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Aufzucht
Hallo Leute,
ich habe gerade auf einem Troedelmarkt billig ein Goldfischglas erstanden. Ist es moeglich darin Guppys oder Platys aufzuziehen, ohne das ich eine Heizung oder Pumpe anschliesse. Also ich meine nicht ganz ohne, sondern so eine Art preiswerte Alternative?
Thanx Timo
NEIN!
Die Form des Glases erzeugt für den Fische eine völlig fremdartige Information für sein Seitenlinienorgan. Er ist orientierungslos.
Wenn das Glas bis oben gefüllt ist, dann ist die Oberfläche so winzig im Vergleich zum Wasserinhalt das kein vernünftiger Gasaustausch stattfindet und der Fisch erstickt. Wenn es nur halb gefüllt ist ist die Wassermenge so winzig das das Wasser bei der kleinesten organischen belastung (Futter/Kot) kippt oder kritische Giftwerte erreicht (verjauchung).
Durch die Form wird alles total verzerrt, rein optisch kann man den Fisch so nicht richtig beobachten, zwar hat man einen leichten Lupeneffekt, aber die Verzerrungen machen das wieder zunichte
Mit anderen Worten: Goldfischgläser sind Fisch KZs! FINGER WEG. Stell ein paar Schnittblumen rein oder füll Bombons rein. Fische haben darin nix verloren.
10 Liter Becken die für ca. 10 Guppybabys reichen bis diese nicht mehr von den Eltern gefressen werden kriegt man für 19 DM. Für 99 DM bekommt man komplette 55 Liter Becken mit Abdeckung, Lampe, Heizung, Filter,Rückwand und Thermometer. Darin kannst Du dann gleich einen großen Wurf Guppys auf 'nicht-gefressen-werden-Größe' aufziehen.
Subject: Goldfischglas - ja oder nein?
Halloele!
Tjaaa, so geht das im Leben. Nachdem ich 10 Jahre keine Fische mehr hatte, bekomme ich ploetzlich wieder Lust darauf. ^_^ Beim ewigen Studieren ist es bestimmt sehr angenehm, einen kleinen Freund in der Naehe zu haben, dem man ab und zu zuschauen kann. Da ich in einem Studentenwohnhein wohne, kommen sowieso nur Fische fuer mich in Frage.
Das bedeutet leider auch, dass mein Zimmer mikroskopisch klein ist. Deswegen hatte ich auf jeden Fall vor, ein dementsprechend kleines Aquarium zu kaufen, und nur sehr wenig Fische hineinzusetzen.
Jetzt ist meine Frage: Man hoert ja immer wieder, dass Fische in Goldfischglaesern (also runden Aquarien) leicht Stress bekommen. Stimmt das wirklich? Sind runde Glaeser schlecht fuer ihre Bewohner? Oder sind den Tierchen Ecken vollkommen schnuppe?
Ecken oder keine Ecken, das ist hier die Frage...
Ich freue mich auf Eure Antworten...
Sasha
Hallo Sasha,
Die Ecken sind nicht so wichtig. Aber zwei Punkte die fuer ein Aquarium sprechen:
1. Mehr Wasservolumen bei geringerem Preis (z.B. 80cm Becken mit Heizung und Pumpe und Beleuchtung fuer um die 100 DM).
2. Ganzglasaquarien wie die Goldfischglaeser sind sehr empfindlich und springen gerne. (Abdichten kann man da nichts mehr)
Servus, Jakob
P.S.: Goldfische sind sehr robust, man braucht bis auf weinige Ausnahmen keine Heizung, aber einen guten Filter bzw.haeufigen Wasserwechsel. Auf Wasseraufbereiter u.ae. kann man normalerweise verzichten (gutes Leitungswasser vorausgesetzt).
Hallo Sasha,
also als möchte ich anmerken, das für einen Fisch (egal welchen) ein sogenanntes "Goldfischglas", also eine bessere "Blumenvase" nicht unbedingt der geeignete Lebensraum ist.
Aber gut, manch einer hat nicht viel Platz, so wie Du eben...
Ich hatte einen Goldfisch in einer Art Kugelvase, ca. 6 Liter Wasserinhalt, ein wenig Kies am Boden und eine kleine "Plastikburg" (die Aquarianer mögen mir verzeihen...) drinnen. Als er so ca. 4cm groß war, habe ich ihn dann ins große Becken getan, es wurde ein wenig eng im Glas...
