwerten und orientieren uns immer an eine Handvoll Faktoren. Wie sieht es denn mit Spurenelementen aus. Ohne die kommen Pflanzen und Fische auch nicht aus. Ferner verschiebt sich das Verhältnis der im Wasser vorkommenden Elelemente. Von dem einem sind zu viel da von dem anderen zu wenig. In der Natur ist wie ein Durchflußaquarium. Es wird dauernd mit Frischwasser vermengt.

Selbst wenn meßtechnisch das Wasser wohl besser wird muß es nicht sein, das sich unsere Pfleglinge auch wohler fühlen.

Jens


Hallo Markus,

> -je mehr WW desto besser
> -Der beste Filter ist der Eimer des Aquarianers
> -bis 80 % jede Woche

Stimmt ja auch vollkommen. Schau Dir doch einmal die enormen Wassermassen an, die unseren Pfleglingen in natürlichen Gewässern zur Verfügung stehen und fast immer auf natürliche Art und Weise ergänzt werden. Das einzige Argument gegen großzügige Wasserwechsel ist IMO nur Faulheit und selbst die kann man mit einem durchdachten WW noch voll ausleben.

> Wie kommt es zu dieser Meinungsänderung?

Man entwickelt sich eben weiter, gewinnt neu Erkenntnisse und erfährt wohl mehr über das eigentlich Wesentliche.

> Was ist mit den Bakterien?

Frei floatierende Bakterien interessieren doch keinen. Von wer weiss wie vielen hier wird doch sogar empfohlen einen UV-Klärer im Dauerbetrieb laufen zu lassen (was nicht meiner Meinung entspricht). Spätestens hier werden doch die ganzen Bakkies im freien Wasser gekillt. Interessant sind hauptsächlich nur die Bakterien im gut aufgebauten und funktionierenden Bodengrund und die werden durch einen WW nicht dezimiert. Die paar Bakterien in einem normalen AQ-Filter, die bei der Reinigung (nur dann, wenn der Filter fast nichts mehr durchlässt) über den Jordan gehen, sind sicher nicht dafür verantwortlich, wenn ein AQ umkippt. Wenn dem 'mal so sein sollte, hat eh irgendetwas im AQ nicht gestimmt.

Gruß,
Frank


Hallo Markus und Frank,

Die Relationen und das biologische Gesamtsystem von natürlichen Gewässern im Zusammenhang mit den Bedürfnissen der Fischarten sind für uns Aquarianer kaum zu erfassen. Ein Bezug zwischen Natur- und Kunstbiotop scheitert zudem am prinzipiellen System. Daher finde ich solche Verweise in diesem Zusammenhang immer sehr unbefriedigend. Wesentlich wertvoller finde ich direkte reproduzierbare Erkenntnisse im Kunstbiotop, die schließlich dann vielleicht sogar solche Bezüge untermauern.

> Das einzige Argument gegen großzügige Wasserwechsel ist IMO nur Faulheit

Oh, da fallen mir schon ein paar Gründe mehr ein. Sicherlich müsste im Vorfeld erst einmal grob die Grenze für den großzügigen Wasserwechsel definiert werden. Da hier immer gerne sehr pauschal von sehr großen Wechselmengen gesprochen wird, entsteht vielleicht bei mir ein falscher Eindruck. Neben dem ökologischen Gedanken, stellt sich auch die kritische Frage, ob denn ein Gesellschafts- oder Schaubecken, das nur mit einem wöchentlichen Wasserwechsel > 50% "funktioniert", nicht vielmehr biologische Schwächen in seiner Gesamtkonstellation aufweist. Sind solche Schwächen offensichtlich, so ist zwar die größere Wasserwechselmenge zunächst folgerichtig, jedoch kein Mittel für die Ursachenbekämpfung. In anderem Fall stellt sich für mich die Frage, ob diese Wasserwechselmenge nicht einfach ein Zuviel darstellt - nicht im Sinne einer Schädlichkeit für das Aquarium (dies halte ich ebenfalls für fast ausgeschlossen), sondern im Sinne einer unnötigen Verschwendung. Hier spielen dann wieder ökologische und ökonomische Punkte eine Rolle. Aquarianer, die technisch einen vollautomatischen Wasseraustausch realisiert haben, werden auch nicht freiwillig mehr Wasser "wechseln lassen" als notwendig ist, auch wenn es keine Arbeit bereitet.

Nach dem Motto "Lieber zuviel als zuwenig" zu handeln, finde ich gerade bei diesem interessanten Hobby etwas reizlos. In Bereich Ideal bis Zuviel strebe ich nach Möglichkeit immer das Ideal an.

> Man entwickelt sich eben weiter

Diese NG hat eine eigene Dynamik und auch Moden. Bestimmte Themen finden hier eine breite Zustimmung. Ein positives Beispiel hierfür ist der Mattenfilter, der wohl in keinem anderen "Verein" so populär ist.

Grüße Detlef


Hallo Detlef,

Ich bin sicherlich nicht so vermessen anzunehmen, daß man die einzelnen Biotope unserer Pfleglinge 100%ig nachahmen kann. Ich denke aber, daß wir wenigstens die Qualität unseres Aquarienwassers durch viele und eben auch großzügige Wasserwechsel konstant halten können und so Schwankungen der Wasserqualität (im Bezug auf Verunreinigungen) relativ einfach kompensieren können und dies ist - am Verhalten der Fische zu erkennen- durchaus reproduzierbar. Mir ging es in dem Beispiel ausschließlich darum zu zeigen, daß in der Natur ja auch eine fast kontinuirliche Zufuhr von frischem und relativ unbelastetem Wasser gegeben ist.

> Oh, da fallen mir schon ein paar Gründe mehr ein.

Die übrigen Argumente würden mich persönlich jetzt schon interessieren. Großzügig ist ein Ausdruck den ich jetzt nicht durch Literzahlen definieren kann. Es ist hier ganz klar eine Abhängigkeit von der Intensität der Fütterung, dem Besatz und den Wasserpflanzen gegeben. Um es aber einfacher auszudrücken:Genau soviel, daß alle evtl. angefallenen Abfallstoffe fast vollständig entfernt werdem (sofern sich innerhalb vom max. 7 Tagen überhaupt etwas meßbar anreichert). Wenn nötig (z.B. bei einer intensiven Fischhaltung) eben auch ein kontinuirlicher Wasserwechsel oder ein Wasserwechsel der mehrmals in der Woche durchgeführt wird.

Bei dem von Dir genannten Beispiel sind viele Wasserwechsel die einzige Möglichkeit das Schlimmste zu verhindern. Die Mißstände die dazu führen sind IMHO sofort zu beseitigen und auch kein Beispiel für die von mir vertretene Meinung, da hier jeweils nur das Symptom beseitigt wird und das ist für mich nicht befriedigend. Ich spreche ausschließlich von funktionierenden Aquarien in denen großzügige WWs einen noch positiveren Einfluß auf Flora und Fauna haben.

> Sind solche Schwächen offensichtlich, so ist zwar die größere
> Wasserwechselmenge zunächst folgerichtig, jedoch kein Mittel für die
> Ursachenbekämpfung.

Siehe oben. Volle Zustimmung.

Verschwendung ist relativ. Ich entnehme zwar das Wasser aus der Wasserleitung, führe es aber dem Kreislauf beim nächsten Wechsel wieder zu. Hier stellt sich also für mich nur noch die Frage, ob es eine ökonomische Verschwendung ist. Das es eben Geld kostet, ist klar und stört mich persönlich nicht, da ich von dem positiven Effekt überzeugt bin. Da empfinde ich andere Mittelchen die der Fachhandel so anbietet als wesentlich größere ökologische Verschwendung und wenn wir gerade dabei sind...was ist mit den ganzen Starklichtbecken? Sind die immer nötig?

Niemand wird von mir gezwungen gegen seine Überzeugung mehr Wasser zu wechseln. Jeder der dazu bereit ist, wird später aber auch sicher nicht mehr davon ablassen. Wer nicht will, der soll es bleiben lassen und wenigstens soviel wechseln, daß es den Fischen gut geht.

Für mich ist es Reiz und Ansporn genug, daß ich sehe wenn es meinen Fischen gut geht. Andere halten pflegeintensive Wasserpflanzen und gärtnern eben an denen herum. Ich habe fast ausschließlich sehr robuste und pflegeleichte Arten und wechsel meinen Fischen zu liebe eben Wasser. Ich empfinde es außerdem als Ideal,wennn ich durch großzügige Wasserwechsel die Keimbelastung in meinem Aquarium gering halten kann. Andere bemühen dafür UV-Klärer.

Der Mattenfilter ist aber doch keine Modeerscheinung. Seine vorzügliche Wirkung ist doch auch mehr oder weniger bewiesen. Wie lange hat es denn gedauert, bis fast jeder hier so ein Ding gebaut hat? Ist der vielleicht früher nicht so gut angekommen, weil er aufgrund seines simplen Aufbaus im Vergleich zu den High-Tech Filtern diverses Anbieter dem Aquarianer zu langweilig vorkam? Nicht immer setzen sich sinvolle Sachen und Vorgehensweisen durch, weil sie eben manchmal einfach unpopulär sind. Das bedeutet aber noch lange nicht, daß sie deshalb nicht gut oder sogar besser sind.

Ich praktiziere das schon seit längerer und nicht erst seit einigen Wochen und bin davon vollkommen überzeugt. Das es sicher keinen Schaden anrichtet siehst Du ja genau so und wenn ich dazu noch der Meinung bin,daß es meinem Pfleglingen zu gute kommt...warum nicht?

Gruß,
Frank


Hallo Frank,

okay, lass uns einmal Klartext reden ;-). Ich bin kein Verfechter von Altwasserbecken, auch wenn ich zunächst die Funktionalität eines solchen Systems nicht in Frage stellen möchte. Ich wechsle mittlerweile ebenfalls nahezu regelmäßig eine ordentliche Menge Wasser ... das sind in der Regel bei etwas größeren Intervallen, relativ große Mengen. Dies aus der Bequemlichkeit und der mathematischen Erkenntnis, dass ein größerer, aber "seltener" Wasserwechsel effektiver sein "kann", als ein kleinerer und häufigerer Wechsel - bei insgesamt gleichbleibender Wechselmenge.

Ich habe schon das Gefühl, dass hier etwas großzügig, mit großzügigem Wasserwechsel hantiert wird. Auf fast jede Wasserproblematik wird zunächst mit Wasserwechsel geantwortet - was aber lediglich als Folge richtig ist, wie wir uns ja einig sind.

Ich denke jedoch, dass man dabei etwas diffiziler reagieren sollte (meist wird auch darauf hingewiesen, dass die Ursachen vermutlich bei einem Überbesatz etc. liegen). Vorausgesetzt das Gesamtsystem des Aquariums stimmt, so sollte ein wöchentlicher Wasserwechsel von 50% unnötig sein.

Vielleicht muss man auch einfach den Wasserwechsel pro Fisch umrechnen, um dann per Formel den prozentualen Wasserwechsel pro Becken berechnen zu können ;-). Ausgehend von einem groben Richtwert für die Wasserwechselmenge pro Becken, würde man als Folge vielleicht erkennen, dass man einen Überbesatz pflegt, den man besser auf mehrere Becken verteilt. Die gesamte Wasserwechselmenge bleibt nach der Verteilung ja insgesamt gleich.Natürlich wird das nicht funktionieren, da bei solchen Missständen keine Linearität bestehen kann. Aber immerhin würde es besser das Verständnis für eventuelle Missstände beim Aquarianer wecken.

> Die übrigen Argumente würden mich persönlich jetzt schon interessieren.

Es sind eigentlich drei Gründe: Die Verschwendung im ökologischen (auch der Kreislauf belastet unsere Umwelt) und ökonomischen Sinn, und die Erkenntnis, dass etwas im Gesamtsystem meiner Aquarien nicht stimmen kann.

