Wasserqüllen
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Alternative Wasserquellen EXTENDS Re:Regenwasser

Hallo,

ich haette da noch vier andere alternative Ideen, wie man an (weiches) Wasser kommt, habe mich aber bisher nicht getraut, sie aus zu probieren. Was meint ihr dazu:

1. natuerliche Quelle: Wir haben in der Naehe eine kleine Quelle. Bisher hab ich mir noch nicht die Zeit genommen,das Wasser mal zu untersuchen, aber wenn die WW ok sind, koennte ich mir dort Wasser besorgen. Spricht etwas prinzipiell gegen Quellwasser?

2. Trockner: Trockner produzieren ja auch destilliertes Wasser. Ist zwar nicht die Welt, um verdunstetes Wasser nachzufuellen koennte es aber hin und wieder reichen. Wie sieht es denn mit Waschmittelrueckstaenden in diesem Wasser aus?

Irgendwelche Erfahrungen?

3. H2O Dest. selbst herstellen: Koennte man nicht ein beliebiges Wasser selbst destillieren und so enthaerten? Falls man einen Tauchsieder oder dergleichen verwendet, faellt die Energiebilanz zu schlecht aus, aber wie waere es mit Solarenergie? Es muss ja nicht sonderlich schnell gehen.

4. Schnee: Im Winter koennte man groessere Mengen "Regen" einfach mit der Hand einsammeln :-) Ohne Trichter und natuerlich muesste der Schnee auch frisch sein.

Noch was zu den UOAen: Was macht ihr denn mit dem "Abfall"-Wasser? Zum Blumengiessen, fuer die WC-Spuehlung und evtl. fuer die Waschmaschine waere es doch ideal zu gebrauchen. Welche Haerte hat denn das "Abfall"-Wasser?

Gruss,
Markus


Hallo Markus,

> 1. natuerliche Quelle:

Die Qualität von Quellwasser kann sehr schwankend sein. Man müßte also jedesmal beim anzapfen entsprechende Tests durchführen, vor allem, wenn in der Nähe die Bauern wieder mit dem Güllewagen unterwegs waren.

> 2. Trockner:

Hab' da leider keine Erfahrungen mit, aber es gab da mal vor einiger Zeit (ein Jahr denke ich) hier oder am GB einen entsprechenden Thread, den ich leider nicht vollständig mitbekommen habe. Da wurde von diesem Wasser abgeraten.Näheres wissen vielleicht andere.

> 3. H2O Dest. selbst herstellen:

Aber auch hier mußt Du den "Kochbehälter" regelmäßig spülen, um den Kalk und die anderen Inhaltsstoffe wieder rauszubekommen.

> 4. Schnee:

Schnee sieht zwar schön weiß aus und erweckt deswegen bei uns den Eindruck sauber zu sein, aber er ist es nicht. Im Schnee ist mehr Dreck, als im Regenwasser. Mal abgesehen davon, daß ich mich an die letzten Schneewochen kaum erinnern kann (liegt vielleicht daran, daß ich in der Nähe der warmen Bergstraße wohne, und noch nicht soviele Winter auf der Welt bin, wie andere hier). In Ulm mag das vielleicht anders aussehen.

Gruß Jörg


> 1. natuerliche Quelle:
> Spricht etwas prinzipiell gegen Quellwasser?

Ich denke nicht. Aber Wasserwerte messen, da Du nicht weisst, wie stark das Quellwasser mit Schadstoffen belastet ist (Nitrat,...)

> 2. Trockner:

Da sind mit Sicherheit Rueckstaende drin, die im Aquarium zu einer Katastrophe fuehren. Wuerd ich auf keinen Fall machen. (Fusseln, Waschmittelrueckstaende,...)

> 3. H2O Dest. selbst herstellen:

Sicherlich kein Problem, zumindest wassertechnisch.

> 4. Schnee:

Sehe ich wieder als problematisch an, da der Schnee sicherlich mit den unterschiedlichsten Umweltschadstoffen belastet ist. Ich wuerde das nicht machen.

> Noch was zu den UOAen: Was macht ihr denn mit dem "Abfall"-Wasser?

Das Abwasser der UOA geht bei mir derzeti in den Gulli. Wenn, dann wuerde ich es zum WC-Spuelen verwenden. Da das 'Abwasser' noch haerter ist, als das Ausgangswasser, wuerde ich es auf keinen Fall in die Waschmaschine geben.Allerhoechstens, wenn ich es in einem Regenwassersammelbehaelter mit eben Regenwasser verduennen wuerde. Andere Alternativen dafuer waeren eventuell Auto waschen, Planschbecken im Sommer fuellen, Wasserbomben fuer die Kinder,...

Gruss KLaus


Hallo Markus,

2. Trockner:

auf keinen Fall das Wasser von Kondenstrockern verwenden. Es können hier noch Waschmittelreste enthalten sein.Nimm doch mal einen Schluck :-).

> Noch was zu den UOAen: Was macht ihr denn mit dem "Abfall"-Wasser?