Jedenfalls konnte ich nicht beobachten, daß der kleine irgendwie Streß hatte. Er schwamm ruhig seine Bahnen, gründelte im Kies, kam an die Oberfäche wenn es Futter-Sticks gab.
Naja, der Nachteil an der Sache: Jeden Tag musste ich ca. 1 Liter Wasser wechseln, weil natürlich kein Filter oder eine Durchlüftung installiert war. Aber das störte den kleinen auch wenig.
Also jedenfalls denke ich mal, es dürfte wohl egal sein, welche Form das Becken hat, wenn die Fischlein nur genug Schwimmraum haben, und, bei verschiedenen Arten, sich aus dem Weg gehen können. Allerdings: Ich bin kein Verhaltensforscher und heiße auch nicht "Doolittle", deswegen kann ich nur vermuten.
Aber: Es gibt niedliche kleine Becken, so ca. 25 Liter Inhalt (30x25x25), komplett mit Beleuchtungsdeckel. Wenn Du da einen kleinen luftbetriebenen Schaumstoff-Filter (hehe, müsste man eigentlich mit 3 "f" schreiben...) reinhängst, eine kleine Pflanze und zwei oder drei robuste Fischlein, wirst Du bestimmt viel Freude haben.
Gruß Dieter
Kann man denn in einem runden Glas keinen Filter installieren? Bloede Frage, je sais, aber theoretisch waere es doch moeglich, oder?
Uebrigens hatte ich nicht vor, Arten zu mischen.
Was mich auf was anderes bringt: Brauchen Goldfische eine Heizung? Raumtemperatur waere doch eigentlich genug,oder?
Danke auf jeden Fall fuer die schnelle Antwort!
Sasha
Ich besitze zwar (noch) kein Aquarium, aber diese Antwort kann ich Dir auch geben. Wundert mich, daß das noch von keinem "Aquarianer" gekommen ist: Also den Tieren ist es ziemlich wurscht, ob das Glas nun rund oder eckig ist. Sie brauchen was zum Zurückziehen. Und die runden Gläser werden dann halt meist nicht in ein Eck, sondern so hingestellt, daß man von allen Seiten reinschauen kann. Außerdem ist die Wasseroberfläche bei vollgefülltem Goldfischglas zu klein und damit der Sauerstoff-Austausch zu gering (weil man ja gerade in diesen Gläsern meist keine Durchlüftung hat). Du solltest es dann nur bis zur Hälfte füllen, d.h. bis dorthin, wo es am dicksten ist und damit ist dann wohl wieder zu wenig Wasser drin :-) Also nicht grad das Wahre, diese Gläser!
liebe Grüße Martina
Ein Goldfischglas ist Tierquälerei. Fische können sich nicht orientieren, das Licht kommt von allen Seiten, Filter kriegst Du nie richtig hin, die schwimmen da in blossem Leitungswasser rum. Schaff' Dir besser ein 60l AQ an, das ist nicht viel grösser.
Ohne Frage muß ich jedem Tierfreund zustimmen, das ein Goldfischglas nicht der geeinete Lebensraum ist.Allerdings ist dies, genau genommen, ein Aquarium auch nicht, weil egal wie groß es ist, wie groß der Aufwand an Technik und Chemie auch sein mag, einen natürlich Lebensraum werden wir keinem Tier bieten können.
Das mit der Orientierung ist leider nicht richtig. Die Lichtbrechungseffekte in einem Quadratischen Becken sind um ein vielfaches höher als in einem runden Glas.
Die Kritik mit dem Leitungswasser ist leider auch nicht haltbar. Trinkwasser in Deutschland unterliegt dem Lebensmittelrecht. Es ist um das hundertfache reiner als ein Goldfischteich im Garten, in dem sich (hoch belastetes) Regenwasser sammelt.
Wie Jakob schrieb: Goldfische sind sehr robust, eine Heizung brauchen sie nicht, sie sind eine Wassertemperatur zwischen 12°-20° C gewöhnt (Im Goldfischteich in unseren breiten vertragen die sogar noch niedrigere Temperaturen).
Allerdings, wie ich schon in der ersten News schrieb und wie auch Jakob anmerkte, ist frisches Wasser wichtig wegen dem Sauerstoffgehalt. Ich habe dem Frischwasser immer ein paar Tropfen Wasseraufbereiter beigegeben, weil wir hier sehr hartes, kalkhaltiges Wasser haben.