> Für mich ist es Reiz und Ansporn genug, daß ich sehe wenn es meinen Fischen
> gut geht. Andere halten pflegeintensive Wasserpflanzen und gärtnern eben an

Das würde ich als Grundvoraussetzung ansehen. Neben der Verhaltensbeobachtung etc. finde ich es reizvoll, ein möglichst wartungsarmes System zu pflegen. Manch bequemlicher Aquarianer, versucht durch den massiven Technikeinsatz einzelne Schwächen im System auszugleichen ... das finde ich langweilig (in manchen Situationen kann es aber auch Sinn machen). Ich versuche mit dem gleichen Ziel und der Bequemlichkeit vielmehr die Ursachen zu vermeiden. Meist liegen die in einem Missverhältnis von Anzahl der Fische und Pflanzen zur Beckengröße.Die Technik spielt für das Gesamtsystem meiner Meinung nach meist eine eher kleine Rolle.

> Der Mattenfilter ist aber dch keine Modeerscheinung.

Richtig. Das Beispiel sollte die Dynamik dieser NG verdeutlichen. Kaum ein Teilnehmer dieser NG kennt nicht den Mattenfilter. In Vereinen, deren Mitglieder keinen Zugang zum Internet haben, ist die Anzahl der "Kenner" bedeutend geringer. Auch ich habe einen mattenfilterähnlichen Filter betrieben ohne dessen Stellenwert zu kennen, bevor ich zu dieser NG gestoßen bin. Beispiele für Moden möchte ich jetzt lieber nicht aufzählen, da sie eigentlich fast immer negativ sind.

> Das es sicher keinen Schaden anrichtet
> siehst Du ja genau so und wenn ich dazu noch der Meinung bin, daß es meinem
> Pfleglingen zu gute kommt...warum nicht?

Das steht außer Frage. Ich kann von München nach Hamburg sehr bequem in einem Auto mit sämtlichen Sicherheitsfunktionen reisen, die bei dieser Art der Fortbewegung notwendig sind, oder aber den Zug nehmen, wo ich ich diese technischen Sicherungsmaßnahmen situationsbedingt nicht benötige. In beiden Fällen werde ich in aller Regel das Ziel sicher erreichen ;-).

Grüße Detlef


Hallo Detlef,

klar, je mehr Dreck im Wasser ist, desto mehr kann man entfernen. Ich wechsle seit langem ziemlich regelmäßig mindestens 1 x wöchentlich 50% Wasser, nicht weil mir das unbedingt Spaß macht, bei etwa 500 Litern die Woche kann von Spaß kaum eine Rede sein, noch dazu wenn das Ganze mittels Eimer und Gießkanne abläuft. Ich kann den Fischen durch diese wöchentliche Aktion sicher nicht natürliche Verhältnisse bieten, aber ich halte dadurch Schwankungen der Wasserqualität so gering wie es mir möglich ist, sicher wäre ein kontinuierlicher Wasserwechsel noch günstiger, nur leider läßt sich das aufgrund der Menge meiner Becken und den örtlichen Gegebenheiten nicht realisieren. Meine Fische danken mir meine Mühe mit Vermehrungsfreudigkeit und sichtbarem Wohlbefinden, Krankheiten hatten meine Fische schon seit Jahren nicht mehr.

Zumindest kann Wasserwechsel kaum schaden, im Gegensatz zu manchen Medikamenten- und sonstigen Empfehlungen! >> Ich denke jedoch, dass man dabei etwas diffiziler reagieren sollte (meist > wird auch darauf hingewiesen, dass die Ursachen vermutlich bei einem > Überbesatz etc. liegen). Vorausgesetzt das Gesamtsystem des Aquariums >stimmt, so sollte ein wöchentlicher Wasserwechsel von 50% unnötig sein.

Ob 50% immer nötig sind, glaube ich auch nicht, aber ein Problem entsteht daraus sicher auch nicht.

> Vielleicht muss man auch einfach den Wasserwechsel pro Fisch umrechnen, um
> dann per Formel den prozentualen Wasserwechsel pro Becken berechnen zu
> können ;-).

Na beim Erstellen der Formel wünsche ich dir viel Vergnügen.

> Es sind eigentlich drei Gründe: Die Verschwendung im ökologischen (auch der
> Kreislauf belastet unsere Umwelt) und ökonomischen Sinn, und die Erkenntnis,
> dass etwas im Gesamtsystem meiner Aquarien nicht stimmen kann.

Ökologische und ökonomische Verschwendung sehe ich eigentlich nicht, da nahezu das gesamte Wechselwasser im Garten, bzw. im Haus zum Giesen verwendet wird, ob ich das nun direkt aus der Leitung oder über den Umweg über meine Aquarien verwende bleibt sich wohl gleich. Wieso soll im Gesamtsystem was nicht stimmen, es ist ja nicht so, das ich zu so großen Wasserwechseln gezwungen bin, sondern ich stelle nur immer wieder fest, das bei regelmäßigen größeren WW sich die Fische deutlich wohler fühlen.

Gruß Werner


Hallo Detlef,

> Ich bin kein Verfechter von
> Altwasserbecken, auch wenn ich zunächst die Funktionalität eines solchen
> Systems nicht in Frage stellen möchte.

Okay. Da liegt also der Hase begraben ;o). Wir beide vertreten in dem Fall vollkommen grundsätzliche Meinungen.Es geht hier auch sicher nicht darum den jeweils anderen von der eigenen Meinung zu überzeugen, als mehr das Verständnis der eigenen Meinungen und Handlungsweisen dem jeweiligen anderen näher zu bringen

Ich sehe es so, daß bei größeren aber eher selteneren Wasserwechsel die Differenz für die Fische eine wesentlich größere ist. Nach und nach sinkt die Gesammtheit essentieller Stoffe im Aquarienwasser und die Konzentration der Schadstoffe steigt kontinuirlich an. Auch in gut funktionierenden Aquarien mit nur geringem Besatz reichern sich nach und nach Abfallstoffe an, die nicht für den "Normalaquarianer" meßbar sind. Sicherlich ist dieser Anstieg nicht so gravierend wie in absolut überbesetzten Aquarien, aber er ist eben da. Wechsel ich jetzt häufiger größere Mengen Wasser, wird auf der eine Seite der Nachschub von essentiellen Stoffen gesichert bzw. kann kein mögliches Defizit auftreten (z.B. in stark bepflanzten Aquarien) und auf der anderen Seite wird ein Anstieg von Schadstoffen so fast ausgeschlossen und die Schwankungen der Wasserwerte vor und nach dem Wasserwechsel sind für die Fische deutlich geringer und bedeutend deutlich weniger Streß (z.B.in Folge von geänderten osmotischen Druckverhältnissen).

> Auf fast jede Wasserproblematik wird zunächst
> mit Wasserwechsel geantwortet

Das ist ja auch zunächst richtig. Wenn ein Problem da ist, muss man - um schlimmeres zu verhindern - erstmal das Symptom bekämpfen um dann mehr Zeit für die Beseitigung der Ursache zu erlangen. Dann sollte man dem Übel auf den Grund gehen und es umgehend beseitigen. Der vermehrte Wasserwechsel ist hier sicher nur eine kosmetische Korrektur. Mehr nicht. Genau diese Fälle schließe ich aber in meine eigene Überzeugung nicht ein. Hier ist grundsätzlich am Aquarium was nicht i.O. und hier kann der große WW nur kurzfristig helfen. Darin sind wir uns ja einig.

> Vorausgesetzt das Gesamtsystem des Aquariums
> stimmt, so sollte ein wöchentlicher Wasserwechsel von 50% unnötig sein.

Siehe oben. Überbesatz ist ganz klar zu vermeiden und sollte nicht in der Auswirkung durch einen kosmetischen Wasserwechsel überspielt werden. Zu Deiner Meinug, daß Du einen wöchentlichen WW von 50% als zu hoch empfindest, verweise ich auf den Anfang meines Postings. Nachschub durch WWs sichern und Schwankungen der Schadstoffkonzentrationen vermeiden bzw. so gering wie möglich halten.

> Vielleicht muss man auch einfach den Wasserwechsel pro Fisch umrechnen, um
> dann per Formel den prozentualen Wasserwechsel pro Becken berechnen zu
> können ;-).

Wenn 'mal jemand extreeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeem viel Langeweile hat, dann kann er das ja 'mal in Anspruch nehmen ;o). Zu Berücksichtigen wäre dann aber noch Art und Menge des Futters umgerechnet auf die durchschnittliche Verdauungsdauer die der Fisch hat ;o)).

> Ausgehend von einem groben Richtwert für die Wasserwechselmenge
> pro Becken, würde man als Folge vielleicht erkennen, dass man einen
> Überbesatz pflegt, den man besser auf mehrere Becken verteilt.

Wie gesagt. Ich empfehle die häufigen WWs immer und nicht als Mittel um die Auswirkungen eines Überbesatzs zu kompensieren. Man sollte meinen, daß man für die Feststellung eines Überbesatzs nur zwei gesunde Augen braucht. Das dem leider nicht bei allen Aquarianern und Aquarienbesitzern so ist, ist leider eine Tatsache und sehr schade.

Du verstehst das als pädagogisches Mittel um einen offensichtlichen Mißstand aufzudecken? Ist nicht ganz von der Hand zu weisen, aber mich stört dann hier die Tatsache, daß es noch mehr zu lasten der armen Tiere geht. Jetzt kann man natürlich argumentieren, daß der Pfleger sonst nie lernt, daß er etwas falsche macht. Dem ist natürlich auch so. Hmm...ist schwierig. Auf der einen Seite die Fische, auf der anderen der möglicherweise nicht vorhandene Lerneffekt...

Wenn Du die ökologische Verschwendung als Beispiel nennst, muss man sich Fragen, warum man überhaupt Fische pflegen muss. Jedes Aquarium verbraucht natürliche Ressourcen. Warum muss man unbedingt Wildfänge haben und sich nicht an Arten halten, die hier problemlos nachgezogen werden können? Alleine Fang und Transport von Wildfängen ist doch ökologischer Wahnsinn. Du hälst Dich bei Deiner Argumentation gegen einen häufigen WW immer an einem schleichenden Problem im Aquarium bzw. an einem Überbesatz fest. Überbesatz ist ganz klar nach meinem Verständnis zu vermeiden und hat nichts mit meiner Empfehlung zu tun.

> Neben der Verhaltensbeobachtung etc. finde ich es reizvoll, ein möglichst
> wartungsarmes System zu pflegen.

Wenn man sich aber die natürlichen Biotope einmal ansieht (ich meine jetzt nicht kleine Pfützen nach Überschwemmungen oder ausgetrocknete Flüsse), dann ist das IMO aber fast nicht möglich.

> Manch bequemlicher Aquarianer, versucht
> durch den massiven Technikeinsatz einzelne Schwächen im System auszugleichen

Ich halte den Einsatz von massiver Technik und Chemie auch für überflüssig, wenn er in den Auswirkungen das gleiche bringen würde wie ein Wasserwechsel ;o)).

> Ich versuche mit dem gleichen Ziel und der Bequemlichkeit vielmehr
> die Ursachen zu vermeiden.

Ich überspiele aber keine Ursache, weil ich Überbesatz ausschließe und er bei mir faktisch auch nicht vorhanden ist. Auf Technik im AQ kann man weitgehend verzichten. Bei häufigen WWs ist auch ein Mattenfilter überflüssig ;o). Die einzig sinvollen technischen Hilfsmittel sind Osmoseanlagen, Heizungen und evtl.CO²-Anlagen (wobei man bei letzterem auch auf die Hefegährung setzen könnte).

> In beiden Fällen werde
> ich in aller Regel das Ziel sicher erreichen ;-).

Du sagst es....In aller Regel ;o). In aller Regel ist die Bahn aber auch sehr unpünktlich ;o))).

um es abschließend noch einmal auf den Punkt zu bringen: Ich weiss, daß ich mich andauernd wiederhole,aber der großzügige und häufige Wasserwechsel ist für mich mittelfristig kein Mittel um die Auswirkungen eines Überbesatzs zu kompensieren. Er stellt für mich einzig und alleine eine Optimierung für meine Pflanzen und Fische in einem gut funktionierenden nachgeahmten Biotop dar und soll Schwankungen der Wasserqualität im Aquarium minimieren.

Gruß,
Frank


Hi Frank,

> Hmm...ist schwierig. Auf der einen Seite die Fische, auf der anderen der
> möglicherweise nicht vorhandene Lerneffekt...