Das Abwasser verwende ich im Sommer im Garten und im Winter für die WC-Spülung. Die Blumen werden mit AQ-Wasser gegossen. Für die Waschmaschine ist es das Problem, das Wasser hier rein zubekommen. Die Härt des Abwasser ist Abhängig von der Härte des Ausgangswasser. Pauschal würde ich mal so 25% über Ausgangswasser schätzen.

Gruß Marco


Hallo Markus,

> 1. natuerliche Quelle:

Jörg und Klaus haben die Probleme bereits angesprochen. Von der Hand zu weisen ist das nicht, insbesondere wenn man die Warn-Meldungen der Wasserversorger in Presse und Rundfunk liest und hört; Wasser abkochen, etc. ... Also auch die "Profis" haben das nicht immer im Griff.

Bedenke auch, dass Du die chemischen Parameter noch relativ einfach ermitteln kannst, aber beim Nachweis von Keimen,Bakterien hört's wohl auf.

Aber... unser (Leitungs/Trink-)Wasser kommt ja auch irgendwo her, :-) und Quelle tragen da einen nicht unerheblichen Teil dazu bei. IMOH sind im Trinkwasser nur 200 Keime zulässig. Quellen können auch noch weniger Keime besitzen.

Möglicherweise kannst Du über biologische Indikatoren eine Einschätzung Deiner Quelle bekommen. Ohne entsprechende Literatur (z.B. Wasser untersuchen, Otto Klee,ISBN 3-494-01188-5, S132 ff "Saprobiensystem") würde ich mich da aber nicht ranwagen.

Und noch eine Anmerkung: Bevor Umkehrosmoseanlagen und Vollentsalzer erschwinglich wurden, sind Heerscharen von Aquarianern mit Kanistern bewaffnet von Quelle zu Quelle gepilgert und habe nach "Ihrem" Wasser gesucht :-))

Für mich wäre eine adäquate Quelle entweder gefasste, oder in einem Quellgebiet, wo die Wasserversorger ihr Wasser erschliessen, oder weit weg von der Zivilisation.

Nahe an landwirtschaftliche genutzten Flächen oder deutlich als Tiertränken zu erkennende Quellen würde ich eher ausschliessen.

> 3. H2O Dest. selbst herstellen:

Du meinst Wasserverdunstung mittels Sonnenwärme, kondensieren an einer kühlen Fläche und auffangen des Kondensats. Prinzipiell würde das sicher gehen. Die potentielle Gefahr das dein Kondensat durch das lange Herumstehen wieder verkeimt, ist doch hoch. Der Aufwand scheint mir zu hoch und die Sonnentage und damit Effizienz zu gering.

> 4. Schnee:

Schnee gibt's nur im Winter ;-) zur Dauerversorgung sicher ungeeignet. :-)) Da's im Winter (meist) kalt ist, wird geheizt. Die Luftbelastung ist hoch und das Ergebnis findest Du im Schnee wieder. Es lässt sich sogar eine erhöhte Chlorid-Belastung durch Streusalz nachweisen (die es auch ganzjährig in Küstennähe) gibt.Viele Stoffe lösen sich gut im Wasser (die Chemiker sehen das andersherum, Wasser ist ein gutes Lösungsmittel ;-)), und letztendlich kommt alles wieder herunter, was irgendwann 'mal in die Atmosphäre geblasen wurde. In Regenwasser und Schnee lassen sich durchaus auch Härtebildner, Nitrit, Nitrat und Sonstiges in aquaristisch interessanten Mengen nachweisen. Blei lässt sich an ausgewaschenen Staubpartikeln nachweisen.

Aufbereitetes Regenwasser, z.B. wie es der Klaus im Ursprungsthread beschreibt, ja - Schnee, nee :-)

Ich benutzt selbst eine Umkehrosmoseanlage mit Kohlefilter und wenn ich den Regen für geeignet halte, auch das Regenwasser, aber wie gesagt, gefiltert. Mit Quellwasser könnte ich mich auch anfreunden, mit alle anderen Wasserbeschaffungsmethoden aber nicht.

ciao
Guido


Hallo Markus,

> 1. natuerliche Quelle:

Wenn das Wasser aus der Quelle gut ist, hat sich das bei anderen Aquarianern vielleicht schon rumgesprochen. Wir habe hier auch eine, die von einigen genutzt wird. Vielleicht hast Du ja Kontakte zu einem Verein, da kann man Dir vielleicht Erfahrungsberichte zu dieser speziellen Quelle geben.

In manchen Gegenden gibt es auch noch die Möglichkeit, einfach ein paar Kilometer weiter in eine Gegend zu fahren, die ihr Wasser aus anderen Quellen bezieht und sich dabei Verwandten oder Freunden mit Leitungswasser zu versorgen. Vor allem am Übergang von Flußtal zu Mittelgebirge kann das einiges ausmachen. So hat man auch keine Probleme mit der Mikrobiologie. Vielleicht aber bald keine Freunde mehr, wenn man ein großes Becken hat ;-))) Aber ich fürchte, im Raum Ulm hilft das auch nicht weiter.

Gruß, Birgit


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