Erfüll Dir ruhig Deinen Wunsch nach einem Goldfisch im Glas. Nur achte darauf, das er nicht zu groß wird.Viele Fachhändler nehmen Fische auch zurück, wenn sie zu groß sind oder tauschen gegen einen kleineren um. Jedenfalls hatte meine Familie 3 Monate lang viel Freude an unserem kleinen Freund in seinem Glas.
Soviel Freude, daß der Familienrat einstimmig die Anschaffung eines 250 Liter Beckens beschlossen hat (Welches Vatern auf 160 Liter reduziert hat...)
Gruß Dieter
> Das mit der Orientierung ist leider nicht richtig.
Aber in einem AQ kommt das Licht zumindest von oben. Beleuchte mal einen Skalar vor der Seite, der kriegt ganz arge Schrä4glage.
> Die Kritik mit dem Leitungswasser ist leider auch nicht haltbar. Trinkwasser
> in Deutschland unterliegt dem Lebensmittelrecht.
Das ist wohl ein Joke. Fische sind nach ihren Bedürfnissen zu pflegen, Trinkwasser ist auf Menschen abgestimmt.
> Wie Jakob schrieb: Goldfische sind sehr robust, eine Heizung brauchen sie
> nicht, sie sind eine Wassertemperatur zwischen 12°-20° Cgewöhnt=
Mein Leitungswasser hat ne KH von 27 und eine GH von 33 bei nem ph von 7.5. Ganz sicher würden robuste Fische da rumschwimmen, heisst noch lange nicht, dass sie sich wohl fühlen. Stell' Dir mal nen Ausserirdischen vor, so nen grünes Männchen der Dich in der Wüste aussetzt mit der Bemerkung Menschen sind robust, die überleben das schon.
Ich find' alleine der Gedanke an ein Goldfischglas ist ein Armutszeugnis sondergleichen für die NG.
Ja, die sind immer zu klein ! Denk an die so umstrittene "2 Liter Wasser für 1 cm Fisch" Regel und überleg noch mal wieviel Wasser in das Glas muß um einen ausgewachsenen Goldfisch darinnen einigermaßen unterzubringen... Goldfische sind Schwarmfische, d.H. mindestens 5 Tiere zusammen in einem "Gewässer" sind sinnvoll Goldfische sind "Futterverschwender", sie fressen viel und scheixxxx viel - das gibt eine hohe Wasserbelastung. Goldfische gründeln stark - brauchen viel Platz - schau mal in irgendein Buch über Goldfische und schau nach wie die Lebensbedingungen für Goldfische aussehen - es gibt nur eine vernünftige Antwort : NEIN, DAS GEHT NICHT !
Wenn es wirklich unbedingt ein Fisch im Glas sein muß dann auf keinen Fall ein Goldfisch ! Nimm irgendwas mit Miniplatzbedarf und Einzelfisch ( Frage an alle : ?? Kampffisch ?? ) oder geh auf den Flohmarkt und kauf dir diese komischen bemalten Glasfische.
> Ecken oder keine Ecken, das ist hier die Frage...
Falsch, die Frage lautet : möchtest du deinen Fisch in einer Einzelzelle halten weil du auch ein einer wohnen mußt Denk dran, wenn dir die Decke auf den Kopf fällt kannste jeden Tag inne Kneipe/ Disco etc. , der Fisch kann nur ein mal aus dem Glas hüpfen sprich Selbstmord begehen.
> Ich freue mich auf Eure Antworten...
wär echt schön wenn die Frage ein Witz gewesen wäre - wär echt traurig wenn du tatsächlich einen Fisch in eine 5 Liter Bowleschüssel sperren wolltest nur weil das in schlechten Filmen immer wieder so gezeigt wird...
Achja, an alle die da total anderer Meinung sein sollten... setzt euch mal 8 Std in eure Besenkammer und dann mailt mir wie es war :)
Gruß Andreas
Hallo Sasha,
ich möchte mich der Meinung von Andreas anschließen. Glas ist wohl wirklich nicht das Beste, und vor allem sollte man Goldfische auch wirklich nicht allein halten. Vielleicht solltest Du mal mit 'ner Wasserprobe zum Zoohändler gehen, und uns was von Deinem Wasser erzählen (Wasserwerte). Dann könnten die erfahreneren Aquarianer vielleicht als Gemeinschaftsbeschluß Fische mit wenig Platzansprüchen (vielleicht ein 60er Becken, die sind ja nun wirklich klein) für Dich finden, bzw. Dir Vorschläge unterbreiten. Weiterhin würde ich Dir empfehlen, den Mergus Band 1 zu kaufen, falls Du den nicht schon hast, da kannst Du Dir dann nämlich die meisten Vorschläge gleich mal in Bild und Beschreibung zu Gemüte führen. Vielleicht findest Du ja selbst auch was interessantes, und kannst Dich daraufhin noch mal melden. Das mit dem Glas würde ich aber wirklich auch verwerfen.