Och, wenn de*m* Pfleg*er* die Arme kraeftig weh tun vom Muskelkater, setzt *er* bestimmt auch mal sein Hirn ein dann ;-)) <obdasfueraquarianerinnenauchgiltoderdenkendievorher?;-)> =

> Ich halte den Einsatz von massiver Technik und Chemie auch für überflüssig,
> wenn er in den Auswirkungen das gleiche bringen würde wie ein Wasserwechsel > ;o)).

Und ein geschickter Aufbau des Aquariums :-) =

> Die einzig sinvollen technischen Hilfsmittel sind Osmoseanlagen, Heizungen
> und evtl. CO2-Anlagen (wobei man bei letzterem auch auf die Hefegährung
> setzen könnte).

Was heisst da koennte? Das funktioniert wunderbar, zumindest bei kleinen AQ.

> In aller Regel ist die Bahn aber auch sehr unpünktlich ;o))).

Ein Auto im Stau auch ;-)) =

Sonst bin ich aber einer Meinung mit Dir :-)

ciao, Monika


Hallo Monika,

%div > Och, wenn de*m* Pfleg*er* die Arme kraeftig weh tun vom Muskelkater, setzt *er* bestimmt auch mal sein Hirn ein dann ;-)) <obdasfueraquarianerinnenauchgiltoderdenkendievorher?;-)> apply=div%<

Wäre eine Möglichkeit. Ich glaube aber leider, daß der Lerneffekt erst dann einsetzt, wenn's anfäng Geld zu kosten also Fische andauernd erkranken, sterben und dann neu ersetzt werden :-((.

%div > Und ein geschickter Aufbau des Aquariums :-) apply=div%<

Klar! Ordentlich hoher ein feinkörniger Bodengrund und eine gepflegte Bepflanzung setze ich voraus (außer in speziellen Fällen wie z.B. bei manchen Barschbecken).

%div > Was heisst da koennte? Das funktioniert wunderbar, zumindest bei kleinen AQ. apply=div%<

Das meinte ich ja auch. Bei Becken die eine bestimmte Größe überschreiten oder eine relativ große CO²-Menge brauchen, finde ich das eher unpraktikabel, weil ich mir nicht irgendwelche größeren Behälter ins Zimmer oder in den Schrank setzen möchte.

%div > Ein Auto im Stau auch ;-)) apply=div%<

Ich kann aber mit einem Auto den Stau umfahren ;o))

%div > Sonst bin ich aber einer Meinung mit Dir :-) apply=div%<

Hätte ich Dir auch geraten ;o)))

Gruß,
Frank


HI Frank,

> Ich glaube aber leider, daß der Lerneffekt erst dann
> einsetzt, wenn's anfäng Geld zu kosten

Ich fuercht, wenn die Arme nichts helfen, tut's der Geldbeutel auch nicht, dann fehlt's eh weiter.

> Das meinte ich ja auch. Bei Becken die eine bestimmte Größe überschreiten
> oder eine relativ große CO2-Menge brauchen, finde ich das eher
> unpraktikabel, weil ich mir nicht irgendwelche größeren Behälter ins Zimmer
> oder in den Schrank setzen möchte.

Haengt vermutlich immer von den Gegebenheiten ab.

> Ich kann aber mit einem Auto den Stau umfahren ;o))

Vielleicht. Aber nur, wenn ich
1. Kartenlesen kann (oder mich in der Gegend auskenn) und
2. ne vernuenftige Umfahrungsmoeglichkeit da ist (also tut man sich z.B. im Altmuehltal schon mal schwer...) ;-)
Bei 1. setz ich auch noch voraus, dass man nen Atlas/Karte im Auto hat (manche schonen die gut zuhause ;-) )

ciao, Monika


Hallo Leute,

sorry wen ich mich jetzt auch noch mit einmische aber ich muß auch meinen Senf dazu geben ;-) Ich bin im allgemeinen der gleichen Meinung wie Detlef! Ein Wasserwechsel is zwar Sinnvoll doch nicht in einem zu großen Maße! Hier meine Argumente: 1.Frank meinte in der Natur käme immer neues und frisches Wasser ran! Das stimmt zwar ABER das "neue" Wasser ist in wirklichkeit altes Wasser welches meist schon sehr serh lange fließt und somit viele Stoffe (auch Schadstoffe in sehr geringen Mengen) aufgenommen hat. Des weiteren hat das "neue" Wasser IMMER (zumindest in den Tropen) so gut wei die gleich qualität und die WW sind auch immer gleich. Kleiner Veränderungen sind wegen der rieseigen Wassermengen kaum messbar. Soetwas kann man im AQ NIE hinbekommen! Vor allem wenn man sein Wasser selber aufbereitet ist das ganze Gewissen schwnkungen unterworfen. Selbst wenn amn reines Leitungswasser verwendet schwanken die Werte (die Schwankungen sind zum Teil x100 größer als in der Natur!).2. Frisches Wasser ist meist "agressive"! Man müßte das Wasser schon gut 5-10 TAge stehen lassen damit es ungefähr den gleichen "alterungsgrad" hat wie das AQ Wasser. In dieser Zeit hätten sich die Wassserwerte wieder verschlechtert wodurch man wieder einen Waserwechsel machen müßte! Das ist es viel besser wenn man ein fuktionierendes System hat welches Schadstoffe (und auch andere Stoffe) dem Wasser entfernt (egal ob mit oder ohne Technik). Diese Stoffe können zur Not ja einzeln wieder zugeführt werden. 3. Wenn man nun ein funktionierendes System hat welches Schadstoffe u.ä. entfernt ist ein GROßER Wasserwechsel unnötig! Es wäre also nur eine verschwändung von Wasser! Gegen eine kleinen Wasserwechsel um das Ionengleichgewicht konstant zu halten (was mit Technik auch möglich wäre) habe ich ja garnichts aber man sollte es halt nicht übertreiben! Dies is tnur meine Meinung und ich will sie niemandem aufzwingen!

MFG Achim


Hallo Achim,

meine Beweggründe für die Empfehlung dürften ja mitlerweile bekannt sein. Erlaube mir deshalb nur kurz die einzelnen Punkte anzuschneiden.

> 1.Frank meinte in der Natur käme immer neues und frisches
> Wasser ran! Das stimmt zwar ABER das "neue" Wasser ist in wirklichkeit altes
> Wasser welches meist schon sehr serh lange fließt und somit viele Stoffe
> (auch Schadstoffe in sehr geringen Mengen) aufgenommen hat.

Ist nicht ganz richtig: Ich sagte "fast" immer ;o). Ich habe mir aber fast gedacht, daß das Argument mit dem frischen, aber eigentlich alten Wasser kommt ;o). Schau Dir einmal die Populkationsdichte der einzelnen Biotope an und rechne das 'mal auf die Wassermenge um. Hier dürfte die Belastung sehr gering sein. Außerdem ist die Menge an frischem Wasser (z.B. aus den Bergen) wohl auch eine bedeutend höhere als bei kleineren Wasserwechseln.Du sagst ja selber, daß die Konzentration an Schadstoffen nur äußerst gering sein dürfte...

> Des weiteren hat
> das "neue" Wasser IMMER (zumindest in den Tropen) so gut wei die gleich
> qualität und die WW sind auch immer gleich. Kleiner Veränderungen sind wegen
> der rieseigen Wassermengen kaum messbar. Soetwas kann man im AQ NIE
> hinbekommen!

Auch nicht ganz richtig und vor allem ein Widerspruch! Veränderungen sind kaum meßbar, weil eben kontinuirlich neues Wasser den Fluß herunterläuft oder eben in den See fliest. Wechselst Du ein paar Wochen in Deinem AQ kein Wasser (Schadstoffkonzentrationen steigen an) und machst dann einen Wasserwechsel, so verändert sich doch die Qualität des Wassers grundlegend! Ist also doch ein Argument für viele Wasserwechsel. Das Optimum würde ein Durchfluß-AQ darstellen und da gibt es hier einige, die ein solches AQ betreiben.

> Vor allem wenn man sein Wasser selber aufbereitet ist das ganze
> Gewissen schwnkungen unterworfen. Selbst wenn amn reines Leitungswasser
> verwendet schwanken die Werte.

Die Werte schwanken sicher je nach Gebiet ein wenig. Für Besitzer von Osmoseanlagen z.B. sind diese Schwankungen aber fast unerheblich. Werte für Gesammthärte und Karbonathärte dürften sich kaum ändern und sind IMO daher zu vernachlässigen. Wenn man in Gebieten mit hohen periodisch hohen Nitrat- und Phophatwerten lebt, empfiehlt sich eh die Anschaffung einer Osmoseanlage und dann sind wir wieder beim o.g. Punkt angelangt. Im Übrigen hättest Du diese Schwankungen auch bei selteneren WWs. Unveränderlich ist aber die Tatsache, daß evtl. fehlende Stoffe durch die WWs wieder zeitnah dem AQ zugeführt werden und evtl.Verschlechterungen des Aquarienwassers vermieden werden. Bei seltenen WWs aber eben nicht.

> 2. Frisches Wasser ist meist "agressive"! Man müßte das
> Wasser schon gut 5-10 TAge stehen lassen damit es ungefähr den gleichen
> "alterungsgrad" hat wie das AQ Wasser. In dieser Zeit hätten sich die
> Wassserwerte wieder verschlechtert wodurch man wieder einen Waserwechsel
> machen müßte!

Zeig mir denjenigen (oder diejenige), der frisches Leitungswasser 5-10 Tage abstehen lässt und warum sollte Leitungswasser so schrecklich aggresiv sein? Ist z.B. viel Chlor im Wasser, kann man es mit einer Handbrause in einen Eimer füllen. Ist sonst irgendwelcher Dreck im Wasser, eben eine OA anschaffen. Selbst wenn Du aber das Wasser 5-10 Tage abstehen lässt...warum sollten sich die Wasserwerte verschlechtern? In einem Faß ohne organische Stoffe die zerfallen können und sontiger Zufuhr von was weiss ich nicht alles, halte ich das für unmöglich. Wenn dem wirklich so sein sollte, dann müssten meine Fische schon lange kieloben schwimmen, weil ich mein Osmosewasser immer mind. 7 Tage in einem geschlossenen Faß aufbewahre.

> Das ist es viel besser wenn man ein fuktionierendes System hat
> welches Schadstoffe (und auch andere Stoffe) dem Wasser entfernt (egal ob
> mit oder ohne Technik).

Befreit Euch doch endlich 'mal den Gedanken, daß viele WWs nur in einem nicht funktionierenden AQ sinvoll sind. Dem ist einfach nicht so. Es gibt sooo schrecklich viel, daß für uns nicht meßbar ist und sich anreichern kann. Nur weil Nitrat vielleicht nicht meßbar ist, heisst es doch noch lange nicht, daßsonst nix im AQ umherschwimmt.

> Diese Stoffe können zur Not ja einzeln wieder zugeführt werden.

Woher willst Du denn genau wissen was Du zuführen musst? Willst Du Dein AQ-Wasser über mehrere Monate hinweg chemisch Analysieren lassen? Wozu der Aufwand. Frisches Wasser 'rein und gut ist.

> 3. Wenn man nun ein funktionierendes System hat welches
> Schadstoffe u.ä. entfernt ist ein GROßER Wasserwechsel unnötig!

Siehe oben. Wer sagt hier immer, daß sich nicht anreichert und nichts entfernt wird? Dem ist ganz eindeutig nicht so.

> Es wäre also nur eine verschwändung von Wasser!

Ist evtl. nicht die ganze Aquaristik eine sinlose Wasserverschwendung? Wieso müssen wir überhaupt Fische in Aquarien halten? Wenn Du danach gehst, dürfte jeder der schlechtes Leitungswasser hat oder Fische pflegen will,die in dem Leitungswasser nicht artgerecht zu halten wären, keine Osmoseanlagen betreiben. Wenn jeder nur die Fische hält die zu seinen Wasserwerten passen, dann wäre das alles überflüssig. Demnach dürften 99% aller Diskushalter keine Diskus halten. Das gleiche gilt für alle anderen Fischarten aus weichen Gewässern.

> Gegen eine kleinen Wasserwechsel um das
> Ionengleichgewicht konstant zu halten (was mit Technik auch möglich wäre)
> habe ich ja garnichts aber man sollte es halt nicht übertreiben!

