Wo Schwebealten vorkommen.
Schwebealgen schwimmen im freien Wasser und führen zu einer deutlichen Trübung des Wassers. Es kommen grüne und weiße Schwebealgen vor. Die weißen Schwebealgen sind keine echten Algen sondern Bakterien, deshalb spricht man in diesem Fall auch von einer Bakterientrübung. Die grüne Schwebealge wird von einzelligen Grünalgen der Gattung Volvox verursacht.
Ursachen
Bakterientrübungen treten oft nach der Neueinrichtung eines Aquariums in der so genannten Einfahrzeit auf. In dieser Zeit entwickeln sich die für die Stoffwechselvorgänge im Aquarium wichtigen Bakterien. Da noch nicht alle Vorgänge im Aquarium aufeinander abgestimmt sind, können sich einige Bakterien teilweise explosionsartig vermehren. Hat sich im Aquarium ein Gleichgewicht der Stoffwechselvorgänge eingestellt, verschwindet die Trübung in der Regel wieder.
Grüne Schwebealgen entwickeln sich, wenn zu viele Nährstoffe und viel Licht vorhanden sind. Durch Reduzierung einer der beiden Faktoren wird die Algenblüte eingedämmt.
Gegenmaßnahmen gegen grüne Schwebealgen
Aquarium abdunkeln
Am Morgen werden die Fische noch einmal gefüttert. Dann wird ein Wasserwechsel durchgeführt, bei dem zwischen 50 und 70 % des Wassers ausgetauscht werden. Anschließend wird das Aquarium verdunkelt, indem z. B. eine Decke darüber gelegt wird. Die Beleuchtung wird abgestellt. Nach 3 bis 5 Tagen wird die Abdeckung entfernt und das Licht wieder eingeschaltet. Während der Verdunklung werden die Fische nicht gefüttert. Das Becken muss in der Zeit völlig dunkel bleiben. Nach der Verdunklung wird der Filter gereinigt und wieder ein kräftiger Wasserwechsel vorgenommen, um die abgetöteten Algen aus dem Aquarium zu entfernen.
Schwebealgen werden durch UV-Strahlung abgetötet. Falls kein Außenfilter vorhanden ist, an den der UV-Strahler angeschlossen werden kann, kann zur Umwälzung des Wassers eine einfache Kreiselpumpe verwendet werden.
Da UV-Klärer auch andere im Wasser schwebende Mikroorganismen abtöten und die Düngung beeinflussen, sollten sie nur zeitweise und mit Bedacht eingesetzt werden.
Kräftige und häufige Wasserwechsel
Bei dieser Methode wird an mehreren Tagen hintereinander bis zu 90 % des Wassers gewechselt bis keine neuen Schwebealgen mehr auftreten.
Fressfeinde einsetzen
Wasserflöhe und Hüpferlinge fressen Schwebealgen. Es ist allerdings zu beachten, dass Wasserflöhe und Hüpferlinge ein willkommmenes Futter für Fische sind. Es muss also eine immer wieder eine große Menge eingesetzt werden oder das Wasser durch einen besonderen Behälter geleitet werden, in dem nur die Wasserflöhe, aber keine Fische sind. Der Filter sollte in dieser Zeit abgestellt werden, oder benötigt ein feinmaschiges Netz als Vorfilter, da die Wasserflöhe sonst in den Filter gesaugt werden. Alternativ lässt man den Filter ohne Filtermaterial nur als Umwälzpumpe laufen.
Über Torf filtern
Nach einem Bericht vertragen Schwebealgen leicht saures Wasser nicht. Durch Filterung über Torf kann das Wasser leicht angesäuert werden, wenn die Ansprüche der gepflegten Fische das zulassen.
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