Viele Grüße Stefan
Goldfischglaeser, auch "Moerderkugeln" etc. genannt eignen sich WIRKLICH NICHT fuer die Haltung von Lebewesen. Mal vom geringen Volumen abgesehen, ist der Luftaustausch durch die geringe Oberflaeche stark behindert. Technik kann man in einem solchen kleinen Behaelter kaum einbringen.
Wen du wirklich so wenig Platz hast, tue den Fischen einen Gefallen und lasse es sein...mit Aquaristik haben Goldfischglaeser absolut nichts zu tun!
Solltest Du allerdings ein kleineres, "normales" Aquarium stellen koennen, ist dies akzeptabel. Anfaengerbecken git es im Komplettangebot fuer unter 100,-DM...
Goldfische sind Kaltwasserfische, und benoetigen keine Heizung. Ein guter Filter ist jedoch unbedingt noetig, und auch ein regelmaessiger Teilwasserwechsel ist unabdingbar.
MfG Andreas
Was ihr aber alle offenbar nicht erwaehnenswert findet: Er wird die Zimmertemperatur um das Goldfischglas nicht tief genug halten koennen! Aquarium oder rundes Glas ist dabei erstmal Wurscht!
Gruß Klaus
Hallo Klaus,
Wieso? Gute Durchlueftung vorausgesetzt, fuehlen sich Goldfische in sauberem Wasser ab 24-25 Grad erst so richtig wohl, und Studentenwohnheime sind doch ohnehin nicht so gut beheizt! ;)
Servus, Jakob
> wär echt schön wenn die Frage ein Witz gewesen wäre - wär echt traurig
....und das war noch eine von den netteren "ich rate Dir ab"-Antworten.
Also, einen Grund mich als Tierschaenderin zu beschimpfen sehe ich hier nicht. Immerhin habe ich hoeflich GEFRAGT und nicht einfach drauf los gekauft. Deswegen muesst Ihr Euch nicht so aufregen und mich des Einsperrens bezichtigen etc. Die feine englische Art ist das auch nicht.
Ich bin von Euch echt ein wenig enttaeuscht.
Ausserdem hatte ich auch gar nicht vor, unbedingt einen Goldfisch darin zu halten. Ich hatte halt nur noch nie vorher Kaltwasserfische und wusste auch gar nicht, dass alle so gross werden. Deshalb HABE ICH GEFRAGT. Und zwar hoeflich.
Ich kann auch gerne 3-4 maennliche Guppys nehmen. So ein Glas fasst 6l, Platz fuer Boden und Pflanzen ist auch, und eine Lampe fuer das "Licht von oben" kann man auch drueber haengen. Nebenbei hat hier wohl noch keiner was von Kohlefiltern gehoert, die das Wasser ansaugen, anstatt IM Aquarium zu schwimmen. Die gibt es auch in sehr klein. Und wenn man einen umgedrehten Blumentopf (klein) ins Aquarium stellt, haben die Fische sogar was zum Verstecken. Ja, ich weiss, vorher abkochen.
Wegen der Wasserwerte: Wieso muss ich eigentlich Leitungswasser nehmen? Als ich damals ein Aquarium hatte, gab es allerhand Mittelchen, die Wasserwerte richtig hinzubekommen.
Wenn es Euch beruhigt, ich hatte damals ein 175 l Aquarium und darin lebten unter anderem 2 Mosaikfadenfische, die noch aus dem alten 80l Aquarium mitgenommen wurden. Die beiden wurden ueber 4 Jahre alt, dann habe ich sie abgegeben und konnte die Entwicklung nicht mehr verfolgen. Ich habe nicht vor, Tiere zu quaelen oder unter unmenschlichen Bedingungen zu halten.
Fuer was haltet Ihr mich eigentlich?
Sasha Twen
> Ich kann auch gerne 3-4 maennliche Guppys nehmen. So ein Glas fasst 6l,
> Platz
Bevor jetzt wieder alle Jehova schreien... natuerlich sind das keine Kaltwasserfische, soviel weiss ich auch noch.^_^x
Sasha
Hallo Sasha!
> ....und das war noch eine von den netteren "ich rate Dir ab"-Antworten.