Je mehr Du wechselst, desto konstanter bleibt aber doch die Zusammensetzung des Wassers im AQ.

> Dies ist nur meine Meinung und ich will sie niemandem aufzwingen!

Geht mir genauso.

Gruß,
Frank


Hallo Frank,

> Es gibt sooo schrecklich viel, daß für uns nicht meßbar ist und sich
> anreichern kann. Nur weil Nitrat vielleicht nicht meßbar ist, heisst es doch
> noch lange nicht, daß sonst nix im AQ umherschwimmt.

Sorry, aber dieses Argument ist mir dann doch zu abstrakt. Nur weil es Stoffe geben könnte, die sich anreichern, aber nicht messbar sind, soll man diese prophylaktisch beseitigen ? Okay, wäre ja noch zu akzeptieren,doch wer garantiert dir, dass diese Stoffe nicht bereits im Leitungswasser enthalten sind ? Das Wasserwerk orientiert sich sicherlich nicht bei der Aufbereitung an Parametern von Naturgewässern.

Das ist ein ganz ähnliche Geschichte, wie die mit den Vitaminen. Vitamine sind gesund, also kann ein "Viel"nicht schaden und man dosiert prophylaktisch lieber etwas mehr. Welchen tatsächlichen Bedarf ein Individuum an Vitaminen benötigt, bleibt dabei ebenso unberücksichtig, wie die Tatsache, dass ein Zuviel in diesem Bereich sogar schädlich sein kann.

> Diese Stoffe können zur Not ja einzeln wieder zugeführt werden.
> Woher willst Du denn genau wissen was Du zuführen musst?

Das halte ich allerdings ebenfalls für bedenklich - s.o.

> Willst Du Dein AQ-Wasser über mehrere Monate hinweg chemisch Analysieren lassen? Wozu der
> Aufwand. Frisches Wasser 'rein und gut ist.

Und hier muss ich wieder auf den ersten Absatz verweisen. So lange über nicht greifbare bzw. messbare Parameter "philosophiert" wird, sind weder die "gezielte" Zufuhr, noch die Annahme, dass diese Parameter bereits im Leitungswasser enthalten sind, überzeugende Maßnahmen.

Abschließend bin ich davon überzeugt, dass jeder von uns wohl genau die richtige Menge Wasser wechselt,denn die Aquaristik kann ohne Frage auch ein sehr philosophisches Hobby sein ;-)

Grüße Detlef


Hallo Detlef,

> Nur weil es
> Stoffe geben könnte, die sich anreichern, aber nicht messbar sind, soll man
> diese prophylaktisch beseitigen ?

Ich habe nicht geschrieben, daß sie nicht meßbar sind, sondern für uns nicht meßbar. Wenn Du ein komplettes Labor zu hause hättest und auch das Know How, dann würdest Di sicherlich feststellen,daß Fische nicht nur Stoffwechselprodukte ausscheiden die dann über Ammonium -> Nitrit -> Nitrat und im günstigsten Falle zu Stickstoff umgewandelt werden, der dann gasförmig das AQ verlässt. Ich bin weder Ichtyologe noch Chemiker, aber es ist doch nicht abstrakt wenn ich davon ausgehe, daß die Ausscheidungen der Fische nicht nur zu Nitrat oder sogar zu Stickstoff werden. Da sind doch sicherlich noch andere Stoffe wie Salze e.a.dabei. Im Übrigen entferne ich ja auch durch regelmäßige WWs Bakterien, Keime, Pilze und andere Mikrolebewesen die ja ab einem gewissen Maße auch nichts in einem AQ zu suchen haben.

> Okay, wäre ja noch zu akzeptieren, doch wer garantiert dir, dass diese
> Stoffe nicht bereits im Leitungswasser enthalten sind ?

Ich kann doch davon ausgehen, daß in meinem Leitungswasser keine frischen Rückstände von Fischausscheidungen vorhanden sind. Auch wird die bakterielle Belastung meines Trinkwassers deutlich niedriger sein.

> Das ist ein ganz ähnliche Geschichte, wie die mit den Vitaminen.

Das Beispiel hinkt ein wenig, denn im Gegensatz zu einer vermehrten Zufuhr mit Vitaminen habe ich bei vermehrten WWs nicht mit möglicherweise negativen Folgen zu rechnen.

> Das halte ich allerdings ebenfalls für bedenklich - s.o.

Dito. Siehe oben ;o).

> So lange über
> nicht greifbare bzw. messbare Parameter "philosophiert" wird, sind weder die
> "gezielte" Zufuhr, noch die Annahme, dass diese Parameter bereits im
> Leitungswasser enthalten sind, überzeugende Maßnahmen.

Es ist doch mit Sicherheit nachweisbar, daß sich einzelne Stoffe anreichern und andere dem Wasser entzogen werden. Es ist nur für Otto Normalaquarianer nicht ohne weiteres nachweisbar. Außerdem verweise ich auch nochmal auf eine bakterielle Belastung die in Aquarien mit seltenen WWs sicherlich höher sein dürfte, wenn man diese nicht durch UV-Klärer künstlich absenkt.

> Abschließend bin ich davon überzeugt, dass jeder von uns wohl genau die
> richtige Menge Wasser wechselt, denn die Aquaristik kann ohne Frage auch ein
> sehr philosophisches Hobby sein ;-)

Detlef, die Aquaristik ist ohne Zweifel ein mehr als philosophisches Hobby ;o)). Das erkennt man nicht nur an unseren grundsätzlich unterschiedlichen Meinungen zum Thema WW. Schau Dir einfach nur die Hersteller an. Die bieten unzählige unterschiedliche Systeme an und jeder behauptet von seinem, daß es funktioniert ;o). Es gibt ja sogar welche, die einen Eisenwert von 1 mg/l für optimal halten ;o)). Jeder der sich intensiver mit der Materie befasst und sich nicht nur einfach ein AQ in die Ecke stellt und fünf von den blauen, 3 von den gelben und 6 von den roten Fischen kauft und sich dann der ganzen chemischen Hilfsmittelchen aus dem Fachhandel bedient, der wird irgendwann aus all den verschiedenen Meinungen und Einstellungen die er im Laufe der Zeit hört seine eigene Philosophie entwickeln.

Gruß,
Frank


Hallo Frank,

>Schau Dir einmal die Populkationsdichte
>der einzelnen Biotope an und rechne das 'mal auf die Wassermenge um.

Wenn du nach der Populationsdichte gehst dürftest du in einem 2000L Becken vielleicht einen Neon halten und das wäre schon überbesetzt!

>Außerdem ist die Menge an frischem
>Wasser (z.B. aus den Bergen) wohl auch eine bedeutend höhere als bei
>kleineren Wasserwechseln.

Ja aber das Wasser aus den Bergen hat immer die gleichen Parameter! Bei einem großen Wasserwechsel kommst du aber nie auf die gleichen Parameter!

>Du sagst ja selber, daß die Konzentration an Schadstoffen nur äußerst gering
>sein dürfte...

Da stimmen wir beide überein! Die Schadstoffmegen sind sehr gering.. Doch auch da gibt es ausnahmen aber das kommt dann von der Umweltverschmutzung der Menschen :-(

>Auch nicht ganz richtig und vor allem ein Widerspruch! Veränderungen sind
>kaum meßbar, weil eben kontinuirlich neues Wasser den Fluß herunterläuft
>oder eben in den See fliest.

Nein kein widerspruch vielleicht etwas schlecht beschrieben. Ich meine wenn ein See oder Fluß in dem die Fische leben etwa 4 Mio. Liter hat (nur als annahme) und es kommen pro Stunde etwas 40 tausend Liter neues Wasser dazu dann dauert es 1000 (ca 41 Tage) Stunden bis der inhalt des Sees einmal komplett ausgetauscht wurde. In deinem AQ geht dies bei einem GROßEN WW aber viel viel schneller und die Fische können sich auf die "neuen" Bedingungen (auch wenn die änderungen nur gering sind. Vor allem wenn du das Wasser mit Torf oder ähnlichem aufbereitest schwnken die Werte sehr strk da Torf ein Naturprodukt ist) nich auf einen langen Zeitraum anpassen sondern müssen sich beeilen. Wenn sie sich dann nach vielleicht einer Woche an die neuen Bedingungen angepasst haben kommt wieder der nächste WW! In der Natur kann in dem Antsrömenden Wasser (bei uns ist es das Wechselwasser) ruhig einige veränderungen drin vorkommen da sich das Wasser ja in Milionen Litern verdünnt die Veränderung also nicht auffält.

>Wechselst Du ein paar Wochen in Deinem AQ kein Wasser
>(Schadstoffkonzentrationen steigen an) und machst dann einen Wasserwechsel,
>so verändert sich doch die Qualität des Wassers grundlegend! Ist also doch
>ein Argument für viele Wasserwechsel.

Wie ich schon sagte man muß eben ein funktionierendes (Öko-)System im AQ haben welches Schadstoffe beseitigt. In jedem Ökosystem gibt es für (fast) jeden Stoff lebewesen oder Bakterien die diesen Stoff verbrauchen oder umwandeln. Dies ist im AQ vielleicht nicht zu 100% zu erreichen daher gibt es ja Technik! Die Zeit zwischen den WW ist bei mir ja auch nicht sooo lange! Ich wechsele dann halt nur nicht gleich 50% oder mehr! Ich wechsele weniger Wasser und es wird nur sehr langsam dem AQ zugeführt (über 24 Stunden hinweg!)

>Das Optimum würde ein Durchfluß-AQ darstellen und da gibt es hier einige,
>die ein solches AQ betreiben.

Ja da stimme ich zu! Es dürfte nur nicht u schnell fließen. Aber dann bräuchte man doch Fische die im Leitungswasser leben können (oder man bereitet das Wasser vorher auf?).

>Die Werte schwanken sicher je nach Gebiet ein wenig. Für Besitzer von
>Osmoseanlagen z.B. sind diese Schwankungen aber fast unerheblich.

ABer wenn man nun kein reines OW verwendet muß man dies wieder mit Leitungswasser verschneiden und dann kommen die Schwnkungen halt wieder.

>Werte für
>Gesammthärte und Karbonathärte dürften sich kaum ändern und sind IMO daher
>zu vernachlässigen.

ABer wie du selber sagtest: es kann ja Stoffe geben die wir nicht messen können und diese könnten dann stark schwanken!!

>Wenn man in Gebieten mit hohen periodisch hohen Nitrat- und Phophatwerten
>lebt, empfiehlt sich eh die Anschaffung einer Osmoseanlage und dann sind wir
>wieder beim o.g. Punkt angelangt.

s.o. Wenn nicht messbare Stoffe (die vielleicht sogar nicht von der Osmoseanlage entfernt werden) stark schwanken sieht das schon ganz anders aus!

>Im Übrigen hättest Du diese Schwankungen auch bei selteneren WWs.

s.o. kleine WW mit langen Zuführzeiten!

>Unveränderlich ist aber die Tatsache, daß evtl. fehlende Stoffe durch die
>WWs wieder zeitnah dem AQ zugeführt werden und evtl. Verschlechterungen des
>Aquarienwassers vermieden werden. Bei seltenen WWs aber eben nicht.

Da hast du recht! Aber auch hierführ gibt es wieder Technik die diese Stoffe komplett entfernt und wieder zuführt (habe selber so ein Teil wird demnächst in Betrieb genommen!). Beim WW hast du (wie Detlef schon sagte) das Problem das du nict weißt welche Stoffe im Leitungswasser sind und das sich die Wasserwerke wahrscheinlich nicht an die Spurenelemente und Stoffe der Natürlichen Gewässer halten!

>Zeig mir denjenigen (oder diejenige), der frisches Leitungswasser 5-10 Tage
>abstehen lässt und warum sollte Leitungswasser so schrecklich aggresiv sein?

Ich lasse mein Wasser immer 1 Woche abstehen!!! Die agressivität kommt daher das (zumindest bei uns und in fast alle Wasserwerken) strk verschmuztes Wasser destiliert wird (um alle Schadstoff raus zu bekommen) und dann mit Salzen und ähnlichem wieder aufgehärtet wird um die Rohre zu schonen kommt noch Chlor und ähnliches zu.

>Ist z.B. viel Chlor im Wasser, kann man es mit einer Handbrause in einen
>Eimer füllen. Ist sonst irgendwelcher Dreck im Wasser, eben eine OA
>anschaffen.

Mit dem Chlor unterliegst du einem GROßEN Irtum! Die heutigen Waserwerke setzen Chlor nichtmehr als Chlorgas dem Wasser zu sondern als hypochlorige Säure (das ist die wässrige Lösung von Chlorgas!). Diesen SToffe bekommst du nur mit der Zeit (also duch langes abstehen bei VIEL Licht) oder durch Aktivkohle raus. Bei der aktivkohle muß aber Leitungswasserdruck (besser noch mehr) herrschen! Wegen OA s. weit o.

>Selbst wenn Du aber das Wasser 5-10 Tage abstehen lässt...warum sollten sich
>die Wasserwerte verschlechtern? In einem Faß ohne organische Stoffe die
>zerfallen können und sontiger Zufuhr von was weiss ich nicht alles, halte
>ich das für unmöglich. Wenn dem wirklich so sein sollte, dann müssten meine
>Fische schon lange kieloben schwimmen, weil ich mein Osmosewasser immer
>mind. 7 Tage in einem geschlossenen Faß aufbewahre.

Bei reinem OW ist es über einen längeren Zeitraum eigentlich unwichtig da das OW fast keine Stoffe enthält. Ich meinte aber das Aufbereitete Wasser (z.B: mit Torf oder ähnlichem Gemischt oder OW mit LW verschnitten) welches so ins AQ kommt.

>Es gibt sooo schrecklich viel, daß für uns nicht meßbar ist und sich
>anreichern kann. Nur weil Nitrat vielleicht nicht meßbar ist, heisst es doch
>noch lange nicht, daß sonst nix im AQ umherschwimmt.

siehe Detlefs Agument und weiter oben (man ist halt Schreibfaul ;-)

>Woher willst Du denn genau wissen was Du zuführen musst? Willst Du Dein
>AQ-Wasser über mehrere Monate hinweg chemisch Analysieren lassen? Wozu der
>Aufwand. Frisches Wasser 'rein und gut ist.

Siehe weiter oben! Ich entfernen einfach alle Stoffe und führe sie dann alle wieder zu. Ist aber etwas aufwendig aber dfür weißt du genau was im AQ drin is und was nicht! (mit Stoffe meine ich Spurenelemente und Dünger. Andere Stoffe werden Biologisch entfernt). Ausserdem siehe Detlef: woher weißt du das diese Stoffe im LW drin sind und ob es di richtige Konzentration ist!

>Siehe oben. Wer sagt hier immer, daß sich nicht anreichert und nichts
>entfernt wird? Dem ist ganz eindeutig nicht so.

Das sehe ich erstens am Leitwert! Zweitens ist das Gerät welches ich benutze dafür ausgelegt alle Spurenelemente und ander Teilchen (ich glaube nurnoch Härteteilchen sind danach noch im Wasser) aus dem Wasser zu entfernen. Dieses Gerät wurde auch schon wissenschaftlich getestet und sollte somit funktionieren. Für ander Leute die ein solches Gerät nicht haben (wie ich auch noch vor 3 Wochen) haben halt das ihr Ökosystem und dies sollte eigentlich alles entfernen! Sollte es nun wirklich diesen Mysteriösen Stoff geben den man nicht messen kann (was ich wiklich sehr stark bezweifle) kann man auch nicht gegen ihn tun und machen da nüttz auch ein WW nichts da man ja nicht weiß ob man ihn entfernt oder nicht!

>Ist evtl. nicht die ganze Aquaristik eine sinlose Wasserverschwendung?

Ja wenn du das so siehst hast du recht! Ich meine nur einen UNNÖTIGE verschwendung aber das ist Ansichtssache (und Definitionssache)!

>Je mehr Du wechselst, desto konstanter bleibt aber doch die Zusammensetzung
>des Wassers im AQ.

s.o. lieber kleine WW und Wasser über einen langen Zeitraum zuführen.

>Geht mir genauso.

Also einigen wir uns das Jeder seine Methode hat und alle Methoden wohl richtig sind da unsere Fsiche sich wohl sonst nicht vermehren würden und schon längst tot wären!

MFG Achim


Hallo Achim,

>Ja aber das Wasser aus den Bergen hat immer die gleichen Parameter!

Das Wasser aus der Leitung auch. Eine Analyse unseres Leitungswasser von vor 6 Jahren stimmt bis auf die Nachkommastelle mit einer diesjährigen Analyse überein.

>Wenn sie sich dann nach vielleicht
>einer Woche an die neuen Bedingungen angepasst haben kommt wieder

>der nächste WW!

Das ist aber ein Argument *für* einen häufigen, größeren Wasserwechsel, eben weil sich dann das Wasser im Aquarium nicht so weit vom Wechselwasser entfernt.

>ABer wenn man nun kein reines OW verwendet muß man dies wieder mit
>Leitungswasser verschneiden und dann kommen die Schwnkungen halt
>wieder.

Warum? Ich verschneide 2 Teile vollentsalztes Wasser mit 1 Teil Leitungswasser. Wo schwankt da was?

>s.o. Wenn nicht messbare Stoffe (die vielleicht sogar nicht von der
>Osmoseanlage entfernt werden) ...

Du hast sicher ein Beispiel für so einen Stoff. Ansonsten hale ich das für ziemlich aus der Luft gegriffen.

>Da hast du recht! Aber auch hierführ gibt es wieder Technik die
>diese Stoffe komplett entfernt und wieder zuführt (habe selber so
>ein Teil wird demnächst in Betrieb genommen!).

Vorhin sprichst Du nebulös von "nicht messbaren" und "nicht von der UOA erfassten" Stoffen, und jetzt willst Du Technik präsentieren, "die diese Stoffe komplett entfernt und wieder zuführt". Das passt nicht zusammen.Merkst Du's?

>Ich lasse mein Wasser immer 1 Woche abstehen!!!

Ich nur einen Tag. Meine Fische leben damit und mit 50 %igen, wöchentlichen Wasserwechseln seit 6 Jahren, sie wachsen und vermehren sich.

>Die agressivität
>kommt daher das (zumindest bei uns und in fast alle Wasserwerken)
>strk verschmuztes Wasser destiliert wird ...

Rechne mal kurz nach, welcher Energieaufwand nötig wäre, um 1 m³ Wasser zu verdunsten und wieder kondensieren zu lassen und stelle dem den Kubikmeterpreis von ein paar Mark fuffzich entgegen. Wasser wird in den Wasserwerken selbstverständlich nicht destilliert.

>...(um alle Schadstoff raus zu
>bekommen) und dann mit Salzen und ähnlichem wieder aufgehärtet wird

Nein.

>um die Rohre zu schonen kommt noch Chlor und ähnliches zu.

Gechlort wird Wasser nur in Ausnahmefällen, z.B. nach Überschwemmungskatastrophen. Sonst ist der Großteil des Leitungswassers in Deutschland ungechlort.

>Zweitens ist das Gerät welches ich
>benutze dafür ausgelegt alle Spurenelemente und ander Teilchen (ich
>glaube nurnoch Härteteilchen sind danach noch im Wasser) aus dem
>Wasser zu entfernen.

Du sprichst immer von einem mysteriösen "Gerät". Was ist das für ein Gerät? Wo kann man darüber nachlesen? Wie ist das Funktionsprinzip des Geräts? Wer vertreibt es?

Viele Grüße Robert


Hallo Robert,

Ich habe Jahrelang in einem Wasserwerk gearbeitet und dort die Wasserwerte gemessen und weiß daher sehr genau das die Wasserparameter im Laufe der Zeit zum Teil recht starken Veränderungen unterworfen sind!

>Das ist aber ein Argument *für* einen häufigen, größeren Wasserwechsel,
>eben weil sich dann das Wasser im Aquarium nicht so weit vom
>Wechselwasser entfernt.

Dann müßte man aber jeden Tag mindestens 50% (oder besser 2mal am Tag 50%) Wasser wechseln! WIe auch auch bersits geschrieben habe kann man ja ans eine Ende des AQ einen Wasserhahn packen und den Aufdrehen und an die andere Seite einen Abfluss dagegen ist nicht einzuwenden!

>Warum? Ich verschneide 2 Teile vollentsalztes Wasser mit 1 Teil
>Leitungswasser. Wo schwankt da was?

Da du NIE eine immer gleiche Mischung hin bekommst werden die Werte Schwanken! Ich habe mich aber mehr auf die Aufbereitung mit Torf oder ähnlichen Sachen bezogen!

>Du hast sicher ein Beispiel für so einen Stoff. Ansonsten hale ich das
>für ziemlich aus der Luft gegriffen.

ICH habe nur das aufgenommen was Frank gesagt hat! Lese den Thend doch mal von Anfang an ;-)) da wirst du sehen das Frank etwas von Parametern geschrieben hat die wir nicht messen könnten!!! ICH glaub (bzw. weiss) aber nicht das es so einen Stoff gibt!

>Vorhin sprichst Du nebulös von "nicht messbaren" und "nicht von der UOA
>erfassten" Stoffen, und jetzt willst Du Technik präsentieren, "die
>diese Stoffe komplett entfernt und wieder zuführt". Das passt nicht
>zusammen. Merkst Du's?

s.o. ich wollte nur auf das Argument von Frank eingehen!

>Ich nur einen Tag. Meine Fische leben damit und mit 50 %igen,
>wöchentlichen Wasserwechseln seit 6 Jahren, sie wachsen und vermehren
>sich.

s.u. es kann natürlich sein das du Glück hast und bei euch kein bzw. kaum Chlor im Wasser ist.

>Rechne mal kurz nach, welcher Energieaufwand nötig wäre, um 1 m³ Wasser
>zu verdunsten und wieder kondensieren zu lassen und stelle dem den
>Kubikmeterpreis von ein paar Mark fuffzich entgegen. Wasser wird in den
>Wasserwerken selbstverständlich nicht destilliert.

Das war natürlich nur vereinfacht dargestellt (oder willst hier einen 50 Seiten langen Bericht über Abwasserreinigung haben ;-) Aber das gereinigte Wasser (so ist es zumindest bei uns im Wasserwerk) ist beinahe so wie Destiliertes Wasser! Dann kommen Stoffe zum aufhärten und für andere Zwecke hinzu!

>Nein.

DOCH! ;-) Bei uns ist das so! Ich weiß ja wohl was bei mir auf der Arbeit passiert!!

>Gechlort wird Wasser nur in Ausnahmefällen, z.B. nach
>Überschwemmungskatastrophen. Sonst ist der Großteil des Leitungswassers
>in Deutschland ungechlort.

Es wird gechlort und zwar um dei Bakterienkonzentration in den Rohren niederig zu halten! Sonst könnten viele Wasserwerke schließen wegen der Hygieneforschriften!

>Du sprichst immer von einem mysteriösen "Gerät".

Ich spreche nicht IMMER von einem MYSTERIÖSEN Gerät! Ich habe nur erwähnt das ich ein solches Gerät seit einigen Woch nhier zu Hause habe und es im AQ einsetze! Zum Gerät: es ist ein Prototyp eines Gerätes welches in etwa 6-7 Monaten auf den Markt kommen wird. Es ist aber nicht für die Aquaristik gedacht sondern wird zu Wasserreinigung in einem Wasserwerk verwendet. Ich habe hier natürlich nicht das Gerät stehen was auch in einem Wasserwerk verwendet wird (wäre etwas groß ;-) sondrn halt nur einen Prototypen! Über das funktionsprinzip kann ich nicht viel sagen da ich es nicht entwickelt habe (ausserdem fände das mein Kollege der mir das Gerät sozusagen unterm Tisch hat zukommen lassen bestimmt nicht gut!).

MFG Achim


Hallo Achim,

Mir genügt die gesetzliche Analyse unseres Leitungswassers, aus der hervorgeht, daß die Zusammensetzung über Jahre hinaus *sehr* konstant ist.

>Da du NIE eine immer gleiche Mischung hin bekommst werden die Werte
>Schwanken!

Durch mein Nadelventil laufen ziemlich exakt 30 Liter pro Stunde, gemessen über einen Schwebekörper-Durchflußmesser. Wenn ich 120 Minuten VE-Wasser, und 60 Minuten Leitungswasser laufen lasse,wie stark schwankt dann das Wasser?