Nett finde ich den Ton hier stellenweise auch nicht. Allerdings kam der auch deswegen zu stande, weil hier jemand geschrieben hat, daß er seit 3 Monaten einen Goldfisch in so ein Glas hält. Und da hier viele sehr engagierte Aquarianer sind, die mit viel Aufwand möglichst intakte Biotope daheim schaffen, gibt es halt auch so heftige Reaktionen.
> Immerhin habe ich hoeflich GEFRAGT und nicht einfach drauf los gekauft.
> Deswegen muesst Ihr Euch nicht so aufregen und mich des Einsperrens
> bezichtigen etc. Die feine englische Art ist das auch nicht.
> Ich bin von Euch echt ein wenig enttaeuscht.
Kann ich verstehen... und es ist auch sehr gut, daß Du erst fragst, bevor Du kaufst.
> Ich kann auch gerne 3-4 maennliche Guppys nehmen. So ein Glas fasst 6l,
3-4 Guppy Männchen zu je 4-5 cm gibt 20 cm Fisch auf 6l Wasser, eher 4 oder 5, wenn Du alle Einrichtungsgegenstände abziehst. Das ist ein heftiger Überbesatz. Leider auch nicht so gut. Außerdem ist ein Kohlefilter (ich denke DU meinst Aktivkohle) nur dazu gut Schadstoffe wie Schwermetalle aus dem Wasser zu holen. Er verbraucht sich sehr schnell je nach Belastung.
> Wegen der Wasserwerte: Wieso muss ich eigentlich Leitungswasser nehmen? Als
> ich damals ein Aquarium hatte, gab es allerhand Mittelchen, die Wasserwerte
> richtig hinzubekommen.
Chemie ist bei den "richtigen" Aquarianern genauso verpöhnt. Normales Leitungswasser macht Anfängerfischen wie Guppys nix aus, sie werden sich darin wohl wohlfühlen. Solltest Du aber Extremwerte haben, was die Härte oder das Nitrat betrifft, hilft nur eine Osmoseanlage. Diese ganzen chemischen Wasserverbesserer verschlimmbessern meist nur.
> abgegeben und konnte die Entwicklung nicht mehr verfolgen. Ich habe nicht
> vor, Tiere zu quaelen oder unter unmenschlichen Bedingungen zu halten.
> Fuer was haltet Ihr mich eigentlich?
Für einen Anfänger? So würde ich Dich einschätzen. Aber gerade deswegen hätten hier einige nicht so überzogen reagieren müssen.
Gruß...
Hallo Sasha,
>....und das war noch eine von den netteren "ich rate Dir ab"-Antworten.
manche reagieren hier einfach recht heftig, weil ihnen die Fische am Herzen liegen. Also sieh es ihnen nach.
Guppys sind sehr schwimmfreudig, der Platz reicht bei weitem nicht. Warum denn kein 60-Liter-Becken? Der Platzbedarf liegt bei ca. 60x30cm, das sollte doch übrig sein. Übrigens sollte der Bodengrund mind. 7cm hoch sein, dann trägt er auch zur Erhaltung der Wasserqualität bei und Pflanzen benötigen ihn in der Höhe zum Wachsen.
>Wegen der Wasserwerte: Wieso muss ich eigentlich Leitungswasser nehmen?
Musst Du nicht, aber ...
>Als ich damals ein Aquarium hatte, gab es allerhand Mittelchen, die
>Wasserwerte richtig hinzubekommen.
in diesen Mittelchen sind alle möglichen und unmöglichen Säuren, die schaden den Fischen mehr als sie nutzen. Deswegen rate ich Dir von diesen ab. BTW, bei Guppys z.B. ist unser Leitungswasser optimal.
>Fuer was haltet Ihr mich eigentlich?
Ich halte Dich für so vernünftig, dass Du auf unsere Ratschläge eingehst :o).
Stefan
Hallo Sasha
Ich würde mir an Deiner Stelle doch mal überlegen, ob es nicht ein 60 cm Becken sein könnte und zwar aus folgenden Gründen (ohne die schon genannten): Ein 54l Becken braucht sicher nicht viel mehr Platz, als ein Glas (habs irgendwo stehen sehen) und Du hast durch mehr Wasser eine einfachere Pflege.
Viele Grüße Angelika
Mal eine ganz dumme Frage: Welche Fische koennte man denn in so ein Glas setzen, ohne dass ich sie quaele? Oder kann ich mir das vollkommen abschminken.
Das mit der Lichtbrechung halte ich uebrigens auch fuer Quatsch. Schwimmraum und Sauerstoffversorgung, das sind Argumente die ich sehr gut nachvollziehen kann.
Sasha
> setzen, ohne dass ich sie quaele? Oder kann ich mir das vollkommen
> abschminken.
Das würde ich an Deiner Stelle tun. Vielleicht fühlen sich da noch Wasserflöhe drin wohl, aber das ist auch das einzige, was ich mir denken könnte. Ich hab hier ein 12l Rechteck-Aqua und ich könnte mir keinen Fisch vorstellen, den ich da drin dauerhaft sehen möchte. So ab 40l wird's eher was.
Generell muß man sagen, es kann nicht groß genug sein... Hast Du nicht so viel Geld und wenig Platz,dann ist vielleicht ein 50-60l Komplettsett die richtige Wahl.
> Das mit der Lichtbrechung halte ich uebrigens auch fuer Quatsch.
> Schwimmraum und Sauerstoffversorgung, das sind Argumente die ich sehr gut
> nachvollziehen kann.
Genau! Wobei man bei der Lichtbrechung nur spekulieren kann... man weiß nicht, wie der Fisch wirklich empfindet.
Gruß...
Hallo Sasha,
Also erstmal wuerde ich mir das nicht abschminken. Zum Beispiel habe ich letztes Jahr aus reiner Verzweiflung 7 Schleierschwanzgoldfische in einem 10l Eimer gehalten. Als sie etwa 2 cm lang waren kamen sie in ein groesseres Becken mit etw 5000l. Also solange Du das Wasser drin ordentlich wechselst, evtl. jeden Tag einen Liter und gut durchlueftest,kannst du kleine Goldfische darin halten (dann sogar ohne Filter), so in etwa machen auch es die Chinesen.
Aber ich wuerde Dir trotzdem noch etwas empfehlen: -Solltest Du das Goldfischglas nicht schon haben oder evtl. als Geschenk in Aussicht, ueberlege Dir die Anschaffung eines Aquariums (gibts schon ab 50 cm Laenge), dann laeufst Du naemlich nicht so schnell Gefahr dass das Becken Wasser verliert (Goldfischglaeser springen gern, das liegt oft an Spannungen im Glas, und dicht kriegt man sie nie wieder). -Soll es unbedingt ein Goldfischglas sein (da ist natuerlich auch Kult im Spiel), dann denke daran, dass das Glas nur soweit aufgefuellt werden sollte, dass die Wasseroberflaeche an der groessten Ausbuchtung liegt, so ist mehr Oberflaeche fuer den Gasaustausch vorhanden (z.B. Sauerstoff,Kohlendioxid)
Auf jeden Fall lass Dich von den Goldfischen nicht abbringen, besorg Dir evtl. das Buch von Dieter Jauch Goldfische und Kois aus dem GU Verlag. Es gibt auch ein neueres, das etw 15 DM kostet auch aus dem GU Verlag, der Titel ist mir entfallen (ich glaube es heisst Goldfische), las sich aber auch sehr gut.
Servus, Jakob
Hallo !
Ich halte zwar nichts, überhaupt nichts von solchen Möchtegern-Aquarien Aber ich habe gerade super schöne Guppies bekommen, Wildfangnachzuchten aus Venezuela Die Tiere sind schon geschlechtsreif, die Männchen so ca. 1,5 cm, die Weibchen ca. 2-2,5 cm lang.
Diese Tiere wären vielleicht für solch ein Gläschen geeignet, vorausgesetzt es wird alle 2 Tage 10%Wasser durch frisches ersetzt. auch Pflanzen dürfen nicht fehlen und der Bestand ist klein zu halten.
Gruß Mike
Wie wäre es mit einem Siamesischen Kampffisch (1 Männchen, vielleicht noch 1-2 Weibchen?), falls das Glas warm genug steht? Oder 2-3 Zwergkrallenfrösche? Die decken ihren Sauerstoffbedarf auch aus der Atemluft und bewegen sich nicht viel. Eine Bekannte von mir hat in einem ähnlichen Behältnis (einer Bowleschüssel!) mehrere sehr große Wasserschnecken gehalten (verm. Marisia rotula), nachem die sowohl Jagd auf schlafende Fische als auch die Aquarienpflanzen veranstaltet hatten. Die Schnecken haben unter der Unterbringung offenbar nicht gelitten.