Apropos: Wenn's in der Natur mal stark regnet, was in der tropischen Regenzeit durchaus häufig vorkommen soll,dann ändert sich ziemlich kurzfristig Temperatur, pH-Wert und Zusammensetzung recht drastisch. Und - die Fische überleben diese Änderung auch - und - stell' Dir mal vor - einige Fischarten brauchen diese Änderung z.B. zur Stimulierung der Laichbereitschaft. Eine dauernde, 100 %ig Konstanz aller Wasserwerte ist weder natürlich, noch wünschenswert.

>Das war natürlich nur vereinfacht dargestellt (oder willst hier
>einen 50 Seiten langen Bericht über Abwasserreinigung haben ;-)

Nein, weil mich die Abwasserhaltung nicht interessiert. Bei uns im Ort sind Leitungswasseraufbereitung und Abwasserhaltung örtlich einige Kilometer getrennt. Die Kläranlage entlässt das gereinigte Abwasser in ein Oberflächengewässer, und unser Wasserwerk fördert Tiefenwasser. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.

>Aber das gereinigte Wasser (so ist es zumindest bei uns im Wasserwerk)
>ist beinahe so wie Destiliertes Wasser!

Bei uns nicht. Mit rund 550 µS/cm und 16,4 Härtegraden ist unser gereinigtes Wasser *meilenweit* und um Größenordungen von destilliertem Wasser entfernt.

>Es wird gechlort...

Ich kann Dir aus dem Stehgreif 4 Orte unserer Nachbarschaft nennen, die ihr Leitungswasser definitiv und nachweislich (es gibt da sowas wie Betriebsführungen) nicht chloren. Keimfreiheit wird durch Ozonisieren und/oder UV-Bestrahlung hergestellt. Meinen Informationen nach wird Leitungswasser in Deutschland nur in Ausnahmefällen gechlort.

Viele Grüße
Robert


Hallo Robert,

>Mir genügt die gesetzliche Analyse unseres Leitungswassers, aus der
>hervorgeht, daß die Zusammensetzung über Jahre hinaus *sehr* konstant
>ist.

Was heißt *sehr* konstant? Siehe Posting an Burkhard: Menschen könnne viele Stoffe besser ab als Fische!

>Durch mein Nadelventil laufen ziemlich exakt 30 Liter pro Stunde,
>gemessen über einen Schwebekörper-Durchflußmesser.

Naja wenn du das so genau hinbekommst! Aber es gibt viele Leute (Anfänger?) die einfach so Pi mal Daumen das Wasser zusammen kippen!

>Apropos: Wenn's in der Natur mal stark regnet, was in der tropischen
>Regenzeit durchaus häufig vorkommen soll, dann ändert sich ziemlich
>kurzfristig Temperatur, pH-Wert und Zusammensetzung recht drastisch.

Ja aber in der Natur hat ein Gewässer sagen wir mal 3 mio Liter! Wie lange und viel soll das den regnen bis das Gewässer nur zu 30% ausgetauscht ist? Und so drastisch kann sich das dann ja wohl nicht ändern oder?

>Und - die Fische überleben diese Änderung auch - und - stell' Dir mal
>vor - einige Fischarten brauchen diese Änderung z.B. zur Stimulierung
>der Laichbereitschaft.

Gut das du mir das gesagt hast! Wäre ich von alleine nie drauf gekommen. ;-)))
s.o. auch bei einem straken regen wird wahrscheinlich nie mehr als 20% gewechselt und das auf 2-3 Tage verteilt!

>Eine dauernde, 100 %ig Konstanz aller
>Wasserwerte ist weder natürlich, noch wünschenswert.

Wie kommst du den dazu? Kann natürlich sein das in der Natur die Werte schwanken aber lies dir mal diesen Satz durch (stammt von einer Tierschutzorganisation: "Auch wenn die Kamele in der Wüste nur alle 7 Tage Wasser bekommen so freuen sie sich wenn sie in der Gefangenschaft jeden Tag etwas erhalten und sterben nicht!". Aber wie kommst du den darauf das die Werte in der Natur immer gleich bleiben? Hast du da irgendwelche Quellen? Vielleicht Schwanken sie, mal um 0,1 bis 0,4 aber bestimmt nicht sonderlich und in größeren Wassermassen schwankt die Temperatur bestimmt nie um mehr als 1-2°! Aber auch dafür habe ich eine Maschine! Soll ich sie erklären?

>Bei uns im Ort
>sind Leitungswasseraufbereitung und Abwasserhaltung örtlich einige
>Kilometer getrennt. Die Kläranlage entlässt das gereinigte Abwasser in
>ein Oberflächengewässer, und unser Wasserwerk fördert Tiefenwasser.

Diese Fälle gibt es auch (wird aber immer weniger weil das Tiefenwasser abnimmt bzw. verunreinigt wird!). Mit einem solchen Modell kenne ich mich leider nicht aus müßten sich andere zu äußeren!

>Bei uns nicht. Mit rund 550 µS/cm und 16,4 Härtegraden ist unser
>gereinigtes Wasser *meilenweit* und um Größenordungen von destilliertem
>Wasser entfernt.

Ist das nun das Leitungswasser oder das Wasser welches aus der Kläranlage kommt? Wen es das geklärte Wasser ist schreib mal die Leitungswasserwerte! (weiß natürlich wie oben geschrieben nicht wie dieses System funktioniert!)

>Ich kann Dir aus dem Stehgreif 4 Orte unserer Nachbarschaft nennen, die
>ihr Leitungswasser definitiv und nachweislich (es gibt da sowas wie
>Betriebsführungen) nicht chloren.

Sie Posting an Burkhard! Meist wird das Wasser nur geringfügig gechlort was aber für die Fische nicht mehr gesund ist! Vielleicht verwenden sie auch die genannte hypochlorige Säure die meist nicht als Chlor angegeben wird aber mindestens genauso schädlich ist!

>Keimfreiheit wird durch Ozonisieren
>und/oder UV-Bestrahlung hergestellt. Meinen Informationen nach wird
>Leitungswasser in Deutschland nur in Ausnahmefällen gechlort.

Ozon ist für Fische aber auch nicht gesund! UV-Bestrahlung ist quatsch (sorry). Die Bakterien bilden sich meist IN den Rohren. Sollen die da alle 400m einen UV-Entkeimer einbauen? Im Wasserwerk schon aber in den Rohren die zu uns Führen auf keinen Fall! Ausserdem noch etwas: wie kommen eigetlich alle immer darauf das die Fische aus den AQs aus Flüssen bzw. "sauberen" Gewässern mit immer Frischwasserzufuhr stammen? Nur als Beispiel: Labyrinthfische (kommen in sehr geringen Wassermengen vor von fast nie Frischwasser zukommt. Oder was ist mit Killifischen? Leben zum großteil auch in kleinen Fützen! Und rst neulich habe ich Bilder von den Biotopen der Neonsalmler gesehen!Sind kleine, niedrige, verschlammte Gewässer die KEINE Zufluss von anderen Flüssen hätten. Und auch bei anderen Fischarten ist es so das sie in der Trockenzeit oft in kleinen "Wasserlöchern" leben. Und guck doch mal bei uns in Deutschland rum in was für kleinen Löchern man manchmal Fische findet und da ist auch keine Frischwasserzufuhr da (manchmal nichtmal durch regen da der Wald sehr dicht ist). Und noch ein letztes Beipiel (da bin ich aber nicht sicher habe ich nur aus einem Buch) de Schmetterlingsbuntbarsch lebt in Oasen in der Wüste und Steppe von Llanos! Und in der Wüste regnet es wohl sehr selten und Flüsse gibt es da auch nicht!

MFG Achim


Achim,

nix gegen eine gut entwickelt Phantasie, aber ... :-)

> Und guck doch mal bei uns in Deutschland rum in was für
> kleinen Löchern man manchmal Fische findet und da ist auch
> keine Frischwasserzufuhr da (manchmal nichtmal durch regen
> da der Wald sehr dicht ist).

Als Angler kann ich dir sagen daß man in solchen Waldteichen keine Fische findet sondern Molche. Gelegendlich mag sich ein Barsch der von Enten eingeschleppt wird für einige Zeit drin halten, aber das wars schon ... Und wenn du jetzt auf Schlammspreitzker und ander Kleinfische hinauswillst, die findet man in kleinen und kleinsten Bächen und Gräben.

> Wie lange und viel soll das den regnen bis das Gewässer nur zu
> 30% ausgetauscht ist?

Hast du jemals ein Gewitter in südlicheren Breiten erlebt ? Da tut sich ggf. noch eine ganze Menge mehr als nur 30% Wasseraustausch!

Gruss
Peter


Hallo Peter,

>Als Angler kann ich dir sagen daß man in solchen Waldteichen
>keine Fische findet sondern Molche.

Ich meine auch keine großen Fische! Bei uns ist auf jeden Fall ein kleiner Waldweiher in dem viele kleine Fische (molche und Frösche auch) leben. Glaube das sidn Stichlinge habe aber keine Ahnung!

>Hast du jemals ein Gewitter in südlicheren Breiten erlebt ?

Siehe Posting an Robert!

MFG Achim


Hallo Achim,

>Was heißt *sehr* konstant?

Konstant heist, wie ich bereits erwähnt habe, daß die laut gesetzlichen Vorschriften zur Trinkwasseruntersuchung gemessenen Parameter und Inhaltsstoffe bis einschließlich der Nachkommastellen auf Jahre hinaus identisch sind.

>Ja aber in der Natur hat ein Gewässer sagen wir mal 3 mio Liter!

Nein. Jedenfalls nicht grundsätzlich, auch in kleinen Bächen leben Fische. Du vergisst, daß gerade am Amazonas der Einzugsbereich der Gewässer sehr groß ist, so daß über die Fläche sehr schnell mal eine große Menge Regenwasser zusammenkommt.

>Aber wie kommst du den darauf das die Werte in der Natur immer
>gleich bleiben?

Panzerwelse lassen sich in Aquarien zur Frischwasserzufuhr mit Senkung der Temperatur, die durchaus auch 5 Grad und mehr betragen darf, zum Laichen anregen. Da Panzerwelse auch in der Natur laichen, gehe ich davon aus, daß diese Schwankungen auch in der Natur vorkommen. Gemessen habe ich es natürlich nicht. Da aber meiner Panzerwelse mittlerweile 6 Jahren leben, kann das so ungesund nicht sein.

>Aber auch dafür habe ich eine Maschine! Soll ich sie erklären?

Meine Maschine zur Temperaturkonstanthaltung heist Thermostat. Erklärung überflüssig, ich habe meinen selbst gebaut.

>Ist das nun das Leitungswasser ...

Ja, ist das Leitungswasser.

>Sie Posting an Burkhard! Meist wird das Wasser nur geringfügig
>gechlort ...

Wenn die Wasserwerke schreiben: "unser Wasser wird nicht gechlort", dann wird es nicht gechlort, basta. Ist denn das so schwer zu verstehen, nur weil Du in einem der seltenen Wasserwerke arbeitest, wo gechlort wird? Wirf halt mal Google an und suche nach "Trinkwasser gechlort". Du wirst einige Seiten von Wasserwerken finden, die ihr Wasser nicht chloren,und nur ganz wenige, die ihr Wasser chloren.

>Ozon ist für Fische aber auch nicht gesund!

Bis das Wasser die Leitung vom Wasserwerk runtergelaufen ist, ist kein Ozon mehr da. Übrigens gibt es Ozonisatoren auch für Aquarien, und deren Benutzer berichten von positiven Erfahrungen, siehe z.B. hier.

>UV-Bestrahlung ist quatsch (sorry).

Erzähl' das den Wasserwerkern, die UV-Bestrahlung durchführen.

Viele Grüße
Robert


Hallo Robert,

>Konstant heist, wie ich bereits erwähnt habe, daß die laut gesetzlichen
>Vorschriften zur Trinkwasseruntersuchung gemessenen Parameter und
>Inhaltsstoffe bis einschließlich der Nachkommastellen auf Jahre hinaus
>identisch sind.