Clemens
Hallo,
das Goldfischglas ist als Goldfischglas natürlich äußerst ungeeignet. Das hat sich heute allgemein herumgesprochen. Wenn man sich aber auf kleine und schwimmfaule Fische beschränkt, dann kann in 1. Näherung man durchaus Fische artgerecht darin halten. Es gibt aber praktische Gründe, die gegen ein(!) Becken dieser Art sprechen. Dazu später mehr.
Als geeignete Fische kann ich mir z.B. kleine Rivulus vorstellen. Rivulus obscurus ist z.B. ein kleiner Bachling,der eigentlich nur im Kraut und auf dem Boden rumliegt. In größeren Becken fühlt er sich sichtlich unwohl. Bei mir halte und vermehre ich die Tiere in einem 5-ltr. Aquarium (mit viel Kraut und einem Mattenfilter an der Rückseite. In größeren Aquarium gehen diese Tiere unter. Die sind nach kurzer Zeit einfach weg. In kleinen Becken hat man sie sehr lange.
Dann könnten auch andere kleine andere Killies, z.B. Aphysosemion abacinum, georgie oder cyanostigtum darin leben. Die Tiere wuseln auch eher durchs Gebüsch und meiden größere freie Wasserräume.
In jedem Fall aber kann ein Kleinstaquarium nur ein Artbecken sein. das ist wichtig. Als "Gesellschaftsaquarium" ist es auch für keine Fische nicht geeignet.
Nachteilig bei einem kleinen Becken ist, daß man keine Ausweichmöglichkeiten hat. Wenn, dann bruacht man schon drei oder mehr davon. Ein kleines Becken ist einfach sensibler als ein großes. Es kann nur wenige Fische aufnehmen und muß intensiv mit feinen Pflanzen bestückt sein. Also, ein kleines Becken sollte eigentlich nur als spezielles Artbecken neben normalen Aquarien vorhanden sein.
Beim Lesen der anderen Postings habe ich den Eindruck gewonnen, daß es einen Unterschied zwischen runden und eckigen Aquarien gleichen Inhaltes zu geben scheint. Das sehe ich nicht so. Wenn sich in einem kleinen Becken ein gutes biologisches Milieu aufbaut und man darauf achtet, daß man es durch Überbesatz oder Überfütterung nicht zerstört, dann ist ein Kleinstaquarium für angemessene Fische ein besseres Behältnis als Riesenaquarium. An großes Aquarium ist nicht zwangsläufig ein gutes.
Gruß Olaf
Das sehe ich nicht so. Ein "eckiges" Aquarium hat wie bereits gesagt wurde eine echte Rueckwand, die man bekleben,zualgen, mit Styropor verkleiden........kann. Damit haben die Fisch immer eine gewisse Sicherheit im Ruecken, wo sie sich hin zurueckziehen koennen. Wenn man ein Goldfischglas an die Wand stellt, aendert sich der Farbeindruck der Wand dauernd. Will sagen es ist dann eben nicht ruhig, es ergeben sich Schattierungen, Kontraste......, die sich dauernd aendern. Ausserdem ist der Abstand zwischen Glas und Wand ist ja extrem unterschiedlich. Das Glas "tangiert" die Wand nur in einem Punkt. Man kann also hier kaum von einer Flaeche sprechen.
Ich finde das ist ein sehr wichtiger Unterschied. Lichtbrechung ist IMHO sekundaer.
Gruss Tobias
Ich gehe davon aus, daß auch in der Natur sehr viele Lichtreflexe im Wasser vorhanden sind. Auch habe ich ja intensiv geschrieben, daß es viele feine Pflanzen geben muß, in denen sich die Tiere verstecken können. Weiterhin kann man ja die hintere Hälfte des Glases von außen dunkel streichen. Auch halte ich es nicht für zwingend erforderlich, daß Fische nach draußen schauen können müssen. Meine kleinen Jungfische verbringen ihre ersten 2-3 Wochen in Kunststoffbehälter. Da is nix mit Schaufensterbummel. Bei der Frage, ob Goldfischglas oder nicht, ist Gefahr sehr groß, daß man sich mehr von dem negativen Image des Glases leiten läßt, als von realen Gründen. Was für den Goldfisch ein bitterarmes Gefängnis ist, kann für einen kleinen Fisch das ideale Behältnis sein. Aus Prinzip sollte man es nicht ablehnen (Prinzipien fangen da an, wo der Verstand aufhört). Gruß Olaf
Manchmal ist es aber besser, den Verstand auszuschalten! =:-)
Gruß Klaus
Moin Klaus,
sicher, bestimmt sehr oft. Mir ist nur aufgefallen, daß man häufig, auch hier, "aus Prinzip" diese und jene Dinge ablehnt bzw. empfiehlt. Ich meine aber, daß mitunter auch scheinbar ungeeignete Methoden durchaus Sinn machen können. Deshalb versuche ich die veschiedenen Themen und Fragen möglichst emotionslos zu durchdenken und nicht von vorgefertigten Meinungen leiten zu lassen. So z.B. Filterfragen, Säure in der Aquaristik, die Größe von Aquarien, Futter und und und. Man ist natürlich auf der sicheren Seite, wenn man sich an die vererbten Regeln hält. Wenn man aber mal die verschiedenen Zuchterfolge von "schwierigen" Fischen hinterfragt,oder aber das Rezept für Superpflanzenaquarien, dann merkt man, daß die Aquarianer ihre Aquaristik weit ab von den allgemeinen Regeln praktizieren. Beispiel (muß ich jetzt bringen :-) Corydoras condiscipulus. Er galt als nicht züchtbar. Ein Bekannter hat ihn vor ca. 2 Jahren geschafft, indem er ihn in ein Becken (runde Maurerbütt geht auch) gesetzt hat und 5 oder 6 Powerhead 802 anschaltete. Es war keine ruhige Ecke mehr im Aquarium. Absolute Strömung mit Gegenströmung, Schaum und und. Erst dann haben sie gelaicht. Mitten in der stärksten Strömung. Bei mir ging es erst, als ich sie auf pH 5 runtergesäuert habe und die Leitfähigkeit gegen 0 ging. Dann ein Wasserwechsel von 24 auf 30°. Zack, das hat nun schon 3x hingehauen, ohne größere Strömung. Mit lieb streicheln, braves Wasser von pH 7, schön stabil, leichte Strömung, sorgsamster vorsichtiger WW etc. ist da nix zu machen.
Bezogen auf die Kleinstaquarien. Ich behaupte, daß viele kleine scheue Fische erst darin pfleg- und züchtbar sind. In größeren Becken verschwinden die spurlos. Ob das Becken nun rund oder eckig ist,dürfte belanglos sein.
Gruß Olaf
Mit der folgende Frage möchte ich weder Pro noch Contra für's Goldfischglas ergreifen, sondern einfach mal zum nachdenken anregen.
Ist es eigentlich richtig, das wir ständig unsere eigenen Lebensbedürfnisse auf die anderer Lebewesen übertragen ? Woher nehmen wir das Recht, zu behaupten, ein Tier würde "Artgerecht" gehalten ? Ist Gefangenschaft "Artgerecht" ?
Zu der Aussage mit der "Besenkammer" möchte ich anmerken: Das läuft im Endeffekt auf die Forderung hinaus:"Schafft alle Zoo's ab". Ich glaube nämlich, das das halten eines Raubtieres im Käfig eine Tierquälerei ist. Weil, kann es dort seinem angeborenen Jagdtrieb nachgehen ?
Gut, Schluß mit dem Philosophieren. Regt Euch wieder ab Leute ! Er hat eine Frage gestellt, BEVOR er das Glas gekauft hat. Außerdem gibt es wie bei allen Dingen im Leben immer mehrere Ansichten. Ich finde dieses Thema deshalb wirklich langweilig, weil im Endeffekt sich alle streiten bis zum abwinken, aber eine Lösung für richtig oder falsch doch nicht gefunden wird.
Wenden wir uns lieber wieder den wirklichen Problemen der Aquaristik zu, da gibts genug zu fragen und zu antworten.
Zu guter letzt: Ich habe das Goldfischglas auch wieder abgeschafft, weil ich irgendwie auch Zweifel hatte, ob das das wahre für's Fischlein ist...
hugh !
Gruß Dieter
Bitte fass diese Diskussion zusammen, zumindest einen Teil davon. Wenn du mitmachst, machen auch andere mit. Davon profitierst du wieder. Schreib einfach die Argumente übersichtlich auf, die du gerade gelesen hast. Lass Unwichtiges, Ballast und schmückendes Beiwerk weg. Stell Pro und Kontra dar, damit die Meinungsvielfalt erhalten bleibt. Lass die Diskussion einfach davor oder dahinter stehen. Wenn alles zusammen gefasst ist, kann die Diskussion auch gelöscht werden. Du kannst natürlich auch dein eigenes Wissen aufschreiben. Weitere Hinweise und Beispiele stehen bei den Hinweisen zur Mitarbeit.
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