Naja wen du meinst ;-) Ich habe aber erst neulich bei meinem Wasserwerk (nicht da wo ich gearbeitet habe sondern da wo ich mein Wasser her bekomme) mal angerufen um mal wieder die WW zu erfragen. Da meinte die nette Frau man Telefon das sie das nicht genau sagen könne da wir hier Wasser von 2 verschiedenen Wasserwerken erhalten! Also kann das Gesetzt da nicht so genau sein! Es kann sein dass das Wasser welches aus dem Werk kommt immer konstant sein mußaber das was zu Hause ankommt nicht?

>Nein. Jedenfalls nicht grundsätzlich, auch in kleinen Bächen leben
>Fische. Du vergisst, daß gerade am Amazonas der Einzugsbereich der
>Gewässer sehr groß ist, so daß über die Fläche sehr schnell mal eine
>große Menge Regenwasser zusammenkommt.

Stimmt sauch in Bächen und kleinen Seen leben Fische! Aber gehen wir mal von einem DUrchschnittlichen See von einem Durchmesser von 6 Metern und einer Tiefe (an der Tiefsten Stelle) von 3 Metern aus! Im Amazinasgebiet fält über ein Jahr hinweg an den feutesten Stellen ca 4000mm Wasser vom Himmel. Also rechnen wir mal: der See hat einen Wasserinhalt von (A=(4 x Pi x r²):2 das ist bei unserem See A=(4 x 3,1415...x 30²):2 = 5654,86676 Liter.) die Oberfläche des Sees ist dann A=Pi x r² = 28,27433 m². Bei einer NIederschlagsmenge von 4000mm also 4000 Liter pro m²! Haben wir also eine Wassermenge von 4000 x 28,27433 = 113097,355 Liter im Jahr! Das Sind also 2000%(!!!). Doch das ist ja die Jahreszahl. Das sind also ungefähr 35 % pro Woche! Also eine recht normale Wasserwechselmenge! Und nicht mit 50% oder mehr! Ausserdem gibt es ja noch Trocken und Regenzeiten aber das will ich nun nicht noch weiter ausführen! Dann muß amn noch dazu bedenken das die FEUCHTESTEN Gebitet von ganz Südamerika sind! In den meisten anderen Teilen sind es nur die Hälfte an Niederschlägen!

>Panzerwelse lassen sich in Aquarien zur Frischwasserzufuhr mit Senkung
>der Temperatur, die durchaus auch 5 Grad und mehr betragen darf, zum
>Laichen anregen.

s.o ist schon möglich! Übrigens ich habe meine Panzerwelse bisher auch OHNE Temperaturabsenkung zum Laichen bekommen. Habe dafür einfach 20% des Beckeninhalts durch OW ersetzt. Da hat sich die Temperatur auch nur um 1-2° gesenkt. Ich denke das diese Temperaturabsenkung meist hilf da viele ihre PW zu warm halten (ist meine Meinung).

>Meine Maschine zur Temperaturkonstanthaltung heist Thermostat.
>Erklärung überflüssig, ich habe meinen selbst gebaut.

Meinte eigentlich mein Gerät zur Regensimulation aber egal.

>Ja, ist das Leitungswasser.

aha. Ich habe aber auch gesagt das es bei der reinigung annährend destiliert wird! Wenn es bei euch nun aus einem See kommt ist das was anderes...

>Wenn die Wasserwerke schreiben: "unser Wasser wird nicht gechlort",
>dann wird es nicht gechlort, basta. Ist denn das so schwer zu
>verstehen, nur weil Du in einem der seltenen Wasserwerke arbeitest, wo
>gechlort wird?

Ich meine ja auch nur das laut Gesetzt nur recht wenig KEIME im Trinkwasser sein dürfen! Da MUSS man was machen da das Wasser nicht von alleine Keimfrei bleibt!

>Wirf halt mal Google an und suche nach "Trinkwasser
>gechlort". Du wirst einige Seiten von Wasserwerken finden, die ihr
>Wasser nicht chloren, und nur ganz wenige, die ihr Wasser chloren.

Nöö ;-)) habe hier nur NG und kein I-net :-((

>Bis das Wasser die Leitung vom Wasserwerk runtergelaufen ist, ist kein
>Ozon mehr da.

Und wo soll das hin sein? Da die Rohre Wasserdicht sind wird das Ozon wohl erstrecht nicht durchkommen!

>Übrigens gibt es Ozonisatoren auch für Aquarien, und >deren Benutzer berichten von positiven Erfahrungen

Ja aber IMOH wird das Wasser nur kurz über Ozon gefiltert und das Ozon danach GLEICH wieder aus dem Wasser entfernt! Da Ozon genauso (wenn nicht sogar noch stärker) agressiv ist wie Chlor! Weißt du was das mit den Kiemen macht...

>Erzähl' das den Wasserwerkern, die UV-Bestrahlung durchführen.

OK mache ich ;-)) Zum Shcluß möchte ich noch schreiben das ich finde das diese Diskussion zwar lehrreich ist aber sie doch keinen Sinn hat (und ich im Moment auch keine Zeit mehr habe :-( da jeder immer wieder neue Argumente hat so das wir das hier ewig weiter führen könnten! Also IMOH scheinen beide Methoden "nicht falsch" zu sein da bei uns beiden immernoch alle Fische leben (hatte seit 4 Jahren keinen Todesfall mehr!). Also jedem siene Meinung ;-)

MFG Achim


Hallo Achim

>Da meinte die nette Frau man Telefon das sie das nicht genau sagen
>könne da wir hier Wasser von 2 verschiedenen Wasserwerken erhalten!

Eben, es kommt auf die Umstände an. Wir hier auf dem Land haben nur ein Wasserwerk, von dem wir unser Wasser beziehen. Das Wasserwerk selbst fördert Wasser aus zwei Tiefbrunnen, und das Mischungsverhältnis der beiden Brunnen ist, solange ich mich entsinnen kann, seit Urzeiten konstant.

>Also kann das Gesetzt da nicht so genau sein!

Ich meinte mit "laut gesetzlichen Vorschriften" die Stoffe, die laut Gesetz gemessen werden müssen. Wenn z.B.der Magnesium-Gehalt über Jahr hinaus bis auf die Nachkommastelle konstant ist, was meinst Du, welchen Änderungen sind die da anderen Wasserparameter unterworfen?

>Stimmt sauch in Bächen und kleinen Seen leben Fische! Aber gehen wir
>mal von einem DUrchschnittlichen See von einem Durchmesser von 6
>Metern und einer Tiefe (an der Tiefsten Stelle) von 3 Metern aus!

Deine Rechnung in allen Ehren, Du vergißt dabei, daß der See durch seine Zuflüsse ein viel größeres Wassereinzugsgebiet hat.

Ich möchte Dir mal aus R. Geisler, H. A. Knöppel und H. Sioli, "Ökologie der Süßwasserfische Amazoniens - Stand und Zukunftsaufgabe der Forschung", 1971 zitieren:

"[...] Mit dem Einsetzen der Regenzeit beginnt die Fortpflanzungszeit der Fische, soweit es sich um Freilaicher handelt. [...] Bereits kurz vor Beginn der Regenzeit wandern zahlreiche Characidae, [...], die Flüsse aufwärts, um dann fast schlagartig nach Einsetzen der Regenfälle mit dem ersten deutlichen Anstieg des Wasserstandes abzulaichen. Führen derartige Laichwanderungen über längere Strecken von den Unter- und Mittelläufen der Flüsse in die Oberlaufregionen, so gelangen die Fische in ein etwa 4°C kühleres Wasser. Ein Sinken der Wassertemperatur z.B. durch kühleres Regenwasser, hat einen deutlich stimulierenden Einfluß auf amazonische Fische. Regenfälle können auch zu einer Erhöhung des Sauerstoffgehaltes besonders im Schwarzwasser führen und damit zu indirekten Wirkungen auf die Fischfauna. [...]"

Daraus geht wohl eindeutig hervor, daß Regenfälle beträchtlichen Einfluß auf die Wasserparameter und das Fischleben im Amazonasgebiet hat.

>aha. Ich habe aber auch gesagt das es bei der reinigung annährend
>destiliert wird!

Es wird gefiltert, keineswegs destiliert.

>Wenn es bei euch nun aus einem See kommt ist das
>was anderes...

Wie ich schon schrieb: es wird aus zwei Tiefbrunnen gefördert.

>Und wo soll das hin sein? Da die Rohre Wasserdicht sind wird das
>Ozon wohl erstrecht nicht durchkommen!

Ozon (O3) ist ein ausgesprochen instabiles Molekül und setzt sich katalytisch innerhalb kurzer Zeit in Sauerstoff (O2) um.

>Ja aber IMOH wird das Wasser nur kurz über Ozon gefiltert und das
>Ozon danach GLEICH wieder aus dem Wasser entfernt!

Nein, es wird in geringen Mengen Ozon dem Wasser beigefügt.

Viele Grüße
Robert


Hallo,

sorry, dass ich mich einklinke, aber zum Thema Wasserwerk muss ich unbedingt etwas schreiben, da ich unser Wasserwerk sehr gut kenne. ;-)

Achim schrieb:

>Ich habe Jahrelang in einem Wasserwerk gearbeitet und dort die Wasserwerte
>gemessen und weiß daher sehr genau das die Wasserparameter im Laufe der Zeit

Das mag ein Einzelfall sein. In unserem Wasserwerk sind seit Jahren die Werte konstant. Warum sollten sie sich auch gross verändern? Das kommt höchstens dann vor, wenn Rohwasser neuer Herkunft zusätzlich verschnitten wird.

>Es wird gechlort und zwar um dei Bakterienkonzentration in den Rohren
>niederig zu halten! Sonst könnten viele Wasserwerke schließen wegen der

Das kann so allgemein auch nicht stehengelassen werden. Im Stadtgebiet wird z.B. bei uns nicht und in den umliegenden Dörfern, wo eine Stagnation des Trinkwassers in den Leitungen eher gegeben ist, nur im Sommer gechlort.

Allgemein ist das Trinkwasser wesentlich besser als sein Ruf, da es den strengen Vorgaben der Trinkwasserverordnung entsprechen muss. Nach den Vorgaben müssten einige Mineralwasserhersteller "ihren Laden" dicht machen. ;-)

Ciao Burkhard


Hallo Burkhard,

>sorry, dass ich mich einklinke, aber zum Thema Wasserwerk muss ich
>unbedingt etwas schreiben, da ich unser Wasserwerk sehr gut kenne. ;-)

Kein Problem ;-))

>Das mag ein Einzelfall sein. In unserem Wasserwerk sind seit Jahren
>die Werte konstant.

Also ich eiß von mindestens 2 Werken das die Werte nicht konstant sind (war bei beiden zum messen). Das hat den Grund dass das aufbereitete Wasser noch mit "Grundwasser" vermischt wird. Das Verhältnis schwnkt aber je nach Jahreszeit weil 1. sich das Grundwasser verändert und 2. das Grundwasser nicht immer gleich gut ist!

Die Hygeneforschrifften von Leitungswasser sidn sehr hoch! Deshlb dürfen auch (fast) keien Bakterien drin sein.Deshlb wir das Wasser (fast) immer ein bißchen gechlort! (Im Sommer etwas mehr wegen höherer Temperatur!) Diese geringen Konzentrationen reichen schon da Chlor schon ab 0,016mg/l starke Schäden verursacht und schon bei 0,001mg/l (!!) verhaltensänderungen bzw. bei empfindlichen Fischen Schäden nachgewiesen werden konnten!!

Ich sage ja auch nicht das Trikwasser schlecht ist! Im Gegenteil es ist (wie du ja sagst) meist besser als Mineralwasser! Doch man will das Wasser ja nicht Trinken sondern die Fische sollen darin leben! Nur so als Beispiel:Menschen vertrage Konzentrationne von NO2 die viele Fische schon töten würden! Ähnlich ist es beim Chlor!

MFG Achim


HI Achim,

> Also ich eiß von mindestens 2 Werken das die Werte nicht konstant sind (war
> bei beiden zum messen).

Wo sind die denn in etwa? Das braechte die Loesung Eures Problems vielleicht schon viel naeher... Ich kenne zwar keine Wasserwerke, aber ich weiss, dass es von Gegend zu Gegend durchaus unterschiedlich ist, wie 1. das Grundwasser ausschaut und 2. das Trinkwasser.

Bei flachen Gegenden scheint im Allgemeinen die Gefahr von Chlor im Wasser hoeher zu sein, irgendwie kriegen die da leichter Probleme mit Baks. In den Bergen bzw Gebieten, wo das Wasser von den Bergen kommt, wird wirklich nur sehr selten gechlort. Bei uns (ich mein, da wo ich aus D herkomm) z.B. wird es immer angekuendigt, wenn gechlort wird. In Paris wurde staendig gechlort, dass man es gerochen hat, hier auch, allerdings nicht gar so schlimm.

Wenn jetzt natuerlich Bukhardt aus einer Gegend mit sauberem WAsser kommt und Achim aus einer mit nicht so dollem Wasser, kann ich mir die Differenzen schon gut erklaeren :-)

ciao, Monika


Hallo Monika,

das Frauen immer so gute Ideen haben müssen ;-)))
Also uch komme aus Hannover und du Burkhard?

MFG Achim


>Jahreszeit weil 1. sich das Grundwasser verändert und 2. das Grundwasser
>nicht immer gleich gut ist!

Dann muss es bei euch aber eine besondere Situation sein. In der Regel ist die Qualität eines Grundwassers auch über einen längeren Zeitraum (mehrere Jahre) sehr konstant. Warum sollte es sich auch ändern? Die Erdformation ändert sich schließlich nicht von heut auf morgen. ;-)

>Die Hygeneforschrifften von Leitungswasser sidn sehr hoch!

Welche Hygienevorschriften meinst du überhaupt?

Für das Trinkwasser gibt es die DIN 2000 (gibt nur grobe Richtwerte vor) und die von mir schon aufgeführte Trinkwasserverordnung, in der die zulässige Schwankungsbreite der Fremdstoffe aufgeführt sind.

Eine weitere Vorschrift bzw. Regelwerk kenne ich jedenfalls nicht.

>auch (fast) keien Bakterien drin sein. Deshlb wir das Wasser (fast) immer

Nach der Verordnung dürfen jede Menge drin sein (genauen Wert könnte ich nachliefern). Warum auch nicht?Der Mensch kann das ab. ;-)

>Schäden verursacht und schon bei 0,001mg/l (!!) verhaltensänderungen bzw.
>bei empfindlichen Fischen Schäden nachgewiesen werden konnten!!

Hm, ist das nicht alles etwas zu akademisch? Wenn ich mich recht erinnere, ging es doch darum, ob häufiger WW gut oder schlecht ist. Ich denke, die Praxis gibt einfach recht. ;-)

>nicht Trinken sondern die Fische sollen darin leben! Nur so als Beispiel:

Klar. Nur ist mir bei der Aquaristik vieles einfach zu theoretisch und zu pauschal. Wir haben z.B. sehr hartes Wasser (19°GH, 14°KH). Nach Mergus dürften in dem Wasser rote Neons keine grosse Überlebenschance haben. Komischerweise sind die angebl. unempfindlicheren Neonsalmler nach eineinhalb Jahren nach und nach gestorben,aber die roten Neons sind nach drei Jahren immer noch vollzählig vorhanden.

Das nur zu Theorie und Praxis. ;-)

Ciao Burkhard


Robert,

> Gechlort wird Wasser nur in Ausnahmefällen, z.B. nach
> Überschwemmungskatastrophen. Sonst ist der Großteil des Leitungswassers
> in Deutschland ungechlort.

stimmt NICHT, steht in der trinkwasserverordnung! chlor (als gas oder natriumhyperchlorid) oder ozonieren (sehr aufwendig) der gesetzgeber schreibt eine desinfektion vor, bis auf keimzahl...(weisichnichtmehr...vergessen:-))

gruß andi
p.s. ich hab mal 12 jahre chlormessungen verkauft ich weis WO sie hängen und WIE's gemacht wird:-))


Hallo Achim,

> Wenn du nach der Populationsdichte gehst dürftest du in einem 2000L Becken
> vielleicht einen Neon halten und das wäre schon überbesetzt!

Eben! Deshalb ist es ja auch nach meiner Meinung nötig häufiger Teilwasserwechsel durchzuführen. Bei der geringen Populationsdichte sind die Schwankungen ja fast nicht mehr messbar.

> Ja aber das Wasser aus den Bergen hat immer die gleichen Parameter! Bei
> einem großen Wasserwechsel kommst du aber nie auf die gleichen Parameter!

Das Leitungswasser verändert sich aber doch auch fast nie und außerdem besitze ich eine Osmoseanlag. Da ist mir egal ob das Wasser z.B. 'mal mit 5 mg/l Nitrat oder mit 0 mg/l Nitrat belastet ist. Das gleiche gilt dann auch für die Härte in einem gewissen Rahmen und da treten Schwankungen ja so gut wie nie auf.

> In deinem AQ geht dies bei einem GROßEN WW aber
> viel viel schneller und die Fische können sich auf die "neuen" Bedingungen
> (auch wenn die änderungen nur gering sind.

Welche Schwankungen denn? Wenn ich kontinuirlich nues Wasser zuführe, bleiben die Werte fast konstant. Da muss sich kein Fisch anpassen. Wenn man nur ab und an geringe Mengen wechselt, sind die Veränderungen doch viel größer bzw. die Werte verändern sich nur minimal zum Positiven.

> Vor allem wenn du das Wasser mit
> Torf oder ähnlichem aufbereitest schwnken die Werte sehr strk

Torf sollte ja auch nicht im AQ angewendet werden, sondern vorher in einem separaten Behälter dem Wasser zugeführt werden. Da zieht Dein Argument auch nicht.

> In der Natur kann
> in dem Antsrömenden Wasser (bei uns ist es das Wechselwasser) ruhig einige
> veränderungen drin vorkommen da sich das Wasser ja in Milionen Litern
> verdünnt die Veränderung also nicht auffält.

Du nennst aber doch selber Argumente für einen häufigen und großen WW. In der Natur reichert sich kaum etwas an, weil eben die Wassermassen wesentlich größer sind. Im AQ geht das doch wesentlich schneller.

> Wie ich schon sagte man muß eben ein funktionierendes (Öko-)System im AQ
> haben welches Schadstoffe beseitigt. In jedem Ökosystem gibt es für (fast)
> jeden Stoff lebewesen oder Bakterien die diesen Stoff verbrauchen oder
> umwandeln. Dies ist im AQ vielleicht nicht zu 100% zu erreichen daher gibt
> es ja Technik!

Ich empfehle große WWs unabhängig ob ein System funktioniert oder nicht. Wenn das AQ nicht gut läuft, sind sie sogar unersätzlich, weil es sonst umkippt. Bei einem funktionierenden Biotop ist der große WW nur noch äußerst förderlich für Fische und Pflanzen. Dein Vertrauen in die Technik in allen Ehren, aber was braucht man schon? Es wird viel zu viel Vertrauen in die Technik gesetzt und außerdem halte ich einen großen technischen Aufwand für unsinnig, wenn man das gleiche Ziel auch mit Wasserwechseln erreichen kann. Eine Ausnahme bilden hier z.B. enorm große Aquarien. Da finde ich den Aufwand, den Norbert Dörre z.B. betreibt ok, weil es anders überhaupt nicht möglich wäre die Menge Frischwasser aufzubereiten, die er benötigen würde.

> Ja da stimme ich zu! Es dürfte nur nicht u schnell fließen. Aber dann
> bräuchte man doch Fische die im Leitungswasser leben können (oder man
> bereitet das Wasser vorher auf?).

Osmoseanlage. Siehe z.B. die HP vom hier von vielen geschmähten Ralf. Er beschreibt dort ziemlich ausführlich seinen kontinuirlichen Wasserwechsel.

> ABer wenn man nun kein reines OW verwendet muß man dies wieder mit
> Leitungswasser verschneiden und dann kommen die Schwnkungen halt wieder.

Dafür gibt es Salze zum Aufhärten. Frag' 'mal Andreas Kremser und die Verwendung von reinem Osmosewasser halte ich auch für relativ problemlos. Ich habe lange Zeit reines Osmosewasser verwendet und mache es zur Zeit auch wieder. Vorausgesetzt Du hälst Fische, die das mögen.

> ABer wie du selber sagtest: es kann ja Stoffe geben die wir nicht messen
> können und diese könnten dann stark schwanken!!

Wir reden hier aber doch von Wasser aus einem Wasserwerk. So gravierend werden die Schwankungen nicht sein und die messen da ja auch Stoffe, die unser eins nicht messen kann.

> s.o. Wenn nicht messbare Stoffe (die vielleicht sogar nicht von der
> Osmoseanlage entfernt werden) stark schwanken sieht das schon ganz anders
> aus!

Siehe oben. Die Kontrollen für Trinkwasser sind sehr hoch. Es dürfte kaum etwas massiv schädliches im Trinkwasser zu finden sein.

> Beim WW hast du (wie Detlef schon sagte) das Problem
> das du nict weißt welche Stoffe im Leitungswasser sind und das sich die
> Wasserwerke wahrscheinlich nicht an die Spurenelemente und Stoffe der
> Natürlichen Gewässer halten!

Ein Telefonat bei Wasserwerk und ich weiss, was in meinem Wasser ist. Das weiss ich eben beim AQ-Wasser nicht, denn da kann ich nur einen Bruchteil der Inhaltsstoffe messen. Ich habe auch nie behauptet, daß ich annähernd das Wasser herstellen kann, was die Fische in ihren natürlichen Gewässern haben. Mir geht es darum Abfallstoffe zu entfernen und verbrauchte Stoffe nachzuliefern.

> Ich lasse mein Wasser immer 1 Woche abstehen!!!

Dann empfiehlt sich aber bei Dir eh wenigstens ein Kohlefilter oder noch besser eine Osmosanlage mit Kohlefilter.Chlor ist ja auch im Leitungsnetz normalerweise nicht die Regel.

> Diesen SToffe bekommst du
> nur mit der Zeit (also duch langes abstehen bei VIEL Licht) oder durch
> Aktivkohle raus.

Siehe oben. Kohlefilter oder noch besser eine OA mit Kohlefilter.

> Bei reinem OW ist es über einen längeren Zeitraum eigentlich unwichtig da
> das OW fast keine Stoffe enthält. Ich meinte aber das Aufbereitete Wasser
> (z.B: mit Torf oder ähnlichem Gemischt oder OW mit LW verschnitten) welches
> so ins AQ kommt.

Auch Leitungswasser kann nicht schlecht werden, wenn nichts organisches da drinnen ist, was faulen kann o.ä.

> siehe Detlefs Agument und weiter oben (man ist halt Schreibfaul ;-)

Nicht messbar für uns Normlaaquarianer heisst nicht, daß ich hier generell über etwas spreche,daß ich mir ausgedacht habe.

> Ich entfernen einfach alle Stoffe und führe sie dann alle
> wieder zu.

Alles auszufiltern halte ich für viel zu aufwendig und finanziell für fast nicht vertretbar. Selbst wenn ich nicht weiss ob im LW alles das drinnen ist, was verbraucht wird, so weiss ich wenigstens, daß ich Schadstoffe entferne.

> Das sehe ich erstens am Leitwert!

Du siehst das nur bedingt am Leitwert. Wenn Du düngst, ändert sich der Leitwert, wenn Du ein Ion wegnimmst und ein anderes durch Ausscheidungen wieder zugeführt wird, siehst Du es aber nicht. Würde mich aber interessieren was Du für ein Gerät benutzt. Auch auf die Gefahr hin, daß ich mich wiederhole. Es ist alles messbar nur nicht für Normalaquarianer mit einem vertretbarem Aufwand.

> s.o. lieber kleine WW und Wasser über einen langen Zeitraum zuführen.

Wenn ich alle 14 Tage z.B 25 wechsel, dann ist das noch lange nicht so effektiv wie einmal wöchentlich 50%.

> Also einigen wir uns das Jeder seine Methode hat und alle Methoden wohl
> richtig sind da unsere Fsiche sich wohl sonst nicht vermehren würden und
> schon längst tot wären!

Fische sind sehr anpassungsfähig. Das heisst nicht, daß Detlef und Du etwas vollkommen falsches praktizieren, sondern nur, daß sonst eh 90% aller Aquarienfische tot wären, weil deren Halter sich nicht vernünftig um die Tiere kümmern.

Gruß,
Frank


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